31:30 gegen Slowenien und Glandorf-Comeback
31:30 gegen Slowenien und Glandorf-Comeback
Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat am Samstag mit 31:30 (17:14) gegen Slowenien gewonnen. Vor 4573 Zuschauern in der Magdeburger GETEC ARENA waren beim Vergleich des WM-Fünften mit dem WM-Vierten die Außen Kevin Schmidt (6/2), Dominik Klein (6) und Tobias Reichmann (5) die besten Werfer im Team von Bundestrainer Martin Heuberger. Beide Mannschaften werden sich am Sonntag ab 16 Uhr in der ausverkauften Anhalt-Arena in Dessau Roßlau erneut gegenüberstehen. Der MDR überträgt live.
„Das war ein weiterer guter Schritt”, sagte Heuberger mit Blick auf die entscheidenden EURO-Qualifikationsspiele gegen Montenegro (12. Juni in Podgorica) und Israel (15. Juni in Aschaffenburg). „Ich bin froh und dankbar, dass wir zu diesem Zeitpunkt einen Gegner dieser Kategorie bekommen haben. Jedes erfolgreiche Spiel und jeder Sieg sind fürs Selbstbewusstsein gut.”
Nach mehr als einjähriger Absenz kehrte Holger Glandorf in die Nationalmannschaft zurück. Der Linkshänder der SG Flensburg-Handewitt startete mit dem 1:0 nach 52 Sekunden optimal und hatte noch weitere gute Aktionen. Heuberger sagte: „Ich war mit Holger zufrieden. Er hat seine Sache gut gemacht. Aber man hat auch gesehen, dass ein Jahr Pause nicht spurlos an ihm vorübergegangen ist. Holger ist jedoch mit soviel Kreativität und Spielwitz versehen, dass er das gut kompensieren wird.”
In einem bis auf einen Zwischenspurt zu Beginn der zweiten Halbzeit (22:16/36.) sehr engen Spiel probierte Heuberger viel, stellte unter anderem Linkshänder Kai Häfner in die Mitte und verteilte mit Blick auf das Bundesliga-Programm der kommenden Woche Spielzeiten.
Die Partie neigte sich gegen eine bemerkenswert starke slowenische Auswahl erst in der Schlussphase zu Gunsten der deutschen Mannschaft, als Carsten Lichtlein gegen Gasper Marguc einen Siebenmeter hielt, Dominik Klein aus dem linken Rückraum traf, den Ball direkt wieder von den Slowenen erkämpfte und Kai Häfner zum 30:28 in Szene setzte.
Sloweniens Trainer Boris Denic sagte: „Unsere junge Mannschaft hat gezeigt, dass sie auf diesem Niveau spielen kann. Aber fürs Top-Level muss sie noch einige Black-outs vermeiden.”
Horst Bredemeier, DHB-Vizepräsident Leistungssport, ehrte Michael Haaß und Patrick Groetzki vor dem Anpfiff noch nachträglich für Länderspieljubiläen. Haaß kam während der WM zu seinem 100. Einsatz, Groetzki Anfang April gegen Tschechien zu seinem 50. Länderspiel.
Deutschland - Slowenien 31:30 (17:14)
Deutschland: Heinevetter, Lichtlein; Kneer (2), Roggisch, Wiencek, Reichmann (5), Glandorf (2), Theuerkauf (1), Groetzki, Strobel (1), Schmidt (6/2), Haaß (2), Häfner (2), Pfahl (2), Klein (6), Christophersen (2/1)
Slowenien: Skok, Lesjak; Bombac (1), Miklavcic (3), Dobelsek (3), Pucelj (3), Bezjak (3), Dolenec (6), Skube (1), Chete, Bundalo (1), Blagotinsek, Gaber (3), Marguc (5/3), Mackovsek (1), Razgor
Schiedsrichter: Kleven/Ramberg (Norwegen). - Zuschauer: 4573. - Siebenmeter: 5/3:4/3 (Lichtlein hält gegen Marguc - Schmidt und Pfahl scheitern an Skok). - Zeitstrafen: 8:2 Minuten (Roggisch/zwei, Pfahl, Haaß - Gaber). - Spielfilm: 2:0 (2.), 2:3 (4.), 4:6 (8.), 7:6 (11.), 10:11 (20.), 13:11 (25.), 14:13 (27.), 17:14 - 18:14 (31.), 21:15 (34.), 22:21 (41.), 24:22 (42.), 25:25 (46.), 28:28 (51.), 30:28 (54.), 31:29 (57.), 31:30.