39:29-Sieg: Keine Spur von Lampenfieber
22.06.2022 U18/19m

39:29-Sieg: Keine Spur von Lampenfieber

Neuformiertes U16-National-Team schlägt Frankreich deutlich

Wir sind sehr einverstanden, aber diese Partie war nur der Start einer Reise, die schon am Freitag weitergeht.

DHB-Talentcoach Carsten Klavehn

Dieses erste Länderspiel wird der deutschen U16-Nationalmannschaft männlich in sehr guter Erinnerung bleiben. Bei seinem ersten Auftritt auf internationalem Parkett zeigte der DHB-Nachwuchs der Jahrgänge 2006 und 2007 gegen Frankreich eine Leistung, die Lust auf mehr macht und mit einem auch in der Höhe verdienten 39:29 (20:16)-Sieg belohnt wurde. „Die Jungs haben vieles von dem umgesetzt, was wir uns im Training gemeinsam erarbeitet haben. Damit sind wir sehr einverstanden. Aber diese Partie war nur der Start einer Reise, die schon am Freitag weitergeht", fasste DHB-Talentcoach Carsten Klavehn seine Eindrücke zusammen.

Zwölf Minuten lang begegneten sich beide Teams in diesem ersten von drei Vergleichen im Rahmen des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) auf Augenhöhe, dann zeigte das von Carsten Klavehn und DHB-Chefbundestrainer Nachwuchs Jochen Beppler nominierte Team in einer ersten Phase, was in ihm steckt. Aus einem 6:8-Rückstand (10.) machte Deutschland binnen vier Minuten eine 12:8-Führung. Allerdings schmolz die Führung direkt auch wieder zusammen. In ein paar Passsituationen ging die DHB-Auswahl (zu) hohes Risiko, was Ballverluste und Gegentoren nach sich zog. Die Führung gab sie jedoch auch in den brenzligen Situationen nicht mehr ab. Torwart Linus Borreck verhinderte mit einem entschärften Tempogegenstoß den Ausgleich zum 13:13, und auch eine Unterzahlsituation in den Minuten vor der Pause überstand Deutschland unbeschadet. Bis zur Halbzeitsirene hatte man sich wieder bis auf 20:16 abgesetzt.

Die vom Trainerteam vorgenommenen Wechsel führten zu keinem Zeitpunkt zu einem Bruch im Spiel. Alle eingesetzten Akteure lieferten ab. Kaum zu bremsen waren die Beppler/Klavehn-Schützlinge in den ersten zehn Minuten nach Wiederbeginn. Das waren die besten von 60 insgesamt starken Minuten. Mit großer Spielstärke, viel Übersicht, Entschlossenheit und Torgier setzten sie sich bis auf neun Tore Differenz ab. Als Sahnehäubchen verwandelte Julien Sprößig einen Kempatrick zum 29:20 (39.). Die Partie war somit bereits früh vorentschieden. Nachdem die „Equipe tricolore“ Ergebniskosmetik zum 29:33 aus ihrer Sicht betrieben hatte (52.), zog Deutschland die Zügel wieder an. Der DHB-Nachwuchs, bei dem sich 11 von 14 eingesetzten Feldspielern in der Torschützenliste verewigten, wollte seinen Debütanten-Ball nicht irgendwie, sondern auch mit einem guten letzten Eindruck und deutlich für sich entscheiden. Es gelang.

„Die Mannschaft hat in den Phasen, in denen das Ergebnis knapper wurde, Geduld bewahrt und sich an das Besprochene gehalten. Nach diesem guten Auftakt geht es jetzt darum, die nächsten Schritte zu gehen und uns von Spiel zu Spiel zu verbessern. Frankreich wird sich das Gleiche vornehmen, sodass wir am Freitag wieder eine sehr interessante Partie erwarten", sagte Klavehn.

Die zweite von drei Partien in dieser Woche gegen Frankreich beginnt am Freitag, 19 Uhr. Spielort ist dann das Espace Sportif Lachaise in Caluire-et-Cuire. Auch diese Begegnung gibt's im Livestream zu sehen.  (RW)

Deutschland: Stieglitz, Borreck - Riffelmacher (3), Baumgärtner (1), Kusche (4), Sprößig (4), Zink (5), Gauer, Krügele (3), Wanjura, Karrenbauer (5/2), Knaus (2), Mudrow (6), Schröder (2), Strobel (4), Ciudad Benitez.

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