DHB-Frauen lösen EM-Ticket mit Sieg in Skopje
DHB-Frauen lösen EM-Ticket mit Sieg in Skopje
EM, wir kommen: Die DHB-Frauen haben dank eines hart umkämpften 23:21 (9:11)-Sieges in Skopje gegen Mazedonien am Mittwochabend das Ticket zur Europameisterschaft 2014 in Kroatien und Ungarn gelöst. Mit nun 6 Punkten nach drei Spielen kann die DHB-Auswahl nicht mehr vom zweiten Platz in Qualifikationsgruppe 7 verdrängt werden. In dieser Gruppe hatte sich Russland schon für die EM qualifiziert. Mit einem Sieg im Rückspiel gegen Mazedonien am Samstag (12.30 Uhr) in Magdeburg würde sich die Mannschaft von Bundestrainer Heine Jensen den Sieg in Gruppe 7 sichern, der bei der EM-Auslosung am 19. Juni in Zagreb für eine bessere Ausgangslage sorgen könnte.
„Auswärtssieg, Auswärtssieg“ skandierten die deutschen Spielerinnen, als sie das harte Stück Arbeit bewältigt hatten. „Das war nichts anderes als ein Arbeitssieg“, meinte der angesichts der tropischen Temperaturen durchgeschwitzte Bundestrainer Heine Jensen, und ergänzte: „Jetzt freuen wir uns erstmal über die EM-Qualifikation und dann auf Magdeburg, wo wir zeigen werden, dass wir besser spielen können, als wir es in Skopje gezeigt haben.“ Plakativ fasste Co-Trainer Maik Nowak die Partie zusammen: „Das war eine Zangengeburt, aber das Kind lebt.“
Jensens Mannschaft hatte vor nur rund 500 Zuschauern in der Kale-Arena den Start völlig verschlafen, lag 0:5 hinten (13.), ehe Susann Müller der erste deutsche Treffer gelang. Und es wurde noch schlimmer beim 1:7. Doch die DHB-Auswahl zeigte trotz einer sehr hohen Fehlerquote im Angriff Charakter, verkürzte durch drei Treffer in Folge zum Pausenstand von 9:11, legte zweimal nach und beim 11:11 war die Partie erstmals ausgeglichen. Doch es dauerte bis zur 46. Minute, als Marlene Zapf mit ihrem dritten Treffer beim 16:15 für die erste deutsche Führung sorgte, die die DHB-Auswahl dann auch nicht mehr abgab.
Grundlage des am Ende verdienten Sieges war die Leistung von Torfrau Clara Woltering, die 19 mazedonische Würfe abwehrte. Beim 22:18 war die Partie entschieden, am Ende jubelten die DHB-Frauen über Sieg und EM-Qualifikation. „Wir haben bewiesen, dass wir ein Team sind, auch wenn der Start natürlich völlig in die Hose ging und wir enorme Probleme hatten“, sagte Susann Müller, mit sechs Treffern beste deutsche Torschützin, „entscheidend war, dass wir nach der Pause aus dem Rückraum getroffen hatten. Man hat aber gemerkt, dass uns eine lange Saison in den Beinen steckte.“ Und die soll am Samstag mit einem weiteren Erfolg gegen Mazedonien abgeschlossen werden.
Somit ist die DHB-Auswahl zum elften Mal in Folge - und damit seit Einführung der Frauen-Europameisterschaften 1994 bei jedem Turnier dabei gewesen.
Mazedonien - Deutschland 21:23 (11:9)
Mazedonien: Zafirova (19 Paraden), Petkovska; Mecevska (4), Sazdovski, Grozdanoska, Gjorgejeviki, Dushica Gjorgjievska (1), Despodovska (8/3), Elena Gjorgjievska (3), Nikolovska, Petkovska, Jovanovska, Ristovska, Livrinik, Sazdovska, Ilkova (4), Mitrova (1)
Deutschland: Krause (bei einem Siebenmeter), Woltering (19 Paraden); Zapf (3), Lang, Augsburg (2), Anne Müller, Loerper (2), Minevskaja (4), Naidzinavicius (2), Steinbach (2), Beier, Althaus, Susann Müller (6), Huber (2/2), Geschke, Schulze
Schiedsrichter: Leszczynski/Piechota (Polen). - Zuschauer: 500. - Zeitstrafen: 6:2 Minuten (Ilkova/zwei, Sazdovski - Naidzinavicius). - Siebenmeter: 4/2:3/2 (Despodovska scheitert je einmal an Woltering und Krause - S. Müller verwirft). - Spielfilm: 4:0 (10.), 5:1 (15.), 7:1 (18.), 8:5 (22.), 11:7 (29.), 11:9 - 11:11 (32.), 15:13 (39.), 15:15 (44.), 15:16 (46.), 16:19 (50.), 18:22 (56.), 21:23.