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Das Team bleibt sich treu - SG H2Ku kann dem Angriffsdruck der HSG Konstanz nicht standhalten

21.03.2016
21.03.2016 · 3. Liga, Männer 3. Liga, Staffel Süd · Von: pm verein

Das Team bleibt sich treu - SG H2Ku kann dem Angriffsdruck der HSG Konstanz nicht standhalten

Auch die SG H2Ku Herrenberg konnte wie erwartet den Siegeszug der HSG Konstanz nicht stoppen. Das Gäu-Team unterlag dem Spitzenreiter der Dritten Liga Süd in der Konstanzer Schänzle-Halle deutlich mit 29:37 (12:18). Die Defizite des Tabellenschlusslichts traten einmal mehr zumeist im Defensivverbund zu Tage.

Wäre dieses Spiel bei diversen Wettportalen im Angebot gewesen, hätte es sicher nicht viel zu gewinnen gegeben. Viele Gegentore, eine ordentliche Offensivleistung und am Ende zwei Minuspunkte mehr auf dem Konto. Die SG H2Ku Herrenberg blieb sich auch zum Spiel bei der HSG Konstanz treu. Aber auch das ist eine immer wiederkehrende Tatsache: Der Tabellenletzte kämpfte auch in Konstanz bis zur letzten Sekunde.

Begonnen hatte das Spiel mit einer kleinen taktischen Überraschung. Tobias Klisch beorderte seine Mannschaft in eine defensive Abwehrformation, aus der allerdings der Konstanzer Torjäger Mathias Riedel schon in der Anfangsphase in Manndeckung genommen wurde. Der Trainer der Herrenberger, der den mit Auswahlaufgaben betrauten, etatmäßigen Coach Nico Kiener vertrat, zog damit die Konsequenzen aus den vorangegangen Partien, in denen gerade Riedel aus dem linken Rückraum immer wieder traf und das Spiel über den Kreis der SG H2Ku Kopfzerbrechen machte. Dass diese Maßnahmen aber letztlich nicht zum Erfolg führten, hatte unter anderem mit der Klasse des Gegners im Allgemeinen und der Treffsicherheit eines Paul Kaletsch zu tun. Der Halbrechte der HSG Konstanz war im Laufe der Partie insgesamt 13mal erfolgreich, knapp die Hälfte erzielte er dabei vom Strafwurfpunkt.

So war der Coach der Gastgeber nach Spielende entsprechend zufrieden: „Wir haben immer wieder Lösungen für die taktischen Aufgaben des Gegners gefunden“, freute sich Daniel Eblen nach Spielschluss. Nach einer knappen Viertelstunde konnte er sich derweil schon entspannt zurücklehnen. Beim Stande von 10:2 für die HSG gab es eigentlich für die 800 Zuschauer keinen Zweifel mehr über den Sieger der Partie. Das Pausenresultat von 18:12 ließ aber erahnen, dass die Gäste aus Herrenberg nicht gewillt waren, sich einem Debakel hinzugeben.

Zwei Treffer nach dem Seitenwechsel brachten plötzlich die Gästespieler kurzzeitig in ein Hochgefühl. Nicht zufällig wurden diese Treffer von Marvin Fuß und Claudio Schneck erzielt. Der Rückraumlinke und der Kreisspieler überzeugten offensiv mit sieben bzw. fünf Treffern. Und auch nach 40 Minuten lag beim 20:25 durch einen Kempa-Treffer von Ingo Krämer ein knappes Resultat im Bereich des Möglichen.

Doch wie schon in vorangegangenen Spielen brachte eine unkonzentrierte Phase die Gäste endgültig auf die Verliererstrasse. Diesmal waren es sieben Minuten Mitte der zweiten Halbzeit, die aus einem 23:27 ein 24:33 machten. Die SG-Spieler stemmten sich nun mit aller Macht gegen eine noch höhere Niederlage, was zum Ende auch gelingen sollte.

Am Ende leuchtete ein 37:29 von der Anzeigetafel von der Anzeigetafel. Die Gastgeber erhalten sich mit dem Resultat die Chance auf den Meistertitel, und auch die SG H2Ku Herrenberg konnte trotz der Niederlage sicherlich erhobenen Hauptes die Schänzle-Halle verlassen. Nach der Osterpause geht es für die Kiener-Sieben am 2. April gegen den SV Salamander Kornwestheim.