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Altlandsberger Männer unterliegen Hannover

08.12.2013
08.12.2013 · 3. Liga, Männer 3. Liga, Staffel Nord · Von: PM

Altlandsberger Männer unterliegen Hannover

Eigentlich gab es angesichts der 24:32 (11:17)-Niederlage des MTV 1860 Altlandsberg gegen den HSV Hannover, Tabellenvierter der 3. Liga Nord, nicht viel, was die Altlandsberger hätten dagegen tun können, und hatten dementsprechend wenig zu meckern. Am wenigsten über die Torhüter. War es in der letzten Woche hauptsächlich Iván Szabó, der mittels einiger Glanzparaden dazu beitrug, das Negativergebnis in einigermaßen überschaubaren Bahnen zu halten, lief am Samstagabend Philipp Pohl zu altbekannter Form auf. 

Dann über die Abwehr. Die 5:1-Variante funktionierte, sieht man mal von ein oder zwei üblen Blackouts an der Sechs-Meter-Linie ab, über weite Strecken sehr gut und zwang die Hannoveraner Angreifer immer wieder zu Fehlern.  Und auch im Angriff gab es einige sehenswerte Aktion zu bejubeln. Wären ein paar mehr davon auch erfolgreich abgeschlossen, wäre die Partie vielleicht nicht mit acht, sondern mit drei oder vier Toren Unterschied verloren gegangen. „Was gegen den Tabellenvierten der Liga und heimlichen Aufstiegsaspiranten ein sehr achtbares Ergebnis gewesen wäre“, fand MTV-Coach Ferenc Remes.

Aber auch so hatten sich seine Schützlinge in den Augen ihres Coachs alles in allem achtbar aus der Affäre gezogen. Was jedoch andererseits nicht heißt, dass es in der kommenden Woche nichts aufzuarbeiten gäbe. „Der Abschluss ließ heute wirklich zu wünschen übrig. Alles klappt bis unser Spieler frei vor dem gegnerischen Tor zum Wurf kommt und dann wirft er den Torwart ab, als ging es hier um Völkerball“, konnte Ferenc Remes kurz nach Ende der Partie schon wieder scherzen. Allerdings muss man neidlos zugestehen, dass auch Julius Bo Rackelmann im Hannoveraner Tor einen hervorragenden Tag erwischt hatte.

Der Rest der anstehenden Arbeit hat allerdings mehr mit Köpfen als mit Bällen zu tun. „Nachdem die Mannschaft in den vergangenen zwei Spielzeiten Spiele eher selten verloren hat, ist es nicht leicht sich in dieser Saison mit der Rolle des Underdogs zu arrangieren“, weiß der Altlandsberger Übungsleiter und bezieht sich in diese Feststellung ohne weiteres mit ein. „Die Jungs immer wieder zu motivieren, sie in die Lage zu versetzen trotz einer wahrscheinlichen Niederlage ihr Bestes zu geben, ist momentan die größere Herausforderung als alles Athletik-, Taktik-, Wurf- oder Spieltraining zusammengenommen.“

Eigentlich müsste nur mal der Knoten platzen, müssten die so genannten Big Points mal gelingen. Gegen Hannover blieb den Herren in grün-weiß dieses Erlebnis aber mal wieder versagt. Beispielsweise in der 11. Minute beim Stand von 5:6 und Ballbesitz für den MTV, als der - eigentlich verdiente! - Ausgleich einfach nicht gelingen wollte. Es sollte nicht der einzige Moment in der Partie bleiben, in dem das Glück dem MTV nicht hold war.

„Da ist es umso erstaunlicher und natürlich auch umso großartiger“, so Ferenc Remes, „dass die Stimmung in der Truppe heute deutlich besser ist, als noch vor ein paar Wochen. Das soll nicht heißen, dass den Jungs die Niederlagen gleichgültig sind oder sie sich gar darüber freuten. Keinem Sportler ist der Misserfolg egal. Aber die schwierige Situation schweißt das Team eindeutig zusammen. Und das ist die erste Voraussetzung für künftige Erfolge, die sich fraglos auch wieder einstellen werden.“

MTV 1860 Altlandsberg: Philipp Pohl, Iván Szabó; Martin Berger 1, Nico Cornelius, Marko Curcic 3, Paul Gronwald 1, Simon Kapa, Janis Kilx 4, Robert Klatt 1/1, Stefan Kurth 3, Alexandru Micu 1, Arian Thümmler 2, Lukas Wilde 1, Dominic Witkowski 7/6