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Bundestrainer Martin Heuberger: „Die Spannung steigt”

11.01.2013
11.01.2013 · Home, Nationalteams, Männer Nationalteam · Von: tok

Bundestrainer Martin Heuberger: „Die Spannung steigt”

Erfrischendes Abschlusstraining: Am Freitagmorgen machte sich die deutsche Handball-Nationalmannschaft in Granollers mit der Spielhalle Palau d'Esports vertraut. „Es sind alle fit, nur über die kalte Halle waren einige Spieler erstaunt”, sagte Bundestrainer Martin Heuberger am Mittag beim ersten Medientreff im Teamhotel. „Morgen soll es wärmer werden, und ich hoffe, dass wir ein erfrischendes Spiel liefern werden.” Die Weltmeisterschaft 2013 beginnt für die DHB-Männer am Samstag gegen Brasilien. Die ARD überträgt bereits ab 15.45 Uhr live.

Die letzte Einheit beobachtete am Morgen auch Horst Bredemeier. „Die Spieler haben auf mich einen sehr positiven, aufgeräumten Eindruck gemacht”, sagte der DHB-Vizepräsident Leistungssport. „Die Mannschaft hat sich sicher etwas vorgenommen bei dieser WM und gerade im taktischen Bereich sehr konzentriert gearbeitet. Wir werden uns immer wieder sehr kurzfristig auf neue Gegner und verschiedene Systeme einstellen müssen. Natürlich sind wir alle gespannt. Die Zielsetzung hat sich nicht geändert: Wir wollen die Vorrunde mit möglichst guten Spielen positiv überstehen und mit einer guten Platzierung ins Achtelfinale kommen. Das ist der Plan für die nächsten Tagen. Da hilft uns natürlich ein Sieg gegen Brasilien weiter.”

Heuberger erwartet einen sehr offensiv orientierten Gegner. „Das ist ungewohnt, aber mir ist trotzdem nicht bange”, sagte der 48-Jährige, der im Angriff auf die taktische Vorarbeit der vergangenen Tage vertraut: „Ich hoffe, dass wir das auch unter Wettkampfstress umsetzen. Wichtiger ist mir jedoch eine stabile Abwehr, damit wir über den Gegenstoß leichte Tore erzielen - dann müssen wir uns im Angriff nicht so abmühen.” Eine 6:0-Formation mit Torwart Silvio Heinevetter soll wieder die Basis für das zuletzt verbesserte Tempospiel sein. Heuberger: „Wir sind auch in der Breite gut aufgestellt und können über 60 Minuten richtig Power machen.”

Gefragt nach der Entwicklung seiner Mannschaft hob Heuberger einen weiteren Aspekt hervor: „Die Emotionalität, der Umgang der Jungs miteinander. Man spürt förmlich, dass sie ein großes Ziel vor Augen haben und sich jeder beweisen möchte, dass sie super miteinander umgehen. Egal ob jung oder alt - da ist jeder ins Team integriert. Jeder spricht mit.” Die meiste Freude habe er kurz vor Ende der Halbzeitpause beim letzten WM-Test gegen Rumänien empfunden: Vier Spieler standen auf der Platte, das Spiel war noch nicht angepfiffen, aber die Diskussion über taktische Dinge im vollen Gange. Heuberger: „Da spürt man, wie gewillt die Mannschaft ist, sich zu verbessern.”

Und das Nervenkostüm? „Insgesamt spürt man schon, dass der eine oder andere etwas nervöser ist als sonst. Die Spannung steigt, aber das ist ganz gut so und völlig normal”, sagt Heuberger.