Südwestfalen-Derby: Ferndorf plant Sieg über Schalksmühle und die Rückkehr an die Spitze
Südwestfalen-Derby: Ferndorf plant Sieg über Schalksmühle und die Rückkehr an die Spitze
Die erste Partie des Jahres 2015 in der 3. Liga West ist gleich ein Knaller: ein Südwestfalen-Derby. Der TuS Ferndorf, der bei einem Spiel und einem Punkt weniger hinter Tabellenführer VfL Eintracht Hagen auf Rang zwei liegt, plant einen Sieg über die SG Schalksmühle-Halver und die Rückkehr an die Spitze. Aber Erik Wudtke warnt, nicht nur wegen der 27:30-Niederlage aus dem Hinspiel. „Das ist das erste Spiel nach einer Pause, da können wir nicht erwarten, dass wir perfekt eingespielt sind“, erklärt der Coach der Nordsiegerländer. „Dazu war die Vorbereitung in der Zwischenzeit durch Krankheit und Verletzungen nicht geeignet. Und wenn man nicht viel Wettkampferfahrung hat, dann muss man den Gegner niederkämpfen. Das wird also ein echtes Derby.“ Anwurf am Freitagabend (9. Januar) in der Sporthalle Kreuztal wird um 20 Uhr sein.
Diese Wettkampfpause hatten jedoch beide Mannschaften, und Mathias Grasediek, der Trainer der SG Schalksmühle-Halver, macht auch kein Hehl daraus, dass er mit dem Ergebnis dieser Saisonunterbrechung nicht ganz zufrieden ist. „Das hätte besser sein können“, hat er im Gespräch mit den Lüdenscheider Nachrichten gesagt. Was für seine Spieler bedeutet: Hausaufgaben nur mit Mängeln erledigt.
Dennoch: Es ist nicht auszuschließen, dass Rückraum-Mitte-Mann Christian Feldmann nach seiner langwierigen und hartnäckigen Fußverletzung zurückkehren wird. Nicht so gut ist die Prognose indes für Florian Diehl, der sich nach wie vor mit einer Kahnbeinverletzung an der Hand herumplagt. „Bei Christian müssen wir sehen, ob es bis Freitagabend reicht. Bei Florian sieht es dagegen nicht gut aus, er wird wohl nicht dabei sein können“, sagt Mathias Grasediek, dessen Gegenüber insofern mehr Klarheit hat, als er weiß, dass ihm drei Akteure sicher fehlen werden: Die Linkshänder David Breuer und Niklas Weis (Kniescheibe gebrochen) sowie Niklas Reuter (Kreuzbandriss). Simon Breuer wird indes spielen können, obwohl er während der Woche mit einer Erkältung zu kämpfen hatte.
Trotz des Schalksmühler Erfolges zum Saisonstart werden die Ferndorfer als Favorit am Freitagabend starten, vielleicht sogar als haushoher. „Ferndorf ist der Top-Favorit, nicht nur in diesem Spiel“, sagt SGSH-Coach Mathias Grasediek. Aber? „In einem Derby geht immer etwas“, erklärt der 51-Jährige. Und wie? „Wir müssen die Partie so lange wie möglich knapp gestalten. Locker reingehen und vernünftig reinkommen in die Partie. Es droht aber auch immer die Gefahr, vom Gegner überrollt zu werden, wenn man nicht von der ersten Sekunde an konzentriert und aufmerksam ist. Die Kulisse kann anstecken, positiv wie negativ.“ Für Erik Wudtke erscheint es in diesem Südwestfalen-Derby besonders wichtig, den Kampf anzunehmen. „Die Schalksmühler“, sagt der 42-Jähgrige, „sind eine sehr starke Mannschaft, die über große Erfahrung verfügt mit einigen Spielern, die schon höherklassig gespielt haben. Sie sind in der Liga immer dafür gut, mal ein Top-Team zu schlagen. Das haben wir im Hinspiel in Perfektion demonstriert bekommen.“
Klar: Daran erinnert sich auch Mathias Grasediek gut und gerne. Der Schalksmühler Coach ist jedoch weit davon entfernt, dieses 30:27 auch nur annähernd als Maßstab zu nehmen. „Ferndorf ist in allen Mannschaftsteilen sehr gut besetzt, auch wenn es einige Ausfälle gibt“, sagt Mathias Grasediek und fordert vor allem von seiner Defensiv-Abteilung einen starken und konzentrierten Auftritt in der Stählerwiese. „Die Torwart-Duelle und die Abwehrarbeit sind die Knackpunkte, die das Spiel entscheiden können“, meint der SGSH-Trainer. „Wir müssen die Kreis-Anspiele verhindern und die Kreise der Ferndorfer Spielgestalter entscheidend stören.“