0abaf9feff38b6e.jpg

Kurze Schwächephase souverän überspielt

19.11.2013
19.11.2013 · 3. Liga, Frauen 3. Liga, Staffel Nord · Von: PM / Westfalen-Blatt

Kurze Schwächephase souverän überspielt

Union Halle darf wieder feiern: Nach drei Niederlagen in Folge hat der Frauenhandball-Drittligist in eigener Halle zur Heimstärke zurückgefunden und Aufsteiger TSV Hahlen verdient mit 29:23 (15:9) besiegt.

Es geht doch. Mit dem vierten Saisonsieg hat sich Halle (8:10 Punkte) auf Rang neun verbessert und den Abstand auf die Abstiegsränge vergrößert. Gegen Oyten, Recklinghausen und Minden-Nord brachte sich das Team noch durch einen zu großen Leistungsabfall während des Spiels um die Punkte. Auch gegen Hahlen erlaubte sich Halle eine Schwächephase, zog aber dieses Mal rechtzeitig den Kopf aus der Schlinge.

Die Gastgeberinnen präsentierten sich von Beginn an gut auf den TSV eingestellt und setzten das um, was Coach Uwe Landwehr im Vorfeld gefordert hatte: In der Deckung agierte Union im Verbund aggressiv gegen den Gegner und schaltete bei eigenem Ballbesitz blitzschnell um. Über 10:5 (18.) und 13:8 (25.) erarbeitete sich Halle so eine komfortable Halbzeitführung. „Die Mädels hatten in der Abwehr das richtige Timing und haben den TSV so vor Probleme gestellt. Im ersten Durchgang war bei Hahlen nur die Halblinke Julia Sayer gefährlich”, sagte Landwehr. Seine Mannschaft strahlte hingegen von allen Positionen Torgefahr aus. Sina Speckmann und Katrin Thiede erzielten einfache Treffer aus dem Rückraum und auch die Variante, in Carina Weber und Edda Sommer zwei Kreisläuferinnen einzusetzen, fruchtete. Landwehr: „Edda macht das richtig gut. Wenn sie den Ball hat, kann man sie nicht mehr halten.”

Nach dem Seitenwechsel ging Union weiter hohes Tempo und erzielte mit dem 20:12 von Theresa Janzen (38.) eigentlich schon die Vorentscheidung. Doch die Gäste steckten nicht auf und verkürzten auf 17:20 (45.). Danach war es Torfrau Magali Werft, die die nötige Sicherheit und Ruhe ausstrahlte. Mit drei schnellen Toren von Speckmann, Thiede und Sommer zog Halle auf 24:18 davon und brachte diesen Vorsprung souverän ins Ziel. »Mit Blick auf die anstehenden Partien gegen Badenstedt und Bremen war das ein ganz wichtiger Sieg. Mit diesen zwei Punkte bekommen wir erstmal wieder Ruhe rein«, freute sich der Trainer. Wenig Grund zur Freude hatte Kristin Steinhaus. Noch vor dem Anpfiff verletzte sie sich, als sie beim Einlaufen Katrin Thiede auf den Fuß trat und umknickte. Dabei verletzte sie sich am Sprunggelenk und zog sich möglicherweise einen Bänderriss zu.

Union Halle: Werft, Stüker (bei einem Siebenmeter); Meier zu Wickern (n.e.), Reschinsky (1), Speckmann (6), Thiede (7), Steinhaus (n.e.), Medjedovic (1), Sommer (5/1), Pieper (3), Weber, Janzen (3), Teigelmeister (2).

TSV Hahlen: Wegner (1. bis 15.), Luebbert (ab 15.); Kolbe (2), Weide (1), Ludwig, Gritzan (5/2), M. Buesching, Heuser, Pohlmann (1/1), Sayer (8), Zydel, Niemann (4), C. Büsching, Giuruki (2).

Zuschauer: 200
Schiedsrichter: Brückner/Zimmermann (Bottrop/Thönisvorst).
Zeitstrafen: Union 6 – TSV 2.
Siebenmeter: Union 1/2 (Medjedovic scheitert an Luebbert), TSV 3/5 (Pohlmann und Sayer scheitern an Werft).
Stationen: 3:2, 7:5, 10:5 (18.), 11:8, 13:8, 15:9 (30.) – 18:10, 20:12 (42.), 20:17, 23:18, 29:23 (60.)