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„So muss es weitergehen“ - Stimmen zum Sieg gegen Brasilien

06.11.2015
06.11.2015 · Slider, Home, Nationalteams, Männer Nationalteam · Von: OTI/BP

„So muss es weitergehen“ - Stimmen zum Sieg gegen Brasilien

Zufriedenheit im deutschen Lager, auch wenn Bundestrainer Dagur Sigurdsson nach dem 29:20-Erfolg gegen Brasilien zum Auftakt des Supercups noch einige Schwachstellen ausmachte – die Stimmen zum Spiel.

Dagur Sigurdsson, Bundestrainer: Generell bin ich mit unserer Leistung zufrieden, vor allem die Abwehr war mit Ausnahme der letzten zehn Minuten sehr stabil. Allerdings haben wir uns zu viele technische Fehler geleistet, die von anderen Gegnern bestraft werden würden.

Wir hatten alle Spieler auf dem Feld, und wir sind froh, dass wir unseren Debütanten die Chance auf ihren Einsatz geben konnten, als wir klar führten. Sie haben es sichtlich genossen.

Torwart Carsten Lichtlein war eine wichtige Stütze und hat der Mannschaft die nötige Ruhe gegeben.

So muss es weitergehen, wir werden auch gegen Serbien und Slowenien auf Sieg spielen, auch wenn diese Mannschaften von einem anderen Kaliber sind.

Jordi Ribera, Trainer Brasilien: Die deutsche Mannschaft hat vor allem nach der Pause sehr gut gespielt. Mit unserer ersten Hälfte bin ich zufrieden, mit der zweiten nicht mehr - das war deutlich schlechter als zum Beispiel bei unserem Turniersieg in Polen im Mai oder bei den PanAm-Games. Vor der Pause stand unsere Abwehr gut, danach haben wir überhaupt nicht mehr an die Defensive gedacht, sondern nur an den Angriff. Und der hatte aber keine Chance mehr gegen die starke deutsche Defensive. Insgesamt ist dieses Turnier sehr wichtig für unsere Olympia-Vorbereitung, deswegen sind wir dem DHB für die Einladung dankbar.

Uwe Gensheimer (Kapitän): Wir haben etwas gebraucht, bis wir ins Spiel gekommen sind. Die Abwehr stand von Beginn an gut. Vorne haben wir zunächst zu viele Bälle liegen lassen. Solche Spiele sind ja auch dazu da, um zu probieren. Alles in allem können wir zufrieden sein.

Rune Dahmke (vom THW Kiel und mit Debüt im Trikot der deutschen Handball-Nationalmannschaft in Flensburg): So richtig klar wird dir das erst, wenn die Nationalhymne gespielt wird. Später heißt es nur: Den Ball nehmen und los. Und wenn du dann auch noch dein erstes Tor wirfst: Besser kann es nicht laufen.

Carsten Lichtlein (200. Länderspiel und ab der 31. Minute im Tor): Es hat auch seine Vorteile, wenn man nicht von Beginn an zwischen den Pfosten steht. Man hat Zeit den Spielverlauf - und vor allem - den Gegner zu beobachten. Das hilft. Man ist von Anfang an da. Die Kulisse heute in der Flens-Arena war super. Ein tolles Publikum.