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Marienberg wird bei der HSG Osterode/Harz seiner Favoritenrolle gerecht

10.03.2015
10.03.2015 · 3. Liga, Frauen 3. Liga, Staffel Ost · Von: pm verein

Marienberg wird bei der HSG Osterode/Harz seiner Favoritenrolle gerecht

Mit einem nie ernsthaft gefährdeten 30:24 Auswärtssieg beim Tabellenneunten der 3. Liga Staffel Ost - der HSG Osterode Harz - setzte der HSV 1956 Marienberg die Vorgabe ihres Trainers Robert Flämmich wie erhofft um. Seine Zielstellung: „Nach dem Aufwärtstrend gegen Fritzlar wollen wir diesen Rückenwind natürlich auch beim Auswärtsspiel im Harz für uns nutzen und wieder doppelt punkten“, wurde daher bestens erfüllt.

Sein Team - das wieder von den mitgereisten Fans bestens unterstützt wurde - wurde zudem seiner Favoritenrolle als Tabellendritter bei der damit weiterhin noch abstiegsgefährdeten HSG (10. Platz / 16:24 Punkte) gerecht. An dieser allseits unbeliebten Rolle scheiterten diesmal dagegen die beiden Mitstreiter um die Medaillenplätze, der HC Salzland und HaSpo Bayreuth. Der HC verlor als Vierter beim 26:28 beim Zehnten Hannover Badenstedt und Bayreuth unterlag gar als Fünfter beim 13. TSV Hahlen mit 28:24. Diese Ergebnisse zeigen erneut, wie eng es in der Staffel zugeht und dass man vermeintliche Außenseiter absolut ernst nehmen muss, um nicht zu scheitern. Die HSV-Damen mussten das bei einigen unerwarteten Punktverlusten in der Fremde auch schon schmerzlich erfahren. Umso erfreulicher ist es, dass sie im Harz ihre Aufgabe meistern, sie ihren dritten Platz mit beachtlichen 29:11 Punkten festigen und den Vorsprung zum HC S und HaSpo auf vier beziehungsweise sechs Zähler ausbauen konnten.

„Ich bin zufrieden mit der Leistung der Mädels – sie haben Vieles richtig gemacht und sich somit den Sieg in einem fairen und ordentlichen Spiel verdient. Die Basis für den Erfolg war eine homogene Mannschaftsleistung: die Fehlerquoten sind im Rahmen geblieben, alle Feldspieler konnten sich in die Torschützenliste eintragen und auch Denise im Tor hatte eine starke erste Halbzeit, die uns vorentscheidend auf die Siegerstraße brachte,“ meinte der HSV-Coach zum 13. Drittliga-Saisonsieg seiner Schützlinge.

Mit halber Kraft wurde dieser aber keinesfalls erreicht. Die Erzgebirgerinnen lagen vom Anfang (5:2/ 6:3/10:7) bis zum Ende zwar immer vorn, aber beim 10:8 (24.) und 11:9 (25.) mussten sie alle Register ihres Könnens ziehen, um die HSG auf Distanz zu halten. Nach einer Auszeit von Flämmich konnte sich seine Sieben bis zur Pause mit 15:10 und danach gar mit 18:11 (34.) hoffnungsvoll absetzen. Die HSG gab sich aber noch nicht auf und war beim 25:19 (50.) noch nicht geschlagen.

Nach einer erneuten Auszeit lief es beim HSV wieder rund und beim 29:20 (56.) waren die Messen endgültig gesungen. Der HSG gelang nur noch Ergebniskosmetik. Die Torschützenbesten des Tages waren auf HSV-Seite Lucie Hribova, Evelina Kalasauskaite und Jana Foksova (je fünf Tore), denen aber Karin Schererova und Dominika Selucka (je vier) nicht viel nachstanden. Dora Schneck konnte nach langer Verletzungspause mit ihren beiden ersten Toren zum Erfolg beitragen. Die Erfolgsreichste bei der HSG war Fenja Thoelke, die siebenmal in das wieder von Denise Reichel sehr gut gehütete HSV-Gehäuse einnetzte.

„Osterode hat uns gefordert, wir konnten aber meist die richtige Antwort liefern. Wir haben das ganze Spiel über in Führung gelegen und konnten letztlich auswärts einen ungefährdeten Sieg einfahren. Erfreulich war zudem, dass die Schiedsrichter insgesamt einen angenehm unauffälligen Job verrichtet haben“, meinte Flämmich ergänzend. HSV Marienberg: Denise Reichel - Jana Foksova (5/2), Vicky Schütze(1), Evelina Kalasauskaite (5), (Eva Kracmanova (3), Lucie Hribova (5), Karin Schererova (4), Dominika Selucka (4), Stephanie Gaitzsch (1), Dora Schneck (2).

Zuschauer. 200.

Siebenmeter: 3/2 HSV, 4/4 Osterode.

Zeitstrafen: HSV 2, Osterode 1.

Schiedsrichter: Thorsten Heinkel, Matthias Hochsprung.

Sekretär: Martin Schneider, Zeitnehmer: Peter Strauß.