U19: Wudtke mit positiver Bilanz
Die U19 fährt mit der Bronzemedaille nach Hause. - Foto: Matthias Stickl
22.04.2019 U19/18m

U19: Wudtke mit positiver Bilanz

Mit neun von zehn Halbzeiten beim Turnier in Bugojno ist U19-Bundestrainer Erik Wudtke zufrieden, zudem haben sich neue Gesichter in den Fokus gespielt. Die Bilanz des Drittplazierten.

2018 hatte die deutsche Mannschaft das Turnier „Handball ist meine Zukunft“ im bosnischen Bugojno gewonnen, ein Jahr später, allerdings mit einer ganz anderen Mannschaft, belegte das Team des Trainerduos Erik Wudtke/Alexander Koke den dritten Platz. Nach drei Vorrundensiegen unterlag Deutschland im Halbfinale mit 30:32 gegen Polen, gewann dann hauchdünn, aber verdient das Spiel um Platz drei trotz ausgedünntem Kader gegen Nordmazedonien mit 24:23.

„Gerade mit der Moral, die die Mannschaft im letzten Turnierspiel gezeigt hat, bin ich sehr zufrieden. Wir haben einen deutlichen Rückstand aufgeholt - und genau das war unser Thema bei der Teambesprechung am Sonntagmorgen gewesen, nämlich, wie man sich aus schwierigen Situationen befreit und wieder Selbstvertrauen aufbaut. Das haben die Jungs richtig gut gemacht“, sagte Wudtke, dessen Team gegen den WM-Gastgeber zwischenzeitlich mit 13:17 hinten lag.

Platz drei ist umso höher zu bewerten, da sich im Turnierverlauf erst Merlin Fuss (Ellbogen) und dann Louis Foege (Sprunggelenk) verletzt hatten und nicht mehr eingesetzt werden konnten. „Es waren keine schlimmen Verletzungen, aber wir wollten kein Risiko eingehen“, sagte Wudtke. Insgesamt war der U19-Bundestrainer mit neun von zehn Halbzeiten zufrieden, „nur die zweite Hälfte gegen Polen entsprach nicht dem, was wir uns vorgenommen hatten“.

Mit Blick auf die WM vom 6. bis 18. August in Nordmazedonien gab es viele neue Erkenntnisse für Wudtke, speziell, was die personellen Alternativen betrifft. Nach Absprache mit den Vereinen hatte er bei der Nominierung für Bosnien auf jene Spieler verzichtet, die nun in den Viertelfinals um die deutsche Meisterschaft stehen. Zudem war kurzfristig Juri Knorr wegen einer Reizung im Knie ausgefallen. Daher gaben Wudtke und Koke vielen Spielern des jüngeren Jahrgangs eine erste Chance zur Bewährung, alleine fünf Länderspiel-Debütanten waren an Bord.

„Konkurrenz belebt das Geschäft, und wir haben nun 30 interessante Spieler auf unserer Liste. Das ist super. Für den nächsten Lehrgang Anfang Juni mussten Alex und ich schon grübeln, wen wir nicht nominieren können. Wir haben definitiv eine tolle Mischung und eine richtig breite Basis im Kader. Aber bis zur WM kann ja auch noch einiges passieren.“

Die nächsten Länderspiele bestreitet die deutsche Mannschaft beim Nationen-Turnier im Rahmen der Lübecker Handballtage vom 27. bis 30. Juni, bislang haben für das Turnier unter anderem Norwegen, die Niederlande, Island und Israel zugesagt. Im Vorfeld und nach dem Turnier stehen weitere Lehrgänge an. Den letzten Feinschliff wird sich das U19-Team dann im Sportcentrum Kamen-Kaiserau bis zum 3. August holen, von dort geht es dann direkt zur WM nach Nordmazedonien. Auf welche Mannschaften die deutsche Mannschaft dort trifft, entscheidet sich bei der Auslosung am, 29. Mai.

Und auch im kommenden Jahr wird eine DHB-Auswahl wieder in Bugojno spielen, die Organisatoren wollen das Turnier, das 2019 Slowenien gewann, dann sogar von acht auf 16 Teilnehmer ausweiten. „Wenn wie geplant die Skandinavier kommen, wäre das schon eine kleine Europameisterschaft“, freut sich Wudtke.

Die Spiele der deutschen U19 in Bugojno:

Vorrunde:
Deutschland - Mazedonien 31:24 (15:16)
Deutschland - Schweiz 34:21 (18:12)
Deutschland - Serbien 27:24 (15:11)

Halbfinale:
Deutschland - Polen 30:32 (18:12)

Spiel um Platz 3:
Deutschland - Mazedonien 24:23 (11:11)

Quelle: BP