HANDBALL-STARS GO SCHOOL in der Letschiner Oberschule
HANDBALL-STARS GO SCHOOL in der Letschiner Oberschule
HANDBALL-STARS GO SCHOOL (HSGS) ist nach der kurzen Osterpause wieder auf Tour und machte am heutigen Dienstag weit nahe Frankfurt/Oder Station. An der Letschiner Schule hatte man doppelten Grund zur Freude: Passend zum 40. Jubiläum des Hallenbaus kam Olympiasieger Wieland Schmidt in die kleine Stadt in Brandenburg, um die Schülerinnen und Schüler für Handball zu begeistern.
Nach einer kurzen Eröffnungs-Rede des Letschiner Bürgermeisters startete Wieland Schmidt direkt mit dem Training. Schmidt versuchte von Anfang an, die gefutterten Ostereier „zu bekämpfen“. Für die nächsten zwei Stunden gaben die Schülerinnen und Schüler den Handball nicht mehr aus der Hand. Das Lauf-ABC zur Erwärmung wurde vollständig mit dem Ball prellend, werfend oder rollend durchgeführt. Viele Schülerinnen und Schüler waren überrascht, dass dies überhaupt möglich sei. Nach kurzer Eingewöhnungszeit stellten sie aber schnell fest, dass mit ein wenig Konzentration auch die zunächst kompliziert wirkende Bewegungsaufgabe gemeistert werden kann. Nachdem die Beine warm waren, wurde der Wurfarm auf Betriebstemperatur gebracht. Dabei standen sich zwei Teams in der Halle gegenüber und versuchten, so viele Bälle wie möglich in die gegnerische Hallenhälfte zu werfen.
Der anschließende Rundparcour mit abschließendem Torwurf verlangte den Teilnehmern alle Fähigkeiten ab, die einen guten Handballer ausmachen: Schnelligkeit, Gewandtheit und Treffsicherheit. Denn Wieland Schmidt weiß, was einen guten Handballer auszeichnet. Dies beweist nicht nur, dass er nach eigenen Aussagen über 200 Medaillen in seiner Karriere gesammelt hat, sondern auch seine Trainertätigkeit bei diversen Nationalmannschaften im Jugendbereich beim Deutschen Handballbund sowie HC und SC DHfK Leipzig.
Beim Parcours musste eine Bank überquert, auf einer Matte eine Rolle vorwärts bzw. rückwärts absolviert und vor dem Torwurf im Slalom durch die Hüttchenreihe geprellt werden. Durchgang für Durchgang wurde mit verschiedenen Aufgaben und Variationen die Schwierigkeit erhöht. Das anschließende Turnier nach den zwei intensiven Trainingsstunden mit Wieland Schmidt musste im Siebenmeterwerfen entschieden werden. Beide Torhüter lieferten sich mit zahlreichen Paraden ein packendes Duell, das eigentlich zwei Sieger verdient hätte.
In der abschließenden Fragerunde wollten die jungen Schülerinnen und Schüler natürlich wissen, warum er Torhüter geworden ist. „Ich habe zuerst mit Fußball angefangen. Als ich jedoch in einem Spiel zwei Eigentore geschossen hatte, steckten mich die anderen Spieler ins Tor, und ich machte meine Sache anscheinend ganz gut“, erzählte Schmidt den zahlreichen Zuschauern. Die staunten nicht schlecht, denn schließlich wurde aus dem ins Tor verbannten Fußballer Schmidt ein Weltklasse-Athlet, der sogar zum besten Torhüter des 20. Jahrhunderts gewählte wurde und 1980 mit der DDR-Auswahl in Moskau Olympiasieger war.