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Treff der Top-Talente - A-Jugend-Nationalmannschaft bestreitet am 2. August vorletzten WM-Test gegen Brasilien in Herrenberg

27.07.2015
27.07.2015 · 3. Liga, Männer 3. Liga, Staffel Süd · Von: pm verein

Treff der Top-Talente - A-Jugend-Nationalmannschaft bestreitet am 2. August vorletzten WM-Test gegen Brasilien in Herrenberg

In Herrenberg war Christian Schwarzer noch nie, der Name Herrenberg aber ist dem Handball-Weltmeister von 2007 bestens bekannt. Früher fuhr er immer mal wieder auf der Autobahn durch den Schönbuchtunnel, wenn er verletzt war - auf dem Weg zu Berthold Hallmaier, dem damaligen Arzt des Nationalteams aus Rottenburg. Am Sonntag, 2. August, wird Christian Schwarzer Herrenberg richtig kennenlernen, vor allem die Markweghalle: Hier bestreitet die deutsche A-Jugend-Nationalmannschaft, deren Trainer Schwarzer ist, ab 18 Uhr ein enorm wichtiges Testspiel gegen Brasilien: "Für uns", sagt der Coach, "ist es die finale Standortbestimmung vor der Weltmeisterschaft in Russland." Und für Veranstalter SG H2Ku Herrenberg ein Höhepunkt im Jahreskalender: Im Rahmenprogramm werden ab 14 Uhr die C-, B- und A-Jugend Freundschaftsspiele gegen interessante Gegner aus dem Handballbezirk Achalm-Nagold austragen.

Wer heutzutage etwas werden will im Handball, muss schon in jungen Jahren enormen Einsatz bringen. Um in den Nationalkader zu kommen, aber erst recht, um dabei zu bleiben. Das gilt auch für die Top-Talente der Jahrgänge 1996 und 1997. Denn das A-Jugend-Nationalteam erlebt einen heißen Sommer, was aber nichts mit den Temperaturen zu tun hat. Auf einen fünftägigen Lehrgang in Saarbrücken folgte ein sechstägiger Lehrgang samt Vier-Nationen-Turnier in Lübeck (Rang zwei hinter Dänemark), dann ging es für sechs Tage zu einer schweißtreibenden Trainingsreise nach Katar (20. bis 25. Juli). Das abschließende Trainingslager findet vom 1. bis zum 4. August in Beilstein im Landkreis Heilbronn statt, inklusive der beiden letzten Tests gegen die Brasilianer, die ebenfalls an der Weltmeisterschaft in Russland (8. bis 20. August) teilnehmen. "Die WM-Vorbereitung ist lange und intensiv", meint Christian Schwarzer, "und trotzdem würde ich natürlich gerne noch mehr machen."

Ob es auch so reichen kann, bei der WM ganz vorne mitzumischen, wird nicht zuletzt das Spiel in Herrenberg zeigen. Ab 18 Uhr gibt es in der Markweghalle das Treffen der Top-Talente, Bundestrainer Schwarzer will die Mannschaft spielen lassen, mit der er dann auch am 5. August nach Jekaterinburg fliegen wird. Zum Kader gehört dann wohl auch ein Name, der im württembergischen Handball bekannt ist: Auf Linksaußen spielt Tim Nothdurft (HBW Balingen-Weilstetten), Sohn des früheren Bundesliga-Spielers und Trainers Eckard Nothdurft. "Tim hat sehr gute Chancen, einer der 16 Spieler zu sein, die in Russland dabei sein werden", sagt Christian Schwarzer.

Bereits zum erweiterten Kader der Nationalmannschaft zählten nur Akteure, die bei Erst- oder Zweitligisten unter Vertrag spielen (unter anderem THW Kiel, Rhein-Neckar Löwen, Füchse Berlin) und in deren Leistungszentren trainieren, einige haben bereits Erfahrungen in einer der beiden deutschen Top-Ligen gesammelt. Darunter auch der neue SG-Torwart Linus Mathes (kam mit Zweitspielrecht von Zweitligist SG BBM Bietigheim). Angesichts dieser Ansammlung von Klasseleuten ist es kein Wunder, dass die Ziele für die WM hoch sind. Zwar hat es schon die Vorrundengruppe mit den Gegnern Spanien, Island, Norwegen und Afrika-Meister Ägypten in sich, aber trotzdem sagt Christian Schwarzer: "Wir wollen ins Halbfinale, und wir sind stark genug, um dieses Ziel auch zu erreichen." Dies zeigte sich auch bei der Europameisterschaft 2014, als der deutsche Nachwuchs das Halbfinale nur hauchdünn wegen eines Tores verpasste. "Jetzt bei der WM", meint Schwarzer, "wollen wir einen Schritt weiter kommen."

Auf dem Weg zur WM liegt Herrenberg. Ein klarer Sieg gegen Brasilien, anschließend eine gute Weltmeisterschaft - und Christian Schwarzer würde seinen Trip in die Markweghalle nie wieder vergessen.