Jensen vor den WM-Play-offs: „Brauchen eine Top-Leistung gegen die Ukraine”
Jensen vor den WM-Play-offs: „Brauchen eine Top-Leistung gegen die Ukraine”
Nur noch etwas mehr als 48 Stunden... In der neuen EWE Arena in Oldenburg trifft die Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes an diesem Sonntag auf die Ukraine. Ab 15 Uhr steht im ersten Play-off die Teilnahme an der nächsten Weltmeisterschaft auf dem Spiel. Nur der Sieger aus Hin- und Rückspiel (findet am kommenden Sonntag in Kiew statt) darf zur WM 2013 und damit vom 7. bis maximal 22. Dezember wieder nach Serbien reisen. „Das ist unser Ziel, und dafür haben wir in den vergangenen Tagen gut gearbeitet”, sagt Bundestrainer Heine Jensen. Seit einer Woche hat der Däne sein Team beisammen - in der Startphase des Lehrgangs gab es am vergangenen Sonntag in Berlin noch eine 25:28-Niederlage gegen Polen. Schritt für Schritt haben sich Kapitänin Isabell Klein und ihr Team seitdem die Play-off-Form aufgebaut.
Bereits am Mittwochabend traf die Mannschaft in Oldenburg ein. Die vor Wochenfrist erkrankte Torfrau Clara Woltering ist ebenso wie Spielmacherin Kerstin Wohlbold wieder im Training. „Die verbleibenden zwei Trainingseinheiten müssen wir sehr gut nutzen”, fordert Jensen. „Es muss allen klar sein, dass uns gegen die Ukraine keine leichte Aufgabe, sondern eine riesige Herausforderung erwartet. Wir müssen über zwei Spiele zeigen, dass wir die Mannschaft sind, die unbedingt wieder nach Serbien will.”
Dort nahmen sowohl das DHB-Team als auch die Ukraine im vergangenen Dezember an der EURO teil: Deutschland erreichte mit starker Hauptrunde Platz sieben, die Ukraine scheiterte in der ersten Turnierphase - das allerdings mit nur knappen Niederlagen gegen die späteren Halbfinalisten Serbien (23:25) und Norwegen (17:18).
Noch offen ist die genaue Formation, die der erfahrene ukrainische Trainer Leonid Ratner (75) für die WM-Play-offs aufbieten wird, doch Jensen weiß um die grundsätzlichen Qualitäten des Gegners: „Die Spielerinnen sind alle technisch sehr gut ausgebildet und konsequent.” Rechtsaußen Iuliia Managarova oder die Halblinke Anastasiya Pidpalova sind nur zwei Beispiele für herausragende individuelle Stärke. Jensen: „Es ist wichtig, dass wir den Takt vorgeben und das Spiel in unsere Richtung lenken. Das erfordert von uns eine Top-Leistung.”
Deutschland und die Ukraine standen sich bisher in 16 Spielen gegenüber. Dabei gab es zehn Siege und sechs Niederlagen mit insgesamt 399:363 Toren. Der letzte Erfolg liegt ein paar Jahre zurück, war aber ein richtungweisendes Ereignis - am 2. Dezember 2007 gewann die damalige DHB-Auswahl mit Torfrau Clara Woltering und Kreisläuferin Anne Müller in Nantes mit 26:21 gegen die Ukraine und legte den ersten Schritt auf dem Weg zu WM-Bronze zurück. Zuletzt standen sich beide Mannschaften am 10. Dezember 2010 in Larvik gegenüber. Damals gab es eine 23:33-Niederlage, die mit dem vorzeitigen EURO-Aus verbunden war.
Nach dem Hinspiel der WM-Play-offs trennen sich die Wege für anderthalb Tage. Am Dienstag kommt das Team in Leverkusen erneut zusammen. Von Düsseldorf fliegt die deutsche Delegation am Samstag nach Kiew. Dort beginnt am Sonntag, 9. Juni, um 19 Uhr Ortszeit im Sportpalast das Rückspiel.
Die WM-Play-offs im Überblick
02.06. / 08.06.: Türkei - Dänemark
02.06. / 08.06.: Island - Tschechien
01.06. / 07.06.: Mazedonien - Spanien
02.06. / 09.06.: Niederlande - Russland
01.06. / 08.06.: Slowakei - Rumänien
02.06. / 09.06.: Deutschland - Ukraine
02.06. / 08.06.: Schweden - Polen
01.06. / 09.06.: Frankreich - Kroatien