Weibliche U18: Dreifacher Prüfstein in Ungarn
18.12.2019 U18/19w

Weibliche U18: Dreifacher Prüfstein in Ungarn

Standortbestimmung zum Jahreskehraus: Die weibliche U18 des Deutschen Handballbundes tritt vom 18. bis 20. Dezember zum Blitzturnier in Ungarn gegen die Gastgeber, Frankreich und die Niederlande an. Für das Bundestrainerduo Maik Nowak und Barbara Hetmanek stehen neben der individuell technisch-taktischen Weiterentwicklung der Spielerinnen drei wesentliche Aspekte bei der Maßnahme im Vordergrund.

Erst das Lehrgangstraining in Kamen-Kaiserau, dann die Praxis in Ungarn. Eine aufregende Woche liegt vor der weiblichen U18 des DHB. Bundestrainer Maik Nowak zeigt sich in erster Linie dankbar, dass die Gastgeber in den Ausrichtungsmöglichkeiten flexibel waren. Denn ursprünglich war das Turnier für das vergangene Wochenende geplant. „Da bei uns viele Spielerinnen noch im Spielbetrieb aktiv waren, hätten wir dies nicht umsetzen und die Einladung nicht annehmen können. Daher freut es uns umso mehr, dass der ungarische Verband und die übrigen Teilnehmer mit der Verlegung einverstanden waren“, erklärt Nowak.

Nun also steigen die drei Vergleiche unter der Woche. Zum Auftakt duelliert sich die deutsche Auswahl am Mittwoch mit Frankreich (16 Uhr), am Donnerstag geht es gegen die Gastgeberinnen (18 Uhr) und den Abschluss bildet das Spiel gegen die Niederlande am Freitag (11 Uhr). „Mit dem amtierenden Europameister, dem Drittplatzierten der EM und den traditionell starken Niederländerinnen sind das echte Top-Nationen, richtige Prüfsteine für unsere Mannschaft“, sagt Nowak. „Und es ist eine gute Standortbestimmung.“ Denn das Nowak-Team wird im Vergleich zur EM verändert auftreten. 11 Spielerinne waren bei der EM nicht dabei und ein halbes Dutzend Spielerinnen steht sogar vor dem Debüt im DHB-Trikot.

Den Fokus legt der Bundestrainer dabei kurz vor Jahresschluss auf drei wesentliche Aspekte: die Abwehr, das Tempo und die Spielkultur. „Wir möchten in verschiedenen Abwehrformationen – offensiv wie defensiv – flexibler agieren. Außerdem wollen wir das Tempo erhöhen und damit ein schnelleres Spiel aufziehen“, gibt Nowak vor. „Und letztlich ist es uns wichtig, dass die Spielerinnen an die Spielkultur im guten Seniorenbereich gewöhnt werden und lernen, klug und geduldig, einfach ein wenig erwachsener zu spielen.“ Die drei Duelle vor Weihnachten bieten hierfür die perfekte Möglichkeit.

 

Autor: ENI