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SG H2Ku verpasst Überraschung gegen HSG Konstanz

02.02.2014
02.02.2014 · 3. Liga, Männer 3. Liga, Staffel Süd · Von: PM

SG H2Ku verpasst Überraschung gegen HSG Konstanz

Die SG H2Ku Herrenberg tritt in der 3. Liga Südweiterhin auf der Stelle. Die erhoffte Überraschung lag zwar am Samstagabend zeitweise in der Luft, am Ende musste sich die Sieben von Trainer Nico Kiener aber mit 23:26 (10:10) der HSG Konstanz geschlagen geben. Vor allem in der ersten Halbzeit zeigte der Gastgeber dabei aber eine beherzte Leistung.

„Wir müssen einfach besser Handball spielen.“ Was sich bei SG-Coach Nico Kiener nach Spielschluss ganz einfach anhörte, trifft zwar den Nagel auf den Kopf, hat aber trotzdem vielschichtige Gründe.

Viel vorgenommen hatte sich der Gastgeber für die Partie gegen den Tabellenvierten vom Bodensee. „Vor allem wollen wir wieder als verschworenes Team auftreten“, ließ Kiener eingedenk der letzten Auftritte noch vor dem Spiel verlauten. Mit dieser Vorgabe konnte er nach dem Spiel wohl nicht hadern. Und auch der Rahmen in der Markweghalle passte. Über 700 Zuschauer, darunter fast einhundert Anhänger der HSG Konstanz, sorgten über die gesamten 60 Minuten für Hexenkesselatmosphäre.

Die Stimmung auf den Rängen übertrug sich von Beginn an auch aufs Parkett. Mit aggressiver Abwehrarbeit versuchten beide Teams ab der ersten Minute, den Spielfluss des Gegners zu stören. Für die Gästeabwehr waren mit den Halbspielern Christian Rau und Jona Schoch die gefährlichsten Schützen der Herrenberger schnell ausgemacht. Dementsprechend früh wurden beide attackiert und erhielten so wenig Spielraum. Zumindest Christian Rau konnte sich aber immer wieder in Szene setzen. Das Torewerfen wurde den Gastgebern trotzdem extrem schwer gemacht. Da auch das Torhüterduell in der Startphase an die HSG Konstanz ging, war die ständige Gästeführung keine Überraschung. Über ein 1:4 gelang den Bodenseestädtern ein 3:7 nach elf Minuten. Nico Kiener reagierte und wechselte im Tor. Tobias Barthold kam in den Kasten. Der am Ende der letzten Saison verabschiedete Routinier, der wie schon unter der Woche im Pokalspiel sein Torwarttrikot noch einmal aus der Schublade kramte, ersetzte den noch nicht zu einhundert Prozent fitten Steffen Dold. Nach einer kurzen Anlaufphase lief der 35-jährige dann im Verlaufe der ersten Halbzeit zu großer Form auf. Da neben Bartholds Leistung auch die etwas defensiver als gewohnt agierende Abwehr immer besser Zugriff auf die Konstanzer Offensive bekam und der Gast sich zudem einige technische Fehler leistete, konnte sich die SG H2Ku wieder auf ein 10:10 zur Pause heran kämpfen. Bemerkenswert dabei, dass die HSG Konstanz fast 13 Minuten ohne Torerfolg blieb.

Eine Torflaute, die den Gastgeber kurz nach der Pause aber auch noch ereilen sollte. Die Kiener-Truppe konnte zwar schnell mit 11:10 durch Christian Rau in Führung gehen, hatte damit aber für knapp zehn Minuten ihr Pulver verschossen. Als wiederum der junge Halbrechte zum 12:14 traf, keimte die Hoffnung auf eine Überraschung wieder auf. Spätestens weitere zehn Minuten später war beim Stande von 15:22 diese Hoffnung aber wieder zerstört. In dieser Phase gelang es dem SG-Angriff kaum noch, den nötigen Druck auszuüben. Ein Grund war die sich häufende Passungenauigkeit, mit der sich der Gastgeber immer wieder selbst das Tempo aus dem Spiel nahm. Die HSG Konstanz nutzte dies clever und schuf auch mit zahlreichen Tempogegenstößen die Vorentscheidung. Die SG H2Ku steckte in der Schlussphase nicht auf und konnte so das Ergebnis noch einmal freundlicher gestalten. Den Sieg der Gäste konnte das aber nicht mehr gefährden. Und so feierten nach Spielschluss die Spieler der HSG Konstanz zu Recht ausgelassen mit ihrem zahlreichen Anhang.