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17:16 gegen Kroatien - Hauptrunde der EURO erreicht! / Schülke überragend

07.12.2012
07.12.2012 · Home, Nationalteams, Frauen Nationalteam · Von: tok

17:16 gegen Kroatien - Hauptrunde der EURO erreicht! / Schülke überragend

Das Nervenkostüm vibrierte, der Herzschlag raste - und letztlich jubelten die deutschen Handballerinnen: Torfrau Katja Schülke wehrte Sekunden vor Schluss einen Gegenstoß der Kroatin Aneta Peraica ab, rettete das 17:16 (8:7) und damit den Einzug in die Hauptrunde der EURO. Wie von einer tonnenschweren Last befreit feierten die Spielerinnen von Bundestrainer Heine Jensen in Novi Sad nach den Niederlagen gegen Spanien (20:23) und Ungarn (21:24) den ersten Erfolg. „Wir hatten heute endlich das Glück, das man braucht, um so ein Spiel zu gewinnen”, sagte Jensen. „Das war sehr gut für den Kopf und die weitere Entwicklung der Mannschaft. Wir sind für unsere harte Arbeit belohnt worden. Und Katja Schülkes letzte Parade war außerordentlich.”

Hätte Ungarn nicht zuvor mit 32:21 gegen Spanien gepunktet, wäre für die DHB-Auswahl in einem Dreier-Vergleich mit Kroatien und Ungarn ein Sieg mit mindestens drei Toren notwendig gewesen, um die Hauptrunde zu erreichen. In die zweite Turnierphase geht Deutschland zwar ohne Punktguthaben, aber mit sehr viel frischem Mut - Ungarn nimmt vier, der Olympiadritte Spanien zwei Punkte mit. Hauptrundengegner sind am Sonntag, Dienstag und Donnerstag nun der Russland, der Olympiazweite Montenegro und Rumänien.

Jensen begann unter den Augen des deutschen Botschafters Heinz Wilhelm mit Torfrau Katja Schülke sowie Marlene Zapf (RA), Anne Hubinger (RR), Kerstin Wohlbold (RM), Laura Steinbach (RL), Natalie Augsburg (LA) und Anja Althaus (Kreis). In der Abwehr lösten Nadja Nadgornaja und Anne Müller wieder Steinbach und Hubinger ab.

Die Anfangsphase: geprägt von großer Nervosität auf beiden Seiten. Erst nach 13:02 Minuten erzielte Kerstin Wohlbold in Überzahl zum 3:2 das erste Feldtor der Partie. Bis zur 18. Minute verhinderte Schülke im Verbund mit der Abwehr den ersten Gegentreffer aus dem Feld (4:4/Lovric).

Eine neunminütige deutsche Torflaute beendete Saskia Lang zum 5:6 (25.). Die Rechtshand hatte kurz zuvor Hubingers Angriffspart übernommen und eröffnete einen 4:1-Lauf. An diesem hatte auch Nadja Nadgornaja mit drei Treffern in Serie ihren Anteil. Das Problem: Kroatien ließ sich bis dahin nicht abschütteln.

Noch in Unterzahl eröffnete Saskia Lang die zweite Halbzeit zum 9:7 - aber auch das wirkte noch nicht befreiend. Kroatien konterte mit drei Toren in Folge. Erst in der 51. Minute hatten Natalie Augsburg und Anja Althaus wieder einen Vorsprung herausgeworfen - 15:12.

Kroatien kam jedoch wieder auf 16:17 ran. Eine erneute Schülke-Parade brachte die deutsche Mannschaft in Ballbesitz, 45 Sekunden vor dem Abpfiff nahm Jensen seine zweite Auszeit. Nach einem Steinbach-Fehlwurf lief Aneta Peraica mutterseelenallein einen Gegenstoß - Katja Schülke hielt ihren 16. Ball und bescherte ihrem Team die Hauptrunde.

 

Deutschland - Kroatien 17:16 (8:7)

Deutschland: Schülke, Woltering; Zapf (2/2), Lang (3), Augsburg (4), A. Müller, Naidzinavicius, Loerper, Hubinger (1), Beier, Steinbach, Althaus (2), Nadgornaja (3), Geschke, Wohlbold (2), Lütz
Kroatien: Zderic, Jelcic; Nemaskalo, Koznjak, Petkovic (1), Gace (1), Zderic, Elez (2), Jezic (1), Lovric (1), Zebic (5/3), Milanovic Litre, Peraica, Dzono, Covic (3), Frankovic, Basic (2)
Schiedsrichter: Gousko/Repkin (Weißrussland). - Zuschauer: 2100. - Siebenmeter: 3/2:3/3 (Zapf an die Latte). - Zeitstrafen: 8:4 Minuten (Nadgornaja/zwei, Müller, Augsburg - Petkovic, Jezic). - Spielfilm: 1:0 (1.), 2:1 (9.), 4:3 (16.), 4:6 (20.), 7:6 (27.), 8:7 - 9:7 (32.), 9:10 (36.), 12:11 (40.), 15:12 (51.), 16:15 (55.), 17:15 (56.), 17:16 (57.).

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