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Union Halle zieht gegen Aufstiegsanwärter SV Werder Bremen den Kürzeren

03.12.2013
03.12.2013 · Frauen 3. Liga, Staffel Nord · Von: Sebastian Hahn / Westfalen-Blatt

Union Halle zieht gegen Aufstiegsanwärter SV Werder Bremen den Kürzeren

Dreifache Überzahl, verworfene Siebenmeter, hitzige Diskussionen mit den Schiedsrichtern – und das alles in den letzten drei Spielminuten. Das Handball-Drittliga-Duell zwischen den Frauen von Union Halle und SV Werder Bremen war ein packender Krimi. Die Gastgeberinnen waren am Ende dennoch enttäuscht, sie unterlagen mit 21:23 (11:11).

Dabei schienen die letzten Spielminuten in Zeitlupe zu vergehen: Beim Stand von 20:21 vergibt Sina Speckmann aus sieben Metern die Chance zum Ausgleich. Im Gegenzug baut der Tabellenzweite aus Bremen seine Führung auf zwei Tore aus. Als bei Unions Damen auch der nächste Angriff nicht sitzt, scheint die Partie 90 Sekunden vor Schluss entschieden. Doch dann liefert sich Bremens Torfrau Meike Anschütz ein Wortgefecht mit dem Schiedsrichtergespann und erhält eine Zeitstrafe. Hektisch wird auf der Bremer Bank nach einem Leibchen gesucht, denn der Aufstiegsaspirant war nur mit einer Torhüterin angereist. Beim kommenden Bremer Angriff dann der nächste Schock: Werder-Trainer Radek Lewicki hat eine Spielerin zu viel auf dem Feld: Halle hatte also in der Schlussminute noch die Chance, in dreifacher Überzahl zum Ausgleich zu kommen, da neben Torfrau Anschütz und Kreisläuferin Britta Neumann auch Anna Barnstorff auf die Bank musste. Auf einen schnellen Treffer von Katrin Thiede folgte allerdings ein unnötiger Gegentreffer, der die Niederlage besiegelte.

Dabei hatten Unions Frauen gegen die starken Gäste, die nur zwei der ersten elf Partien verloren hatten, über die komplette Partie gut mitgehalten, gingen zwischenzeitlich sogar mit 17:16 in Führung. „Unsere Deckung stand heute sehr gut. Nur vorne müssen wir dann auch mal den einen oder anderen wichtigen Wurf treffen”, erklärte Union-Coach Uwe Landwehr nach der Partie. Zwar hielt Halle Bremen zehn Minuten lang ohne Torerfolg, im eigenen Angriff zappelte aber nur jeder dritte Wurf im Netz.

„Schlussendlich haben wir ein gutes Spiel gezeigt, nur das Ergebnis ärgert mich. Das war unnötig”, resümiert Landwehr.

Union Halle: Werft (1.-16.), Stücker (ab 16.), Thiede (8), Speckmann (5/1), Sommer (5/4), Teigelmeister (3), Meier zu Wickern, Reschinsky, Steinhaus, Medjedovic, Pieper, Westernströer, Weber.

Werder Bremen: Anschütz (1.-60.), Niemann (7), Salkic (5/3), Lupke (4), Friedrich (3/2), Börsen (1), B. Neumann (1), Barnstorff (1), Kaiser (1), Nübel, E. Neumann, Osterthun, Wassrodt.

Schiedsrichter: C. Hannes/ D. Hannes
Siebenmeter: Union 5/7, Bremen 5/5.
Zeitstrafen: Union Halle 5, Werder Bremen 7.
Zuschauer: 170.