24:16 gegen die Ukraine / Gute Ausgangsposition nach erster Halbzeit der WM-Play-offs
24:16 gegen die Ukraine / Gute Ausgangsposition nach erster Halbzeit der WM-Play-offs
Das Gros der 2613 Zuschauer in der neuen Oldenburger EWE Arena erhob sich kurz vor Schluss begeistert von den Sitzen: Mit 24:16 (13:7) hat sich die Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes am Sonntag im Hinspiel der WM-Play-offs gegen die Ukraine durchgesetzt. Das Rückspiel findet am kommenden Sonntag um 19 Uhr Ortszeit im Sportpalast Kiew statt. Der Gesamtsieger dieser beiden Partien sichert sich die Teilnahme an der Weltmeisterschaft (7. bis 22. Dezember in Serbien).
„Wir sind noch weit weg von fertig”, sagte Bundestrainer Heine Jensen. „Wir freuen uns über den Vorsprung, aber in Kiew wartet noch eine schwierige Aufgabe auf uns. Davor haben wir großen Respekt. Wir wollen auch auswärts gewinnen - das ist der Auftrag, den wir haben.” Und so ohne Zweifel ans Ticket für die WM kommen.
Jensen begann das Spiel mit Torfrau Clara Woltering sowie Natalie Augsburg (LA), Nadja Nadgornaja (RL), Kerstin Wohlbold (RM), Susann Müller (RR), Marlene Zapf (RA) und Anja Althaus (Kreis). Müllers Abwehrpart übernahm Christine Beier. Die Ukraine musste indes auf Stammkräfte wie die verletzten Anastasia Pidpalova und Olgy Vashchuk verzichten.
Nach ausgeglichenem Auftakt löste sich die deutsche Mannschaft erstmals mit einem 4:0-Lauf zum 6:2. Technische Fehler luden den Gegner jedoch wiederholt zum Gegenstoß ein. Mit Wolterings Paraden und Tempo aus der eigenen Abwehr setzten sich die in Kiew geborene Nadja Nadgornaja und ihr Team zum Ende der ersten Halbzeit jedoch ab. Sehr sehenswert war unter anderem das 11:7 - erzielt von Anja Althaus, vorbereitet von Laura Steinbach.
Zum Auftakt der zweiten Halbzeit parierte Clara Woltering gleich einen Siebenmeter von Linksaußen Viktoriya Borshchenko, bis zur 42. Minute wuchs der Vorsprung auf 20:9. Da zwischen der 47. und 57. Minute der Angriff stockte, schmolz das Polster kurz vor Schluss auf sechs Tore (22:16) - Laura Steinbach und Angie Geschke steuerten da jedoch in der letzten Minute erfolgreich gegen.
Nach dem ersten Vergleich in Oldenburg hat die deutsche Mannschaft anderthalb freie Tage vor sich. Am Dienstagmittag beginnt dann in Leverkusen die Vorbereitung auf das Rückspiel. Mit dem Flug LH 3004 startet die deutsche Delegation am Samstag um 10.05 Uhr in Düsseldorf und wird planmäßig um 13.35 Uhr in Kiew landen. Untergebracht ist die Mannschaft dort im Hotel Mir.
Deutschland - Ukraine 24:16 (13:7)
Deutschland: Krause, Woltering; Zapf (3/1), Klein, Lang, Augsburg (3), A. Müller (1), Naidzinavicius, Hubinger (1), Beier (3), Steinbach (2), Althaus (3), Nadgornaja (6/1), Geschke (2), Wohlbold
Ukraine: Parkhomenko, Krebs, Matviienko; Laiuk (1), Andriichuk (1), Shutska, Managarova (6), Borshchenko (3/2), Tsybulenko, Peredery (1), Bychko, Nikolayenko (2/1), Zoria, Glibko (2), Burlachenko, Stelmakh
Schiedsrichterinnen: Maric/Masic (Serbien). - Zuschauer: 2613. - Siebenmeter: 4/2:4/3 (Zapf vergibt gegen Matviienko, Nadgornaja an den Pfosten - Woltering hält gegen Borshchenko). - Zeitstrafen: 4:4 Minuten (Nadgornaja, Augsburg - Burlachenko, Glybko). - Spielfilm: 2:2 (5.), 6:2 (10.), 7:5 (16.), 10:5 (22.), 13:7 (28.) - 16:7 (35.), 18:8 (40.), 20:9 (42.), 21:12 (49.), 22:16 (59.), 24:16.