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EURO-Qualifikation: Nach 28:23 gegen Tschechien wieder im Rennen

07.04.2013
07.04.2013 · Home, Nationalteams, Männer Nationalteam · Von: tok

EURO-Qualifikation: Nach 28:23 gegen Tschechien wieder im Rennen

9500 Zuschauer feierten die deutsche Handball-Nationalmannschaft für einen starken Auftritt in HalleWestfalen. Im für schwere Spiele prädestinierten Gerry Weber Stadion meldete sich das Team von Bundestrainer Martin Heuberger am Sonntag mit einem 28:23 (15:12)-Erfolg gegen Tschechien in der EURO-Qualifikation zurück. Der überragende Torwart Silvio Heinevetter und seine Vordermänner gaben eine starke Antwort auf die drei Tage zuvor erlittene 22:24-Niederlage gegen Filip Jicha & Co.

Am Vorabend hatte Montenegro überraschend mit 25:28 in Rishon Lezion gegen Israel verloren. In Gruppe II bleibt Montenegro trotzdem mit 6:2 Punkten auf Platz eins, gefolgt von Deutschland und Tschechien (jeweils 4:4 Punkte). Israel (2:6) liegt auf dem vierten Platz. Die Entscheidung über die Qualifikation fällt erst in zwei Monaten. Das DHB-Team muss am 12. Juni in Podgorica gegen Montenegro antreten. Zum letzten Spiel kommt Israel am 15./16. Juni nach Deutschland. Die ersten beiden Teams sowie der beste Gruppendritte qualifizieren sich für die EURO (12. bis 26. Januar in Dänemark).

„Die Mannschaft hat das als Kollektiv sehr gut gemacht, und die Atmosphäre in Halle war wieder fantastisch”, sagte Heuberger. „Das war ein Spiel, das wir gewinnen mussten. Wir hinken noch immer der Niederlage gegen Montenegro aus dem November hinterher. Mit dem Erfolg gegen Tschechien haben wir unsere Chancen in der EURO-Qualifikation erhalten, aber wir haben jetzt noch zwei schwere Spiele vor der Brust. Die Aufgabe in Montenegro wird hammerhart.”

Heuberger begann das Spiel wie drei Tage zuvor in Brünn mit Torwart Heinevetter sowie Groetzki (RA/50. Länderspiel), Weinhold (RR), Haaß (RM), Christophersen (RL), Klein (LA) und Wiencek (Kreis).

Nach verkorkstem Auftakt - Tschechien sprintete binnen sechs Minuten auf 5:1 davon - fand sich die deutsche Mannschaft: Heinevetter hielt im Verbund mit der Abwehr stark, und über Tempo knackten Klein, Groetzki und Wiencek die tschechische Defensive. Erst kurz vor Ende der ersten Halbzeit setzte sich das DHB-Team ab.

Die ersten Minuten nach dem Seitenwechsel gehörten der deutschen Mannschaft, die mit Toren von Wiencek und Weinhold nachlegte. Beim 20:14 versuchte Gästetrainer Vladmir Haber, mit einer Auszeit einzugreifen. Wenn es einen Kritikpunkt gab, dann war dies der etwas großzügige Umgang mit guten Chancen. So kam Tschechien wieder heran. Strobel zum 22:17 (46.) wehrte den ersten Ansturm ab, und als die Gäste auf 21:24 aufschlossen, entspannten Weinhold per Siebenmeter und Christophersen aus dem linken Rückraum die Situation.

 

Deutschland - Tschechien 28:23 (15:12)

Deutschland: Heinevetter, Lichtlein; Kneer, Wiencek (4), Reichmann (1), Dissinger, Theuerkauf, Groetzki (5), Weinhold (6/2), Strobel (1), Schmidt (2/2), Fäth, Haaß (1), Pfahl (1), Klein (1), Christophersen (6)
Tschechien: Galia, Stochl; Hrstka, Becvar (1), Jurka (1), Kubes, Motl (2), Jicha (8/5), Sulc, Sobol (1), Horak (4), Mraz, Juricek (4), Strzinek (2), Dostalik, Kasal
Schiedsrichter: Leifsson/Palsson (Island). - Zuschauer: 9500. - Siebenmeter: 5/4:5/5 (Schmidt an den Pfosten). - Zeitstrafen: 4:10 Minuten (Haaß, Weinhold - Jicha, Sobol, Juricek, Strzinek, Mraz). - Spielfilm: 0:2 (3.), 1:5 (6.), 3:6 (8.), 7:6 (13.), 7:8 (15.), 9:10 (21.), 12:10 (25.), 15:11 (29.), 15:12 - 17:12 (34.), 19:13 (36.), 21:17 (44.), 24:21 (55.), 26:21 (57.), 28:23.

Die EURO-Qualifikation im Überblick

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