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Aufholjagd: MTV 1860 Altlandsberg siegt wieder

25.11.2013
25.11.2013 · 3. Liga, Frauen 3. Liga, Staffel Ost · Von: PM

Aufholjagd: MTV 1860 Altlandsberg siegt wieder

Das freut die Fans: Die Aufholjagd in der 3.Liga Ost der Frauen läuft. Mit 33:25 (15:10) besiegte der MTV 1860 Altlandsberg in heimischer Halle den Rostocker HC. Man hat jetzt 8:12 Punkte auf dem Konto, kletterte auf den 10. Tabellen-Platz und steht nun nur noch drei Zähler hinter dem Sechsten Oschatz.

Der grün-weiße Jubel war nach der Partie aus vielerlei Gründen groß. Denn die Gastgeberinnen gingen trotz des 25:23-Sieges zwei Wochen zuvor in Schwerin mit gewaltigem Respekt in die Partie. Schließlich hatten die Ostsee-Mädels 14 Tage zuvor den Spitzenreiter Buxtehude II mit 29:28 bezwungen. Die Vorsicht sollte sich als sehr angebracht erweisen. „Rostock war in den ersten zehn, fünfzehn Minuten die bessere Mannschaft. Vor allem im Angriff“, so MTV-Trainer Fabian Lüdke.

Das führte dazu, dass die Gäste nach gut fünf Minuten mit 3:1 führten und nach knapp 14 Minuten dann mit 8:5. Das machte auf Altlandsberger Seite ein frühzeitiges Team-Timeout notwendig. Und das brachte mehr Erfolg, als die gleiche Maßnahme bei den Rostockerinnen. Als die nämlich auf einmal 8:9 (19. Minute) hinten lagen. Der MTV baute seinen Vorsprung nach Treffern von Dominic Wielsch (2), Christiane Wiechert, Franziska Chmurski und Sophie Lütke auf eine 14:9-Führung aus. Fabian Lüdke freute sich: „Wir haben uns dann besser konzentriert, bekamen die Deckung dicht und konnten dadurch erfolgreich unsere Tempogegenstöße laufen.“

Seine Rostocker Kollegin Ute Lemmel beklagte dagegen nach dem guten Start zu viele Fehler im Abschluss und „mangelnde Aggressivität in allen Aktionen.“ Die erfahrene RHC-Trainerin: „Altlandsbergs Nummer Zehn hat mit ihrer Dynamik gezeigt, wie man erfolgreich ist.“

Die Nummer 10 ist Sophie Lütke. Altlandsbergs kleine Kapitäns-Frau (zehn Tore!) spielte und kämpfte wieder mal wie eine Große. Doch nicht nur ihr war es zu verdanken, dass man aus Gastgeber-Sicht nach jener 14:9-Führung nie das Gefühl bekam, da könne noch etwas anbrennen. Über die Stationen 17:11, 22:16, 29:22 und 33:24 machte der MTV seinen Fans einen schönen Nachmittag.

Etwas erstaunlich war das alles allerdings schon. Denn neben der langzeitverletzten Mandy Gramattke und der nach einer OP in der Reha befindlichen Sylvia Kalina musste nun auch Annika Fleck auf die Zuschauertribüne. Die MTV- Linksaußen: „Es hat meine Kniescheibe erwischt. Ich hoffe, es wird nur eine kleine Operation und ich kann in gut vier Wochen wieder mitmischen.“

Woran lag es, dass der MTV die vielen Probleme recht gut wegsteckte? Team-Manager Wolfram Eschenbach: „Wir sind auch in den Spielen gegen die Top-Teams dieser Liga nicht eingebrochen. Im Gegenteil, meistens gab es recht knappe Niederlagen. Viel liegt wohl an einem sehr guten Zusammenhalt in der Mannschaft, der manches kompensiert.“

Ähnlich der Tenor bei der der siebenfachen Torschützin Christiane Wiechert. Sie begeisterte mit ihrer Wucht, tollen Würfen und guten Anspielen: „Ich bin ja erst vor ein paar Wochen vom TSC hier her gekommen. Kaum jemand kannte mich und ich wurde trotzdem unglaublich herzlich aufgenommen. Das Vertrauen, das mir entgegen gebracht wird, ist sehr wichtig. Das war heute eine tolle Mannschaftsleistung, denn die Mädels haben ja mich und meine Würfe prima vorbereitet.“

Durch den Zugang der Studentin (Mathe und Sport auf Lehramt) und die Comebacks von Dominic Wielsch nach ihrer langen Verletzung sowie von Janin Hetzer, die aus dem sportlichen Ruhestand zurückgeholt wurde, hat die Qualität im MTV-Team natürlich enorm gewonnen. Ansonsten wären die vielen Ausfälle auch gar nicht zu verkraften. Und mit diesem Elan soll es nun weitergehen. Wenngleich die kommende Aufgabe am Sonnabend beim Berliner TSC (wie der MTV 8:12 Punkte) um keinen Deut leichter wird. Eher ganz im Gegenteil…

MTV 1860 Altlandsberg: Kathrin Wiehle, Juliane Schlein; Christiane Wiechert 7, Sophie Lütke 10/1, Sophie Mrozinski, Marion Priemer 1, Dominic Wielsch 5, Franziska Chmurski 4; Janin Hetzer 4, Liesa Schönfelder 1, Stefanie Kretzschmann 1, Luisa Neumann, Manja Berger.