Jensen vor dem Rückspiel in Kiew: „Wir müssen hellwach sein”
Jensen vor dem Rückspiel in Kiew: „Wir müssen hellwach sein”
Die Ausgangslage sorgt zwar nicht für akutes Herzrasen, aber die Sicherheit ist mehr als trügerisch: Mit 24:16 (13:7) hat die Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes am vergangenen Wochenende gegen die Ukraine das Hinspiel der WM-Play-offs gewonnen - die Entscheidung über die Teilnahme an der Weltmeisterschaft fällt aber erst an diesem Sonntag im Sportpalast Kiew (Anwurf um 19 Uhr Ortszeit). „Wir müssen das Rückspiel in den Griff bekommen, denn wir wollen auch in Kiew gewinnen”, sagt Jensen. „Es ist wichtig, mit größtem Respekt an die Aufgabe zu gehen, denn die Ukraine wird alles versuchen, um die WM-Qualifikation zu erreichen. Da müssen wir gegenhalten.” Nur der Gesamtsieger beider Partien qualifiziert sich für die Weltmeisterschaft in Serbien (7. bis 22. Dezember).
Gefahr droht, wenn schwache Phasen zu lange dauern - die Folgen eines zehnminütigen Einbruchs erlebte die Mannschaft in Oldenburg, als die Gäste von 20:9 auf 22:16 herankamen. Ein vergegener Siebenmeter und vier weitere ausgelassene Chancen hätten das DHB-Team fast in die Bredouille gebracht. Jensen fordert deshalb: „Da müssen wir konzentrierter sein und mit höherer Qualität in den Abschluss gehen.” Weiterer Schlüssel für einen Erfolg im Rückspiel: eine erneut stabile Abwehr, um den Torfrauen Clara Woltering und Jana Krause möglichst gute Bedingungen zu verschaffen.
Im Vergleich zur Vorwoche gibt es lediglich eine Änderung im Aufgebot: Linkshänderin Susann Müller sagte wegen Knieproblemen ihre Teilnahme am Lehrgang in Leverkusen ab. Dafür rückte die 20-jährige Rechtshänderin Shenia Minevskaja nach.
Die deutsche Delegation fliegt am morgigen Samstag um 10.05 Uhr von Düsseldorf nach Kiew und wird dort planmäßig um 13.35 Uhr eintreffen. Untergebracht ist das Team im Hotel „Mir”. Am Abend ist eine Trainingseinheit im Sportpalast Kiew geplant.
Die Zeitverschiebung beträgt eine Stunde. Die Partie beginnt also um 18 Uhr deutscher Zeit. Ein Livestream soll über die Website des ukrainischen Verbandes www.handball.net.ua zugänglich sein. Zwischenstände gibt es zudem über den offiziellen Twitter-Kanal @DHB_Teams unter dem Hashtag #wmplayoff. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich - es reicht das Aufrufen der Seite www.twitter.com/DHB_Teams
Der Stand in den WM-Play-offs:
Türkei - Dänemark 24:42 (13:18), Rückspiel 8. Juni
Island - Tschechien 17:29 (6:15), Rückspiel 8. Juni
Mazedonien - Spanien 21:27 (11:14), Rückspiel 7. Juni
Niederlande - Russland 26:27 (16:10), Rückspiel 9. Juni
Slowakei - Rumänien 21:23 (11:12), Rückspiel 8. Juni
Deutschland - Ukraine 24:16 (13:7), Rückspiel 9. Juni
Schweden - Polen 23:26 (13:16), Rückspiel 8. Juni
Frankreich - Kroatien 18:18 (5:10), Rückspiel 9. Juni