Oschatz in Owschlag: Zu viele Fehler in Halbzeit zwei
Oschatz in Owschlag: Zu viele Fehler in Halbzeit zwei
TSV Owschlag - SHV Oschatz 34:21 (14:14)
Der SHV Oschatz reiste mit einer Minimalbesetzung nach Schleswig-Holstein. Mit Carmen Schneider und Franziska Staffe standen nur zwei langjährige Drittligaspielerinnen auf dem Parkett. Die weiteren Spielerinnen gehören zum jungen Kader des SHV-Teams. Mit nur einer Auswechselspielerin, aber immerhin einer zweiten Torfrau (Neuzugang Franziska Keller), war die Bank mehr als schmal besetzt.
Dennoch konnte die junge Truppe auch in ungewohnter Positionsbesetzung in Halbzeit eins sehr gut mithalten. Ging sogar durch Nicole Wirsik, die insgesamt vier Treffer beitrug, beim 2:3 in Führung. Josi Hessel, Sandra Kube und Carmen Schneider bauten diese auf 3:6 (8.) aus. Den Gastgebern gelang erst kurz vor der Pause wieder eine eigene Führung zum 13:12. Für Oschatz war sogar die Pausenführung drin, doch der an Lena Dybowski verwirkte Strafwurf landete am Pfosten.
So ging es mit einem, bis zu diesem Zeitpunkt, leistungsgerechten Remis in die Pause. Der die Mannschaft betreuende Co-Trainer Andreas Schumann sprach von einer gelungenen ersten Halbzeit: „Die Spielerinnen haben alle Vorgaben umgesetzt und bei Fehlern sofort auf Hinweise reagiert.“
In der zweiten Halbzeit unterliefen den Oschatzerinnen dann im Bemühen dranzubleiben zu viele eigene Fehler. Schumann: „Hier mangelte es einfach an Erfahrung und ein bischen mehr Ruhe auf der ungewohnten Position. Mit Fehlpässen und Schrittfehlern haben wir es dem Gegner zu einfach gemacht und ihn regelrecht zum Kontern eingeladen.“ Dank Lisa Zimmermann, die sehr gut im Oschatzer Gehäuse agierte, konnten dennoch einige Hundertprozentige verhindert werden.
Beim 19:18 (37.) war der SHV noch dran. Dann kam die erste Fehlerphase, und Owschlag enteilte durch drei Konter auf 22:18 (40.). Jetzt machten sich die fehlenden Alternativen auf der Bank schmerzlich bemerkbar. „Wir hätten ein wenig Zeit zum Luftholen gebraucht“, so Andreas Schumann. Er lobte an dieser Stelle die Bereitschaft aller Spielerinnen, auch auf ungewohnten Positionen zu spielen. Insbesondere traf das auf Neuzugang Franziska Keller zu, die als Torfrau auch auf dem Feld zum Einsatz kam. Nur so war es möglich, zum Beispiel Lena Dybowski, die sich sehr auf der Aufbauposition engagierte, mal eine Verschnaufpause zu verschaffen. Dennoch wurde es am Ende zu einem Kraftproblem, zumal auch noch Carmen Schneider in der 50. Minute die rote Karte bekam. Allerdings war da die Partie beim Stand von 28:19 auch schon vorentschieden.
SHV Oschatz: Zimmermann, Keller; Witecy 1, Dybowski3, Hessel 9/2 Wirsik 4, Kube 1, Staffe, Schneider 3