Union Halle kassiert dritte Heimniederlage der Saison
Union Halle kassiert dritte Heimniederlage der Saison
Der Spitzenreiter war dann doch eine Nummer zu groß: Handball-Drittligist Union Halle hat gegen VfL Oldenburg eine 23:32 (13:17)-Heimniederlage kassiert. Dabei scheiterte Union zum einen am starken Gegner, zum anderen an einer ganzen Reihe eigener Unzulänglichkeiten.
Halle war unter denkbar schlechten personellen Voraussetzungen in das Duell mit dem ungeschlagenen Tabellenführer gegangen: Neben Theresa Janzen, Ann-Kristin Pieper und Yvonne Südmersen fiel auch die beruflich verhinderte Sina Speckmann aus. Kristin Steinhaus und besonders Clara Meier zu Wickern mühten sich zwar redlich, konnten das Fehlen Speckmanns im Rückraum letztlich aber nie kompensieren.
Dennoch glückte Union ein guter Start in die Partie, in der Anfangsphase führte die Gastberinnen sogar einige Male. Das Unheil nahm seinen Lauf, als Oldenburgs Ilka Zwick in der 12. Minute erstmals den Ausgleich für ihre Farben erzielte. Von nun war der VfL im Spiel, bei Union hingegen stieg die Fehlerquote bedrohlich an. So baute Oldenburg die Führung bis zum Spielstand von 15:22 (37.) aus. Halle steckte allerdings zu keinem Zeitpunkt auf und bot dem Gast zumindest kämpferisch immer Paroli. Dadurch gelang es Sommer, Thiede und Co., noch einmal auf 19:22 (40.) zu verkürzen.
Nun machte sich aber erneut das an diesem Tag extrem fehleranfällige Union-Spiel bemerkbar: Ein Gegenstoßpass von Mareen Stüker verfehlte sein Ziel, im darauffolgenden Angriff landetete ein Anspiel von Clara Meier zu Wickern auf Annika Reschinsky im Seitenaus. »Wir powern, haben einen guten Lauf und machen dann in entscheidenden Situationen Fehler«, ärgerte sich Union-Trainer Uwe Landwehr. Diese Fehler bestraften die Gäste aus Oldenburg jederzeit konsequent. Überhaupt zeigte die Mannschaft, dass sie zu Recht ganz oben in der Tabelle steht. Die Spielerinnen drückten über 60 Minuten aufs Tempo und trafen auch unter dem Druck anzeigten Zeitspiels häufig die richtigen Entscheidungen. So konnten die Gäste letztlich einen ungefährdeten und verdienten Auswärtssieg feiern.
Uwe Landwehr ärgerte sich nach der Partie weniger über die Niederlage an sich als vielmehr über deren Zustandekommen. „Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht. So dürfen wir kommende Woche in Salzuflen auf keinen Fall auftreten”, sagte der Trainer.
Union Halle: Werft (bis 37.), Stüker (ab 37. und bei einem 7m); Medjedovic (7/4), Thiede (4), Sommer (4), Teigelmeister (3), Reschinsky (2), Meier zu Wickern (2), Steinhaus (1), Westernströer, Weber.
VfL Oldenburg II: Jandt (1.-40.), Meyer (ab 40. und bei einem 7m), Schulte (8), Zwick (6), Buschmann (4), Thamm (3), Baumann (3), Balthazar (2), Busse (2), Schnell (2/2), Heidergott (2/1), Alertzarth (n.e.)
Schiedsrichter: Brückner/Zimmermann (Bottrop/Tönisvorst).