Heuberger zieht positives Fazit
Martin Heuberger gewinnt mit seinem Team beide Testspiele gegen Tschechien. - Foto: Sascha Klahn
16.04.2019 U21/20m

Heuberger zieht positives Fazit

Drei Monate vor der WM in Spanien und nach den beiden Testspielsiegen gegen Tschechien blicken die Verantwortlichen der deutschen U21 optimistisch nach vorne.

Mit Blick auf die U21-Weltmeisterschaft vom 16. bis zum 28. Juli in Spanien haben die DHB-Junioren ein erstes Zeichen gesetzt. Am vergangenen Wochenende gewann die Mannschaft von Bundestrainer Martin Heuberger und dessen Co Klaus-Dieter Petersen zwei Testspiele gegen Tschechien deutlich. Am Freitagabend in Minden hieß es 35:26 (17:14), bester Werfer war Hendrik Schreiber mit sechs Toren. Einen Tag später, als Vorspiel des Männer-EM-Qualispiels gegen Polen in Halle/Westfalen, hieß es vor 1500 Zuschauern gar 41:22 (21:13), sieben Tore steuerte Fin Backs als bester Werfer bei.

Für U21-Bundestrainer Martin Heuberger waren die beiden Spiele nur das Sahnehäubchen der vergangenen Woche: „Wir hatten einen sehr guten Lehrgang in der Sportschule Warendorf mit einer intensiven Vorbereitung auf die beiden Spiele. Im ersten Spiel brauchten wir etwas Zeit, um uns auf Tschechien einzustellen. Die zweite Partie in dieser tollen Arena war ein Highlight für die Spieler. Nun machen wir im Juni mit der Endphase der WM-Vorbereitung weiter – und dann sprechen wir auch über die konkreten WM-Ziele“, zeigte sich Heuberger zufrieden.

Mit rund 18 bis 20 Spielern will der U21-Bundestrainer ab Juni in die direkte WM-Vorbereitung gehen - bis dahin sollen sich die Talente ganz auf den Endspurt in den Vereinen konzentrieren und dann regenerieren, um fit zu sein für den finalen Höhepunkt ihrer Nachwuchskarriere. „Ich habe mir jetzt noch nicht den Kopf zerbrochen, was den Kader betrifft. Der Stamm steht, es gibt noch ein paar Fragezeichen, aber wir haben ja auch noch etwas Zeit“, sagt Heuberger, der neben einem erfolgreichen WM-Abschneiden in Spanien auch die individuelle Entwicklung der Spieler im Vordergrund sieht: „Natürlich ist es unser Ziel, möglichst viele dieser Spieler in die A-Nationalmannschaft zu bringen.“

Im Idealfall sind dies drei bis vier Spieler pro Doppeljahrgang, betont Axel Kromer, Sportvorstand des Deutschen Handballbunds: „Das beste Beispiel ist Tim Suton, der als junger Spieler schon bei der Heim-WM dabei war. Wir versuchen, die U21 möglichst oft mit der A-Nationalmannschaft zu verzahnen.“ Das war zum Beispiel im März beim gemeinsamen Lehrgang in Kamen-Kaiserau der Fall, oder eben am vergangenen Samstag, als die Junioren vor der A-Team spielten. „Auch dass Männer-Bundestrainer Christian Prokop und Co-Trainer Alexander Haase am Freitag beim ersten U21-Test gegen Tschechien dabei waren, zeigt die Wertschätzung dieser Mannschaft“, sagt Kromer.

Und weil die Männer am Samstag mit dem 29:24-Erfolg über Polen das Ticket für die EM 2020 gesichert wurde, kündigte Prokop bereits an, dass er in den beiden noch ausstehenden Qualifikationsspielen in Israel und am 16. Juni in Nürnberg gegen den Kosovo jungen Spielern die Chance zur Bewährung geben wird.

Für die U21 beginnt die heiße Phase der WM-Vorbereitung am 23. Juni mit einem Lehrgang in Steinbach (Baden-Württemberg), vom 27. bis 30. Juni wartet dann der letzte Härtetest mit der Airport-Trophy im schweizerischen Kloten (bei Zürich), wo es gegen die Topmannschaften Frankreich und Spanien sowie den Gastgeber Schweiz geht. Am 17. Mai erfahren Heuberger & Co. bei der WM-Auslosung zudem ihre Vorrundengegner bei der Weltmeisterschaft, die in Vigo und Pontevedra ausgetragen wird. Ziel ist das Erreichen des Halbfinales - und damit haben die Jungs um Lukas Stutzke bereits Erfahrung: Bei der U18-EM 2016 und der U20-EM 2018 haben sie jeweils Bronze gewonnen.

Quelle: BP