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„Ich habe viele Erkenntnisse gewonnen”

09.03.2013
09.03.2013 · Home, Nationalteams, Männer Nationalteam · Von: tok

„Ich habe viele Erkenntnisse gewonnen”

Fazit und Ausblick nach dem ersten Test gegen die Schweiz (36:22) am Samstag in Wetzlar und vor dem erneuten Aufeinandertreffen am Sonntag in der Koblenzer Conlog-Arena (Anwurf um 15 Uhr) - Bundestrainer Martin Heuberger über...

...den Auftakt des Spiels:
„Die Grundlage für den Erfolg habe ich in der ersten Viertelstunde gesehen, als wir eine richtig gute 6:0-Abwehr gespielt haben und Silvio Heinevetter einige wichtige Bälle gehalten hat. Dadurch haben wir Sicherheit bekommen. Aus der stabilen Abwehr haben wir sehr viel Tempo gemacht - in der Bewegung nach vorn haben wir viele gute Aktionen gehabt, aber auch noch drei-, viermal den Ball unnötig verloren. Da ist die Mannschaft vielleicht noch zu jung, zu euphorisch und will zu viel. Deshalb darf sie auch mal solche Fehler machen, wenn sie daraus lernt.”

...die zweite Halbzeit:
„Da haben wir ein wenig die Konzentration verloren, aber das ist angesichts des hohen Vorsprungs auch ein Stück weit verständlich. Ich habe auch sehr viel gewechselt, denn dafür haben wir so ein Freundschaftsspiel. Und bei so einer jungen Garde ist es wichtig, dass sich jeder zeigen kann, damit ich eine Einschätzung bekomme, wie die Jungs in einem Länderspiel agieren. Ich habe da viele Erkenntnisse gewonnen.”

...den Wert des Tests mit Blick auf die EURO-Quali gegen Tschechien (4. April in Brünn, 7. April in HalleWestfalen):
„Ich hätte gern die beiden Schweiz-Spiele und die Trainingswoche intensiver mit dem vermeintlich stärksten Kader genutzt. Gegen Tschechien erwarten uns zwei hammerharte Aufgaben in der EURO-Qualifikation. Leider haben wir im November das erste Spiel gegen Montenegro verloren und hinken hinterher.”

...das Potenzial des aktuellen Kaders:
„Dieses Team hat zwar eine richtig gute Perspektive, aber die Aufgaben gegen Tschechien kämen für einige noch zu früh. Ich habe viele Perspektivspieler gesehen, die wir in naher Zukunft wieder in der Mannschaft erleben werden. Man spürt, die Jungen drängen nach. Sie haben den Ehrgeiz, sie wollen in diese Mannschaft. Mich stimmt positiv, dass wir in der Breite immer besser aufgestellt sind. Unsere schwierige Aufgabe ist es nun, diese Jungs an die Spitze zu führen.”

...Steffen Fäth:
„Schade, dass Steffen heute in seinem Heimspiel nicht zum Einsatz kommen konnte. Er hat es bei der Erwärmung versucht, aber beim Training am Freitag hatte er sich verletzt, als er bei einem Schlagwurf an seinem Gegner hängengeblieben war. Gebrochen ist nichts, wie sich am gestrigen Abend noch beim Röntgen herausgestellt hat. Jetzt arbeitet die medizinische Abteilung mit den Physiotherapeuten Reinhold Roth und Dennis Finke mit Hochdruck an Steffens Hand - ich hoffe, dass wir ihn am Sonntag in Koblenz bringen können.”

...Debütant Christian Dissinger:
„Er hat sich wie die anderen jungen Spieler nahtlos in die Mannschaft eingefügt. Da war ich mit allen zufrieden. Dass Christian Potenzial hat, wissen wir. Aber bei ihm sehe ich das Problem der Athletik - er muss stabiler werden und sein verletztes Knie in den Griff bekommen, sodass er nicht mehr nach Spielen pausieren muss. Da müssen wir in den nächsten Wochen mit Hochdruck ran. Christian muss hart an sich arbeiten, und dann bin ich davon überzeugt, dass er für uns eine Alternative im Rückraum sein kann.”

...Felix Danner:
„Felix war die ganze Woche wegen einer Schulterverletzung gehandicapt. Er hat am Freitag erstmals mit der Mannschaft trainiert. Ich hätte mir gewünscht, dass er so die ganze Woche hätte dabei sein können. Felix ist eine gute Alternative in der 6:0-Abwehr - im Verbund mit Patrick Wiencek war das schon ganz gut.”

...den Besuch der Rhein-Neckar-Löwen Oliver Roggisch, Patrick Groetzki und Uwe Gensheimer:
„Das spricht für den Mannschaftsgeist. Alle kommen gern zu dieser Mannschaft. Auch Sven-Sören Christophersen war in den vergangenen Tagen bei uns, um sich behandeln zu lassen und Teile des Krafttrainings mitzumachen. Dass die Jungs gern kommen, ist eine Basis, um erfolgreich zu sein.”