82854e69434f4dd.jpg

HSGS mit Immel in Theißtalschule in Niedernhausen

11.06.2013
11.06.2013 · Jugend · Von: PM

HSGS mit Immel in Theißtalschule in Niedernhausen

Auch am heutigen Dienstag tourte HANDBALL-STARS GO SCHOOL durch den Taunus. Von der gestrigen Veranstaltung in Wiesbaden ging es in den Norden nach Niedernhausen, westlich von Frankfurt am Main. An der Theißtalschule freute man sich besonders, da sich ein Europameister von 2004 angekündigt hatte. HSGS-Star war Jan-Olaf Immel, der nicht nur mit seiner imposanten Größe von 2,03 Meter mächtig Eindruck machte - auch die Erfolge seiner Karriere können nur wenige Handballer aufweisen: WM-Zweiter, Europameister und Olympiazweiter. Nach seiner aktiven Karriere ist „Eike“ als geborener Wiesbadener seiner Handballregion treu geblieben und betreut junge Talente in seiner Heimatstadt.

Auch seine Spielerinnen und Spieler beim HSGS-Besuch sind Talente. In ihrer Sportart haben sie sich bei den Bundesjugendspielen sehr erfolgreich hervorgehoben und damit diesen einmaligen Tag als Belohnung erhalten. So freuten sie sich auch, einen Einblick in einen für viele noch nicht so bekannten Sport zu erhalten. Und welcher Lehrer wäre denn dafür geeigneter als ein erfolgreicher Handballer?

Immel nutzte Grundlagenübungen für Koordination und Ballgefühl, aber auch zielführende Spiele, um seinen Sport zu präsentieren. Dabei konnte jede Schülerin und jeder Schüler sich in der vielseitigen Sportart Handball mit seinen Stärken einbringen. Sei es das Laufen oder Werfen aus der Leichtathletik, das Spielverständnis aus dem Fußball und Basketball oder die Athletik aus dem Schwimmen; jeder konnte seine Individualität in die Übungen und ins Spiel mit einbringen. 

Zum Ende hieß es dann „alle gegen Immel“, denn obwohl er hauptsächlich im Rückraum spielte, hat er eine makellose Statistik als Torhüter: „Als unser Torhüter einmal eine Zeitstrafe erhielt und unser zweiter Mann bereits verletzt auf der Bank saß, habe ich mir einfach einen Pulli geschnappt und bin ins Tor gegangen. Ich habe auch tatsächlich von zwei Würfen beide gehalten!“ Also stellte er sich ins Tor, und jeder bekam die Gelegenheit, sich zu versuchen. Das hinter der Statistik nicht Glück, sondern auch Können stand, bewies er eindrucksvoll. Von insgesamt 40 Würfen konnte er nur zwei nicht halten, „und die waren auch verdammt gut geworfen!“.

Im abschließenden „Star Talk“ interessierte die Jugendlichen vor allem seine Teilnahme bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen. „Das war natürlich ein einmaliges Erlebnis. So viele Sportler treffen sich, um sich gegenseitig zu messen. Aber nicht nur das, es ist auch ein friedliches und lockeres Miteinander. Allein beim Essen konnten bis zu 5000 Sportler zusammen speisen.“ „Und was gab‘s da zu essen?“, fragten sie den heutigen Diplom-Sportlehrer Immel. „Da konnte man alles essen von Würstchen über chinesisch - einfach alles, sogar einen McDonald's gab es! Aber unter Heiner, dem damaligen Bundestrainer, durften wir erst ab dem Halbfinale dorthin, dass hatte sich so eingebürgert. Und nach dem spannenden Sieg im Viertelfinale gegen Spanien hieß es dann: ab zu McDonald's!“

Am morgigen Mittwoch findet in Marienheide bei Gummersbach das Finale der diesjährigen HSGS-Tour mit Schirmherr Heiner Brand und Christian Schwarzer statt.