Perspektive 2020+

Strategiekonzept für Handballdeutschland

"Perspektive 2020+": Diesen Titel trägt das Strategiekonzept des Deutschen Handballbundes.

Er wurde Ende November 2015 beim Bundesrat in Hamburg mit einem Grundsatzbeschluss und konkretem Zeitplan auf den Weg gebracht und nach dem Ordentlichen Bundestag im Herbst 2017 wirksam.

In der "Perspektive 2020+" haben DHB-Präsidium, sowie Landes- und Ligaverbände fünf große Aufgabenfelder definiert:

  • "Wir alle sind DHB"
  • Sportlicher Erfolg der Nationalmannschaften
  • Starke Ligen
  • Mitgliederentwicklung
  • Professionalisierung und wirtschaftlicher Erfolg

Aus diesen Aufgabenfeldern folgen Ziele, Verantwortlichkeiten und konkrete Arbeitsaufträge.

Unter sportlichem Erfolg der Nationalmannschaften versteht der DHB das Ziel, mit der Nationalmannschaft der Männer bei Welt- und Europameisterschaften um die Medaillen zu spielen und 2020 den Olympiasieg zu erringen.

Mit der Frauen-Nationalmannschaft will sich der DHB dauerhaft unter den besten acht Nationen der Welt platzieren. Außerdem will der DHB für den Fall, dass der Beachhandball olympisch wird, bei den Olympischen Spielen 2024 vier Medaillen gewinnen.

Voraussetzung dafür ist eine hervorragende Nachwuchsarbeit mit der Zielsetzung, pro Jahr 15 Nachwuchsspieler und -spielerinnen in den Bundesligen und zwei davon in den Nationalmannschaften zu etablieren. Diese Ziele zu erreichen, ist das Kerngeschäft des Dachverbandes.

Für die Organisation des leistungssportbezogenen Ligaspielbetriebs sollen indes die Ligaverbände verantwortlich zeichnen.

Eines der wichtigsten Themen im deutschen Handball ist die Mitgliederentwicklung. Dabei geht es vor allem darum, Kinder und Jugendliche an den Handball heranzuführen. Mit den Grundschulaktionstagen und dem AOK Star-Training sind bereits einige erfolgreiche Instrumente vorhanden. Insgesamt ist die Mitgliederentwicklung das Kerngeschäft der Landesverbände und der Vereine vor Ort.

"Im Spannungsbogen zwischen Konzentration auf das sogenannte Kerngeschäft und der Verantwortung für die gesamte Entwicklung im deutschen Handball handeln."

Andreas Michelmann, DHB-Präsident

Teil des Umgestaltungsplans ist auch die Fortentwicklung des 2013 beschrittenen Weges, die Aufgaben für Bundestag/Bundesrat, Präsidium und Vorstand klar zuzuordnen.

"Der Deutsche Handballbund ist sich bewusst, dass er in dem Spannungsbogen zwischen Konzentration auf das sogenannte Kerngeschäft und der Verantwortung für die gesamte Entwicklung im deutschen Handball handeln muss", sagt DHB-Präsident Andreas Michelmann.