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Nur 45 Minuten gut gespielt: Deutschland verliert EURO-Auftakt gegen Spanien

04.12.2012
04.12.2012 · Home, Nationalteams, Frauen Nationalteam · Von: tok

Nur 45 Minuten gut gespielt: Deutschland verliert EURO-Auftakt gegen Spanien

Der EURO-Auftakt im Sportski i poslovni centar Vojvodina ist für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft misslungen: Am Dienstag unterlag das Team dem Olympiadritten Spanien mit 20:23 (12:13). „Ich bin etwas enttäuscht, wie wir die letzten 15 Minuten gespielt haben”, sagte Jensen. „Wir haben da den Mut verloren und zu quer gespielt.” In den weiteren Partien treffen Kapitänin Clara Woltering und ihr Team auf Ungarn (Mittwoch) und Kroatien (Freitag). Beide Spiele beginnen um 20.15 Uhr und werden von Sport1 live übertragen. Die ersten drei Teams erreichen die Hauptrunde.

Jensen stellte folgende Startformation: Torfrau Clara Woltering sowie Angie Geschke (LA), Laura Steinbach (RL), Kerstin Wohlbold (RM), Anne Hubinger (RR), Friederike Lütz (RA) und Anja Althaus (Kreis). In der Abwehr wechselte Jensen doppelt: Nadja Nadgornaja und Anne Müller kamen für Hubinger und Steinbach. Spanien entschied sich in der Defensive für gezielte Störmanöver durch die extrem offensiv agierende Elisabeth Pinedo.

In den ersten Minuten setzte das DHB-Team gute Akzente, traf mit Steinbach und der 19-jährigen Hubinger aus dem linken und rechten Rückraum. Den 2:4-Rückstand egalisierten im Zuge einer optimalen Überzahl Steinbach und Geschke - ebenso schlecht war indes ein spanischer Doppelschlag zum 7:8 trotz eigener Überzahl.

Die eingebürgerte Portugiesin Alexandrina Cabral Barbosa war früh mit zwei Zeitstrafen belastet, zudem schied Marta Mangue Gonzales in der 25. Minute mit verletzter rechter Hand zwischenzeitlich aus - doch daraus schlug Spanien mit einem 3:0-Lauf zum 11:13 Kapital. Nur gut, dass Rechtsaußen Marlene Zapf 20 Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit auf 12:13 verkürzte.

In der zweiten Halbzeit setzte Jensen wieder auf einen Doppel-Wechsel, brachte aber am Kreis nun zunächst Anne Müller für Anja Althaus. Die deutsche Mannschaft drängte, aber Fortune und Konsequenz fehlten, um das Momentum auf die eigene Seite zu zwingen. Dass Marlene Zapf zum 18:16 traf, war in der 48. Minute ein ebenso trügerisches wie kurzzeitiges Glück. Blitzschnell konterte Spanien, beim 18:19 (48.) stand das Spiel vier Minuten lang auf der Kippe - und Spanien legte nach. Zwischen der 44. und 57. Minute gelang der deutschen Mannschaft kein Tor. Spanien brachte den Vorsprung sicher ins Ziel.

 

Deutschland - Spanien 20:23 (12:13)

Deutschland: Schülke, Woltering; Zapf (2), Lang, Augsburg (2), A. Müller (2), Naidzinavicius, Loerper, Hubinger (2), Steinbach (6), Althaus, Nadgornaja (3/3), Geschke (1), Wohlbold (2), Lütz
Spanien: Gonzales Ramos, Navarro Giminez; Martin Berenguer (7/5), Fernandez Ibanez, Cuadrado Dehesa, Mangue Gonzales (2), Aguilar Diaz (3), Benzal Andaloussi, Alonso Bernardo (1), Chavez Hernandez, Pinedo Saenz (2), Fernandez Molinos (3), Amoros Quiles, Pena Abaurrea (2/1), Elorza Eguiara, Cabral Barbosa (3)
Schiedsrichterinnen: Lythje/Christiansen (Dänemark). - Zuschauer: 800. - Siebenmeter: 5/3:8/6 (Nadgornaja und Zapf scheitern an Gonzales Ramos - Alonso Bernardo im Nachwurf gegen Schülke, Cabral Barbosa an den Pfosten). - Zeitstrafen: 10:6 Minuten (Wohlbold, Althaus/je zwei, Nadgornaja - Cabral Barbosa/zwei, Fernandez Molinos). - Spielfilm: 2:1 (5.), 2:4 (8.), 4:4 (11.), 7:6 (16.), 7:8 (17.), 10:10 (24.), 11:13 (29.) - 14:13 (34.), 14:15 (36.), 18:16 (44.), 18:21 (56.), 20:23.