Kontinuität im Aufgebot für die Tschechien-Spiele
Kontinuität im Aufgebot für die Tschechien-Spiele
Mit dem WM-Kader auf dem Weg zur EURO: Bundestrainer Martin Heuberger führt die deutsche Handball-Nationalmannschaft mit unverändertem Aufgebot in die richtungweisenden Qualifikationsspiele gegen Tschechien (4. April, 17 Uhr in Brünn, 7. April, 14.20 Uhr in HalleWestfalen). „Ich vertraue weiter auf die Spieler, die bei der Weltmeisterschaft im Januar dabei waren und vor allem als Mannschaft überzeugt haben”, sagt Heuberger. „Alles andere wäre mit Blick auf Qualität des Gegners und Bedeutung dieser beiden Spiele ein Experiment, das wir uns aufgrund der Kürze der Vorbereitungszeit gar nicht leisten können.”
Heubergers Vertrauen in den WM-Kader ist gleichbedeutend mit der erneuten Nicht-Berücksichtigung der Flensburger Holger Glandorf (wird am Ostersamstag 30) und Lars Kaufmann (31). Beiden Spielern erklärte der Bundestrainer, der am Mittwochabend das Bundesligaspiel der SG Flensburg-Handewitt gegen die Rhein-Neckar Löwen beobachtet hatte, am Donnerstagvormittag vor Ort im persönlichen Gespräch seine Gründe.
„Holger hat wegen seiner langwierigen Verletzung seit einem Jahr nicht mehr in der Nationalmannschaft gestanden, Lars seit vergangenem Juni”, sagt Heuberger. „Mir ist es wichtig, die inzwischen gewachsene, neue Hierachie nicht kurzfristig mit einer Veränderung des Kaders wieder durcheinanderzubringen. Außerdem haben wir für diese Qualifikations-Spiele eine nur sehr kurze Vorbereitungszeit. Deshalb sollen die Spieler die Verantwortung tragen, die dies auch zuletzt in Spanien bei der WM gut gemeistert haben.” Dies legte der 48-Jährige am Donnerstag den Spielern detailliert dar und sagte anschließend: „Die Gespräche mit Holger und Lars waren gut. Beide gehören weiter zum Kader der Nationalmannschaft.”
Das DHB-Team kommt am Ostermontag im SportCentrum Kamen-Kaiserau zusammen - dort bleiben vor der Abreise nach Brünn lediglich drei Trainingseinheiten. „Das ist alles andere als optimal, aber unser Gegner hat da die gleichen Voraussetzungen”, sagt Heuberger.
Von Düsseldorf wird der DHB-Tross am Mittwoch, 3. April, nach Wien fliegen und den restlichen Weg mit dem Bus zurücklegen. Die Rückreise ist für Freitag, 5. April, geplant - dann wird das Team in Hannover landen und in HalleWestfalen das Quartier fürs Rückspiel beziehen.
Nach Niederlagen gegen Montenegro sind sowohl Tschechien (21:22) als auch Deutschland (27:31) in der EURO-Qualifikation unter Zugzwang geraten. Beide Mannschaften haben die Möglichkeiten, sich mit zwei Siegen vorzeitig die Teilnahme an der Europameisterschaft in Dänemark (14. bis 26. Januar 2014) zu sichern. Für den Doppel-Verlierer wäre in diesem Szenario indes das Aus so gut wie besiegelt. Einziger Ausweg: Neben den ersten beiden Mannschaft jeder der sieben Qualifikationsgruppen erhält auch noch der beste Gruppendritte ein EURO-Ticket.
Die aktuelle Situation in Gruppe 2: 1. Montenegro 4:0 Punkte, 2. Tschechien 2:2, 3. Deutschland 2:2, 4. Israel 0:4
Das Aufgebot der deutschen Handball-Nationalmannschaft:
Tor: Silvio Heinevetter (Füchse Berlin), Carsten Lichtlein (TBV Lemgo)
Feld: Stefan Kneer (SC Magdeburg), Oliver Roggisch (Rhein-Neckar Löwen), Patrick Wiencek (THW Kiel), Tobias Reichmann (HSG Wetzlar), Christoph Theuerkauf (HBW Balingen-Weilstetten), Patrick Groetzki (Rhein-Neckar Löwen), Steffen Weinhold (SG Flensburg-Handewitt), Martin Strobel (TBV Lemgo), Kevin Schmidt (HSG Wetzlar), Steffen Fäth (HSG Wetzlar), Michael Haaß (Frisch Auf Göppingen), Adrian Pfahl (VfL Gummersbach), Dominik Klein (THW Kiel), Sven-Sören Christophersen (Füchse Berlin)