25:23 gegen Rumänien / Ungeschlagen durch die EURO-Hauptrunde / Hoffen auf Ungarn
25:23 gegen Rumänien / Ungeschlagen durch die EURO-Hauptrunde / Hoffen auf Ungarn
Die deutschen Handballerinnen haben die Hauptrunde der EURO 2012 ungeschlagen beendet. Am Donnerstagabend schlug das Team von Bundestrainer Heine Jensen auch Rumänien mit 25:23 (16:9). Zuvor hatte der Olympiazweite Montengro mit einem 27:23 gegen den Olympiadritten Spanien den Weg für die deutsche Mannschaft bereitet. Ob das DHB-Team auf Rang drei der Gruppe II bleibt, hängt vom Ausgang der letzten Partie zwischen Ungarn und Russland ab: Russland darf mit maximal fünf Toren Unterschied gewinnen - für Halbfinalist Ungarn hat das Spiel allerdings nur noch statistischen Wert.
„Ich bin natürlich zufrieden. Das Spiel zu gewinnen, war unser Ziel”, sagte Jensen. „Wir haben versucht, das mit mehr als einem Tor zu schaffen. Es ist schade, dass uns das nicht etwas deutlicher gelungen ist - die Chance hatten wir. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie wir die drei Spiele der Hauptrunde gestaltet haben.”
„Ich muss meiner Mannschaft gratulieren”, sagte Clara Woltering, Kapitänin und Torfrau der deutschen Nationalmannschaft. „Wir sind gut ins Turnier gekommen, und ich hoffe, wir erreichen noch das Spiel um Platz fünf. In der zweiten Halbzeit haben wir etwas die Konzentration verloren.”
Jensen begann mit Torfrau Clara Woltering sowie Natalie Augsburg (LA), Laura Steinbach (RL), Kerstin Wohlbold (RM), Anne Hubinger (RR), Marlene Zapf (RA) und Anja Althaus (Kreis). Die Abwehraufgaben von Steinbach und Hubinger übernahmen zunächst wieder Anne Müller und Nadja Nadgornaja.
Mit der überragenden Clara Woltering (Quote in der ersten Halbzeit 50 Prozent), der starken Abwehr (Müller und Augsburg auf den Halbpositionen) und konsequenten Angriffen distanzierte die deutsche Mannschaft den EM-Dritten von 2010. Kerstin Wohlbold führte druckvoll Regie. Und Tore in Unterzahl (unter anderem Laura Steinbach zum 11:5 und 14:8) trafen Rumänien.
Bereits in 21. Minuten musste Anja Althaus zum zweiten Mal mit einer Zeitstrafe auf die Bank. Kim Naidzinavicius übernahm dafür Steinbachs Defensivpart.
Nach dem Seitenwechsel startete die deutsche Mannschaft mit Treffern von Steinbach und Hubinger zum 18:10 - doch mit einer 4:0-Serie meldete sich Rumänien zurück. Nach einem Foul an Nadja Nadgornaja sah Adriana Tacalie die rote Karte. Bei Anna Loerpers 24:18 (54.) zeichnete sich ein deutlicher Erfolg ab, aber Rumänien nutzte die sinkende Trefferquote im deutschen Angriff. Sekunden vor dem Abpfiff verkürzte Adriana Nechita noch auf 23:25.
Deutschland - Rumänien 25:23 (16:9)
Deutschland: Schülke, Woltering; Zapf (3/2), Lang, Augsburg (1), A. Müller (3), Naidzinavicius, Loerper (1), Hubinger (3), Beier, Steinbach (8), Althaus, Nadgornaja (2), Geschke (1), Wohlbold (3), Lütz
Rumänien: Smedescu, Tolnai, Ungureanu; Tacalie, Pintea (1), Nechita (7), Neagu (1), Bradeanu (1), Stanca (1), Manea, Meirosu, Curea (1), Dinca, Vadineanu (7/4), Geiger (4), Paraschiv
Schiedsrichter: Opava/Valek (Tschechien). - Zuschauer: 600. - Siebenmeter: 3/2:5/4 (Zapf scheitert an Tolnai - Bradeanu übers Tor). - Zeitstrafen: 6:4 Minuten (Althaus/zwei, Nadgornaja - Pintea, Vadineanu). - Rote Karte: Tacalie (grobes Foulspiel/40.). - Spielfilm: 2:0 (2.), 5:2 (12.), 11:5 (22.), 16:8 (29.), 16:9 - 17:19 (32.), 18:14 (40.), 21:15 (44.), 24:18 (54.), 24:21 (57.), 25:23.
Mehr zur EURO www.ehf-euro.com/Women-s-EHF-EURO-2012.2813.0.html