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Erweitertes Präsidium des DHB stellt weitere Weichen für den Bundestag

20.04.2013
20.04.2013 · Home, Verband · Von: tok

Erweitertes Präsidium des DHB stellt weitere Weichen für den Bundestag

Das Erweiterte Präsidium des Deutschen Handballbundes hat bei seiner turnusmäßigen Sitzung an diesem Samstag in Stuttgart einvernehmlich weitere Weichen für den kommenden Bundestag gestellt. In Düsseldorf soll am 21. September nicht nur über die Nachfolge von DHB-Präsident Ulrich Strombach entschieden werden. Für die Agenda wird auch eine Strukturreform vorbereitet, um auch künftig den Anforderungen des Handballsports auf allen Ebenen gerecht werden zu können. „Die verschiedenen Gruppen sind auf einem gemeinsamen Weg”, sagte Strombach. „Und für den Handball ist es das Beste, wenn es keine kontroversen Entscheidungen gibt. Die optimale Lösung ist meinem Empfinden nach, dass sich alle relevanten Kräften auf einen gemeinsamen Antrag einigen.”

Bereits im Januar hatte der Handball-Regionalrat (HRR) die in der AG Strategie vorbereitete Strukturreform einstimmig auf den Weg gebracht. In der Diskussion des Erweiterten Präsidiums wurde das Grundmodell noch einmal modifiziert, so dass das Ressort Recht weiterhin einen Vizepräsidenten behält, die Finanzen jedoch in der Obhut des neuen Vizepräsidenten Organisation liegen werden. Ursprünglich hätten Recht, Finanzen und Organisation in einem Amt zusammengefasst werden sollen.

Die beschlossene gemeinsame Linie muss nun in die entsprechenden Anträge auf Satzungs- und Ordnungsänderungen an den Bundestag transferiert werden. Dies übernimmt eine Arbeitsgruppe des HRR mit Beteiligung von Reiner Witte und Berndt Dugall als Vertretern der Ligaverbände HBL und HBF sowie Heinz Winden als DHB-Vizepräsident Recht. Dieser Kreis kommt erstmals am 6. Mai zusammen.

Mit der Weichenstellung für die Strukturreform hat das Erweiterte Präsidium auch eine Kandidatur von Bernhard Bauer ermöglicht. Der 62-Jährige war in seiner aktiven Zeit Torwart von Frisch Auf Göppingen und wirkte lange Jahre als Präsident des HV Württemberg. „Ich schätze Bernhard Bauer sehr”, sagte DHB-Präsident Strombach. „In der vertrauensvollen Zusammenarbeit habe ich ihn als sehr kompetent und äußerst zuverlässig kennen gelernt. Der DHB hat mit Bernhard Bauer einen sehr guten Kandidaten.”

Am Samstag haben DHB, Landes- und Ligaverbände zudem mit großer Mehrheit einen Antrag der Bundesliga beschlossen, einen Solidaritätspool für einen Ausbildungskostenersatz einzurichten. „Wir empfinden dies als ein wichtiges Instrument, die Jugendarbeit der Vereine zu unterstützen”, sagte Georg Clarke, DHB-Vizepräsident Jugend. „Mit dem Solidaritätspool stärken wir langfristig das Fundament des Handballs.”

Darüber hinaus verständigte sich das Erweiterte Präsidium mehrheitlich, Sichtung und Länderpokal der weiblichen Jugend ab 2014 zu verändern. Um Talenten eine bessere Entwicklungsmöglichkeit zu geben, soll der Zeitraum zwischen Sichtung und Länderpokal verlängert werden. „Damit werden wir den Anforderungen des weiblichen Nachwuchses gerechter und erhöhen die Chancen für Seiteneinsteigerinnen”, sagte Clarke.

Auch ein weiterer Punkt betraf den weiblichen Nachwuchs: Die nötigen Ordnungsänderungen für eine erfolgreiche Einführung der Jugendbundesliga weiblich zur Saison 2013/14 sind mehrheitlich beschlossen worden.