Kurpfalz Bären bleiben auf Kurs - Tapfere Gäste aus Pforzheim leisten starke Gegenwehr
Kurpfalz Bären bleiben auf Kurs - Tapfere Gäste aus Pforzheim leisten starke Gegenwehr
Ein Kenner der Szene rieb sich mit Spielbeginn die Augen und stellte erstaunt fest: „Pforzheim hat sich was vorgenommen. Die wollen hier gewinnen!“ HSG-Präsident David Regazzi, der nach dem Abschied der bisherigen Führungsgarde selbst die Geschicke seines Teams von der Trainerbank leitete, schickte überraschende Formationen aufs Feld, die sich beim Favoriten bravourös behaupteten. Aber die Kurpfalz Bären ließen sich dennoch nicht die Butter vom Brot nehmen. In jeder der beiden Spielhälften legten sie einen furiosen Endspurt hin und siegten am Ende völlig verdient mit 32:26 Toren.
Dr. Robert Becker: „Entscheidend war unser durchgängiges Tempospiel!“
Die gut 500 Zuschauer sorgten für eine eindrucksvolle Kulisse und bereuten ihr Kommen nicht: Beide Mannschaften pflegten einen offensiven Stil und boten damit beste handballerische Unterhaltung. Auch Lars Lamadé, der Geschäftsführer der Rhein-Neckar-Löwen, war Gast in der Neurotthalle und erfreute sich am regen Schlagabtausch. Dr. Robert Becker, zusammen mit Tom Löbich für die sportliche Führung verantwortlich, musste um den Erfolg seiner Bären lange zittern, stellte dann aber fest: „Die Mannschaft hat heute über 60 Minuten das von Trainer Rudi Frank vorgegebene Tempospiel durchgehalten. Trotz vieler vergebener Großchancen ist sie nie verkrampft, sondern hat das gesamte Spiel über mit viel Selbstvertrauen den schnellen Kombinationshandball gepflegt. Das war letztendlich der Schlüssel zu diesem wichtigen Sieg.“
Beide Teams mit geschlossener Mannschaftsleistung
Was bei den Bären üblich ist, überraschte beim Gästeteam: Trotz der Unruhen im Verein um Starspielerin Nastja Antonewitch, waren es vor allem ihre Mitspielerinnen, die die Bären in Verlegenheit brachten. Über 0:2, 2:4 und 4:6 dauerte es bis zur 14. Minute, ehe Lene Ebel die Bären erstmals mit 8:7 in Führung bringen konnte. Aber Pforzheim blieb dran und holte sich mit 10:12 die Führung zurück. Erst in den letzten vier Minuten vor der Pause gelang es der TSG, sich mit 17:14 etwas abzusetzen. Damit war aber der Bann noch nicht gebrochen. Auch in der zweiten Halbzeit ließ sich Pforzheim nicht abschütteln und hielt mit mutigen Attacken lange mit. Erst Samira Brand - und die noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte spielende Katrin Schneider - sorgten für einen beruhigenden 25:21 Vorsprung, acht Minuten vor Spielende.
Starke Torhüterinnen auf beiden Seiten
Katja Heinzmann machte im Bärentor eine ebenso gute Figur wie auf der Gegenseite Bianca Ionita. Neben der torhungrigen Lene Ebel, hatten auch Lena Feiniler, Samira Brand, Sina Michels, Elena Fabritz, Rebecca Engelhardt und Saskia Fackel starke Szenen. Bei den Gästen überzeugten die Routiniers Franziska Ramirez und Marijana Markovic sowie Sophia Sommerrock, Alice Steegmüller und Jasmin Schückle.
Die Kurpfalz Bären spielten mit folgendem Team: Hannah Melching und Katja Heinzmann im Tor, Sina Michels 3, Saskia Fackel 2, Kate Schneider 6/3, Lene Ebel 8, Lena Feiniler 5, Samira Brand 3, Rebecca Engelhardt 2, Yvonne Rolland, Anna Widmaier, Elena Fabritz 2, Lea Marmodee 1/1.
Haupttorschützen für Pforzheim: Jasmin Schückle 5, Franziska Ramirez 4, Sophia Sommerrock 4, Marijana Markovic 4, Alice Steegmüller 3, Nastja Antonewitch 3/1).
Jetzt wird es für die Bären richtig ernst: Am kommenden Samstag geht es an den Bodensee, wo der Verfolger Allensbach nach Revanche für die hohe Niederlage in der Vorrunde sinnt.