HANDBALL-STARS GO SCHOOL mit Bundestrainer in Stuttgart-Freiberg
HANDBALL-STARS GO SCHOOL mit Bundestrainer in Stuttgart-Freiberg
Kurz vor Pfingsten gab es für die Schülerinnen und Schüler der Bertha von Suttner Realschule in Stuttgart-Freiberg eine sehr willkommene Abwechslung: HANDBALL-STARS GO SCHOOL kam an ihre Schule, um ihnen die Faszination des Handballs zu zeigen. Lehrerin Hanna Stuffer wurde auf die Aktion aufmerksam und sah es als gute Gelegenheit, dem Fußball als Sportprimus in der Region die Stirn zu bieten. Aber sie empfand die Aktion auch als gute Möglichkeit, den Kindern und Jugendlichen eine neue Sportart näher zu bringen.
„Viele Schülerinnen und Schüler sind leider noch keinem Verein beigetreten, haben aber große Lust am Sporttreiben und sind talentiert. Es gibt auch viele Vereine in der Region, daher dachte ich mir, dass ich durch die Aktion interessierte Schüler an anwesende Vereine heranführen kann“, beschreibt die engagierte Lehrerin ihren Grund für ihre Bewerbung.
Die Plattform war bereitet und wurde auch gleich zur Sichtung genutzt. Auch am heutigen Freitag war Bundestrainer Martin Heuberger persönlich vor Ort, um für seinen Sport zu werben. Während Heuberger mit den 13- bis 16-Jährigen in den Bereichen Kraft, Technik, Regeln und Spielwitz trainierte, saßen auch die „Scouts“ vom örtlichen Sportverein HSV Stuttgart-Nord auf der Tribüne. Die Aktion schien somit die von Hanna Stuffer gewünschte Aufmerksamkeit zu erlangen.
Unterstützung erhielt Heuberger heute von Michael Schweikhardt, Lars Friedrich und Julius Müller von Zweitligist TV Bittenfeld. Also fanden die 36 Schülerinnen und Schüler viel Unterstützung, sei es bei der korrekten Ausführung des Schlagwurfes, bei Regelerläuterungen oder auch bei der Demonstration einer richtigen Körpertäuschung. Dabei gerieten alle mächtig ins Schwitzen. „Das war ganz schön hart für ein paar von denen, so viel am Stück bewegen die sich sonst nicht“, freuten sich die anwesenden Sportlehrer. Aber wann kann man schon mal vor einem Nationaltrainer vorspielen!?
Nach der harten Einheit konnten die Athleten die Profis zur Rede stellen. Zuerst wollten sie von den drei Bittenfeldern wissen, wann sie mit dem Handball angefangen haben und ob sie den ganzen Tag nur Handball spielen. „Wir haben alle so im Alter zwischen sechs und sieben Jahren angefangen und haben noch vor dem 20. Lebensjahr unsere ersten Profiverträge unterschrieben“, erzählte Lars Friedrich. „Als Profi hat man schon den ganzen Tag mit Handball zu tun. Momentan können wir auch davon leben, aber wir wissen auch, dass wir nach unserer Karriere arbeiten müssen. Deshalb haben wir alle eine abgeschlossene Ausbildung, denn es ist sehr wichtig, sich ein weiteres Standbein neben dem Sport aufzubauen.“
Auch der Bundestrainer stand mit Rat und Antworten zur Verfügung. Auf die Frage, auf welcher Position er früher gespielt habe, konnte er seine ganz eigene Geschichte erzählen: „In der Jugend habe ich die ganze Zeit im Tor gestanden, aber irgendwann hatten wir so viele Verletzte, dass ich auf dem Feld spielen musste. Das habe ich anscheinend ganz gut gemacht. Denn der damalige Trainer vom Bundesligist TuS Schutterwald, Armin Emrich, hat mich gleich in die erste Mannschaft geholt. Dort habe ich dann am Kreis gespielt und wurde sogar Nationalspieler.“
Heubergers Besuch am Vortag ist vom ZDF-Mittagsmagazin in einem Beitrag (ab 43:50 Minuten) zu sehen.