Strandgeflüster setzt sich an die Spitze der DBO-Wertung
Strandgeflüster setzt sich an die Spitze der DBO-Wertung
Nicht nur Vereine können sich als Veranstalter auf der Tour der German Beach Open beteiligen, sondern auch Verbände. Der Handball-Verband Berlin (HVB) stellte auf der Anlage BeachMitte im Herzen der Bundeshauptstadt ein riesiges Turnier auf die Beine. Nicht nur das Hauptturnier der GBO lockte viele Zuschauer auf die Anlage, auf der im August die Sieger der GBO gekürt werden, sondern auch zahlreiche Jugendturniere. Wichtige Zähler für die GBO-Wertung nahmen die Siegerteams von Flying Gag bei den Männern und der deutsche Vizemeister der Frauen, Strandgeflüster, mit.
Es herrschte riesiger Andrang auf BeachMitte. Denn parallel zu den zahlreichen Handball-Turnieren fanden auch die Deutschen Meisterschaften im Beachvolleyball statt. „Das war ganz cool. So konnten die Sportler auch mal bei der anderen Sportart zugucken und es waren unheimlich viele Menschen auf der Anlage“, freute sich Sven Noack vom HVB-Pressedienst über die riesige Resonanz. „Ich denke, das Format mit den Jugendturnieren ist auch sehr gut angekommen.“ Der Ansatz ist nur logisch: Ohne breite Basis keine Spitze. Und der Deutsche Handballbund schickt sich gerade an, mit seinen beiden U17-Nationalmannschaften und den Perspektivkadern der Frauen und Männer bei den kommenden Europameisterschaften in die kontinentale Spitze vorzustoßen.
Sportlich dominierten am vergangenen Wochenende die beiden Teams Fliying Gag und Strandgeflüster. Die Frauen aus Minden dominierten bei den Frauen und bewiesen, dass sie nach dem vierten Platz beim Auftakt in Köln-Flittard auch diesen Sommer wieder zu den Spitzenteams der Frauentour gehören. „Wir hatten lediglich im Auftaktspiel Probleme. Das typische erste Spiel zum Eingewöhnen also“, berichtete Anna Wise. Danach ging es für die Mindenerinnen ohne weitere Probleme bis ins Finale. Und das ohne Nationalspielerin Leonie Wöbking. „Das war nicht so schlimm. So konnten wir im Hinblick auf die weiteren Turniere einiges ausprobieren“, sah Wiese viele positive Ansätze bei den getesteten personellen und taktischen Alternativen. Nach dem Finalsieg weisen Wiese und Co. nun satte 540 Punkte auf. Am kommenden Wochenende startet das sportliche Schwergewicht beim ganz stark besetzten Turnier in Kelkheim. „Unsere Abwehr stand schon ganz gut. Jetzt müssen wir uns im Angriff noch steigern. Ich hoffe, dass wir in Kelkheim einige Punkte holen können und dann schon für das große Finale in Berlin qualifiziert sein werden“, hofft Wiese auf Zählbares nahe Frankfurt. Als weiteres Turnier stet noch das in Oberlübbe auf dem Programm. „Das ist quasi unser Heimturnier.“
Das hat Flying Gag in Braunschweig-Wendeburg. Deswegen nehmen Justus Prölß und seine Mitstreiter auch nahe ihrer Heimregion teil. „Da wollen wir auch punkten. Denn dieses Jahr soll es nach Bremen und Wildeshausen endlich wieder mit dem Finale der Tour klappen“, blickt Prölß schon auf Berlin. Denn im vergangenen Jahr scheiterte Flying Gag knapp an TuS Refi. „In Ismaning haben wir das letzte Gruppenspiel gegen Refi im Shoot-Out verloren. Sie qualifizierten sich für die Ko-Runde und sammelten die noch nötigen Punkte. Wir schieden aus“, soll es für Flying Gag in diesem Sommer besser laufen.
Der Anfang ist gemacht. Das regelmäßige Training hat sich ausgezahlt. Auch wenn der 17. Platz zum Auftakt in Köln-Flittard noch nicht dafür zu sprechen schien. „Da fehlten einige Jungs. Die Zusage kam erst sehr spät. Viele waren schon verplant.“ Um endlich wieder zu den zehn besten Teams zu gehören, wird regelmäßig trainiert. Außerdem hat man den Kader verbreitert. Die Mechanismen greifen langsam. „In Berlin sind wir ohne Satzverlust durchgekommen. Eigentlich haben wir im Finale unser schwächstes Spiel abgeliefert.“ Ohne etatmäßigen Keeper spielte Flying Gag besonders hohes Tempo. „Unsere Shooter sind ins Tor gegangen. Dann haben wir es über das Tempo geregelt.“ Mit dem Turniersieg setzte sich das Team aus Lehre mit 310 Zählern an die zweite Position der Rangliste. Hinter den Flittard-Sieger Beachboays Köln (320). „Die hatte ich gar nicht so richtig auf dem Zettel für dieses Jahr“, meint Prößl, der sein Team auf einem guten Weg sieht. „Aber zu den Top-Vier Sanddevils, Nordlichter, Beach and da Gang und den 12 Monkeys fehlt uns schon noch ein Stück.“