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Badenstedt im Abstiegskampf angekommen

28.10.2014
28.10.2014 · 3. Liga, Frauen 3. Liga, Staffel Ost · Von: pm verein

Badenstedt im Abstiegskampf angekommen

Mamma mia sollte eigentlich nur als Unterhaltung auf der Anreise im Mannschaftsbus per DVD herhalten – aber leider trifft der Titel dieser Musikkomödie auch als Zusammenfassung des gestrigen Auftritts im Ascaneum zu Aschersleben ins Schwarze.

Das Gastspiel bei den “Wildgänsen” des HC Salzland 06 begann für die HSG zunächst einmal mit 4 Ausfällen: Sonja Teschner, Annika Hollender, Ronja Löw sowie Esther Pollex standen krankheits- bzw. verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Die JUNGEN WILDEN kamen schwer ins Spiel: So fiel das 1. Tor in der 10. Minute (per Strafwurf) und das 1. Feldtor gelang in der 16. Minute. Bis dahin gab es bereits ein Festival an technischen Fehlern im Angriff und nur der ebenfalls fehlerbehafteten Spielweise der Gastgeberinnen sowie einiger Paraden von HSG-Goalie Chantal Pagel war es zu verdanken, dass nicht bereits zu diesem Zeitpunkt eine Vorentscheidung gefallen war. Ab Mitte der 1. Halbzeit kristallisierte sich aber neben der eigenen Ungefährlichkeit im Angriff ein 2. Problem heraus: Dieses hieß Stephanie Jäger. Anscheinend hatten sich deren Qualitäten z. Bsp. aus dem Spiel in der Vorwoche bei der HSG Blomberg-Lippe II nicht bis Badenstedt herumgesprochen – jedenfalls gab es kein Konzept diese Spielerin an ihren 12 Feldtoren und unzähligen ausgelösten Aktionen zu hindern. Fast alle erfolgreichen Salzländer Aktionen kamen aus dem Rückraum oder der rechten Angriffsseite, während Kreis und Linksaußen kaum stattfanden.

Zudem hatte Aschersleben mit fortschreitender Spieldauer ein Plus auf der Torhüterposition, denn Josephine Klauß machte einige gute Badenstedter Einwurfmöglichkeiten z. Bsp. von Saskia Rast zunichte, so dass diese nur auf 1 Feldtor kam – allerdings alle 8 Strafwürfe souverän verwandelte. Beim Halbzeitstand von 14:7 für die Gastgeberinnen hatten die mitgereisten Fans noch etwas Hoffnung, da es eigentlich nur besser werden konnte und dies bisher immer ein Badenstedter Merkmal war: Das Nichtaufgeben und Kämpfen bis zum Ende. Aber leider war dies gestern nicht der Fall. Nach der Umstellung der Abwehrformation auf eine offensive 4:2-Variante gelangen zwar einige schnelle Ballgewinne und Ballverluste, die zu eigenen Toren genutzt werden konnten, doch nun wechselte Salzland seine kleinen, quirligen Spielerinnen ein, die durch die offene HSG-Deckung wie das Messer durch weiche Butter glitten und der chancenlosen Chantal Pagel weitere Tore einnetzten. Es blieb der Torabstand fast konstant bei 7 oder 8 Toren und so plätscherte das Spiel bis zum Ende dahin. Am Ende stand ein sehr ernüchterndes 34:23 für die “Wildgänse” auf der Anzeigetafel. Zurück blieben viele ratlose Gesichter und die Erkenntnis, dass es so nicht weitergehen kann. Alle Beteiligten sollten schnellstens versuchen das schlingernde Schiff wieder auf Kurs zu bringen und wenn möglich bereits beim Aufsteiger in Bayreuth am kommenden Samstag etwas Zählbares mitzubringen. Denn seit spätestens gestern heißt es für uns: ABSTIEGSKAMPF!