Schwartau macht es in Hildesheim unnötig spannend
Schwartau macht es in Hildesheim unnötig spannend
In der Schulsporthalle in Ochtersum war es definitiv schon einmal relativ rutschig, was dazu führte, dass in der Abwehr eine einmal eingeschlagene Bewegungsrichtung auch schlecht wieder geändert werden konnte. Dass dies auch an der Effektivität beider Mannschaften von Eintracht Hildesheim und dem VfL Bad Schwartau in der Defensive zehrte, sagen die 61 erzielten Tor aus. das Spiel endete mit einem knappen 31:30-Auswärtssieg der Schwartauer. In der Begegnung der Nachwuchsteams der beiden Zweitligisten konnte sich der VfL dank einer guten zweiten Halbzeit durchsetzen, machte es zum Ende noch einmal unnötig spannend, behielt dann aber die Nerven.
Die Eintracht aus Hildesheim ging mit dem besseren Start in die Begegnung und legte zum 4:2 (7.) vor, der VfL glich aus, doch die Eintracht lag dann wieder 6:4 in Führung. Ab dem 6:6 (12.) Minute erwies sich die Begegnung als sehr faire und offene Begegnung. Ein Teil der technischen Fehler waren beidseitig den Rahmenbedingungen des Spiels zuzuschreiben. Die Gastgeber aus Hildesheim konnten fast zum ersten Mal in der Saison auf den kompletten Kader zurückgreifen, Verletzungen und Erkrankungen hatte sie seit Sommer immer wieder aus dem Tritt und an das Ende der Tabelle gebracht.
Der VfL zeigte in der Partie, dass er fest entschlossen war, nach dem Sieg gegen Esingen noch nachzulegen. In der ersten Halbzeit zeigte sich der VfL Angriff variantenreich und reagierte auch auf die Deckungsumstellung der Hildesheimer auf eine 5 plus 1 Abwehr mit den richtigen Antworten. Jon Ehlers als auch Tjark Wege führten die Regie, Maciej Judycki setzte mit Rückraumtoren einen weiteren Problemherd für die Abwehr der Gastgeber. Auch Torge Schwartz konnte an seinem Geburtstag 3 Treffer erzielen. In der Abwehr war Justus Jahnke in der Startaufstellung und arbeitete im Abwehrzentrum.
Schon früher hätte sich der VfL absetzen können, so führte man in Hildesheim nur mit 14:15 zur Halbzeit.
Mit dem Wiederanpfiff drehte der VfL dann auf
Rune Hanisch war inzwischen verletzt ausgeschieden; Jannis Schmidtke ersetzte ihn im Rückraum. Und wie. Schmidtke hat Hildesheim in der zweiten Halbzeit fast allein besiegt. Mit sieben (von insgesamt acht) seiner Treffer nach dem Wechsel war er ein wurfstarker Eckpfeiler des Schwartauer Sieges. Auch der bewegliche Judycki (8) konnte trotz Manndeckung wiederholt gut in Szene gesetzt werden.
Die VfL-Abwehr zeigte sich hingegen nicht so geschlossen wie gewohnt, aber mit Marino Mallwitz hatte der VfL wieder einen ganz starken Rückhalt (18 Paraden – davon vier gehaltene Siebenmeter).
Der VfL setzte sich auf 19:16 ab und alle Zeichen standen auf Sieg. Dann aber holten die Hildesheimer auf 21:21 auf (43.), der VfL nahm neuen Anlauf, baute die Führung zum 26:22 aus. Dieser Vorsprung hielt bis zur 58. Minute (30:26) und war auch verdient. Hektik und leichte Fehler brachten aber die Punkte noch einmal in Gefahr, auf einmal war der VfL mit 4:6 in doppelter Unterzahl und Hildesheim hatte so noch Chancen, verkürzte bis zum 30:31. Aber zu mehr reichte es dann nicht mehr.
Fazit: Unnötig spannend gemacht am Ende aber auch viel gelernt und nebenbei noch gewonnen. VfL bad Schwartau: Jannis Schmidtke 8, Maciej Judycki 8, Tjark Wege 6 (5/4), Torge Schwartz 3, Rune Hanisch 2, Niklas Mendle 2, Jon Ehlers 1 – Thimo Steinfurth 1.