JUNGE WILDE zeigen Buxtehudes Juniorteam die Grenzen auf
JUNGE WILDE zeigen Buxtehudes Juniorteam die Grenzen auf
Das Juniorteam des Buxtehuder SV war am Sonntag eine besondere Wundertüte. Dass Bundesliganachwuchsteams immer mal mit ihrem Kader variieren, ist kein Geheimnis. Die JUNGEN WILDEN waren aber nur kurz beeindruckt, bevor sie das Heft des Handelns in die Hand nahmen. Zur Pause stand bereits ein 15:10 auf der Anzeigetafel. In der 2. Halbzeit legte die HSG Hannover-Badenstedt nochmal nach, bevor Marotzke den Dampf etwas zurück nahm und gegen Ende der Partie war es fast ein reines A-Jugend Spiel. Der 28:19 Sieg bedeutet weiter – Tabellenführung.
Als Buxtehude anreiste, gab es schon einige verblüffte Gesichter. Anstatt des erwarteten Trainers Igor Sharnikau, stieg Bundesliga-Chefcoach Dirk Leun aus dem Bus. Da Leun auch den A-Jugend Bundesligakader trainiert, war klar, Buxtehude trat mit seiner A-Jugend an. Die Mannschaft sollte sich einspielen für die Viertelfinalbegegnung am 6.3. gegen den HC Leipzig. Dass der Kader aber nicht schwächer, sondern eher stärker, als das „normale“ Juniorteam ist, zeigt allein der erste Auftritt von Emily Bölk in dieser Saison in der 3. Liga. Bölk gehört eigentlich fest zum 1. Bundesligakader von Buxte.
Auf diesen besonderen Umstand reagierte dann auch Trainer Florian Marotzke: „Besondere Maßnahmen, erfordern besondere Gegenmaßnahmen!“ Bölk wurde von Beginn an kurz gedeckt – was ein „Einspielen“ von vornherein verhinderte. Um es vorweg zu nehmen, diese Maßnahme fruchtete. Sechs ihrer sieben Treffer erzielte Bölk vom 7-Meter Punkt - Bogna Dybul und Lena Seehausen leisteten abwechselnd ganze Arbeit.
Buxtehude kommt besser in das Spiel, nach 5:31 Minuten liegt der BSV mit 3:0 in Front. Nach 7:11 Min. und einem Spielstand von 3:1 für sein Team, nimmt Gäste-Trainer Dirk Leun die erste Auszeit – vermutlich um seine Mannschaft auf die kurze Deckung gegen Bölk neu einzustellen. Die HSG blieb ruhig, selbst als es nach 18 Minuten 5:9 stand, wurden die JUNGEN WILDEN nicht hektisch. Saskia Rast nach dem Spiel: „Diese Spielweise kennen wir, denn wir haben es als B- und A-Jugend auch immer so gemacht: Loslegen wie die Feuerwehr, einen möglichst hohen Vorsprung herauswerfen, um dann den Rest des Spiels kontrolliert zu Ende zu bringen.“ Bei 18:44 Minuten war dann „Schluss mit lustig“ – Mieke Düvel läutete mit ihrem ersten von vier Treffern einen 9:0 Lauf der HSG ein. Mit einem 15:10 gingen die Mannschaften in die Kabinen.
Die zweite Halbzeit ist schnell erzählt. Die JUNGEN WILDEN legten sofort nach und in der 34. Spielminute, beim Stand von 18:10, war das Spiel entschieden. Torhüterin Frauke Kemmer war ihrem Team ein großer Rückhalt, genauso wie in Durchgang 1 Marnie Schierholz. Das Spiel plätscherte dahin und gegen Ende der Partie konnten die zufriedenen Zuschauer dann ein Nachwuchsspiel beobachten, denn auch Badenstedt ließ jetzt fast ausschließlich seinen A-Jugendkader auf die Platte. Endstand 28:19.