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Bergmanns "super Leistung" bleibt unbelohnt

23.11.2015
23.11.2015 · 3. Liga, Frauen 3. Liga, Staffel Ost · Von: pm verein / haller kreisblatt

Bergmanns "super Leistung" bleibt unbelohnt

HSG Union ’92 Halle geht auch in ihrem vierten Auswärtsspiel leer aus. Nach der 17:24 (12:13)-Niederlage bei SV Germania Fritzlar rutscht das Thiede-Team auf den letzten Platz ab. So nah wie gestern waren die Lindenstädterinnen einem Punktgewinn in fremder Halle in dieser Saison allerdings noch nie. Bis zum 17:20 in der 54. Minute war die Union auf Tuchfühlung. Erst als Steffen Thiede in der Schlussphase volles Risiko anordnete, ging der Anschluss verloren. „Auf diese Leistung können wir aufbauen. Sie hätte gegen viele andere Mannschaften der Liga zu einem Sieg gereicht“, resümierte der Haller Trainer nach der Partie.

Vor allem mit der Vorstellung seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit war Thiede „sehr zufrieden“. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Auswärtsfahrten stiegen seine Schützlinge hellwach aus dem Bus und lieferten dem bis dato Tabellenfünften eine völlig offene Partie. „Wir standen gut in der Deckung und sind häufig in den Gegenstoß gekommen“, berichtete Thiede.

Mit Wiederanpfiff leisteten sich die Gäste dann aber ihre schwächste Phase. Vom 12:13 ließen sie den Kontakt auf 14:20 (45.) abreißen, weil jetzt auch das Glück beim Torwurf fehlte und häufig Pfosten oder Latte im Weg stand. Während Fritzlar durch Bibiana Huck sechs von sechs Siebenmetern verwandelte, ließ Halle alle drei Gelegenheiten vom Punkt aus. Anna-Lena Bergmann hätte statt ihrer drei laut Thiede „acht oder neun Tore“ erzielen können. „Schade, dass sie sich für ihre super Leistung in der Statistik nicht belohnt hat“, sagte der Coach über die Linkshänderin, die Katrin Thiede auf der halbrechten Position entlastete.

Positiv hielt Thiede fest, dass sich sein Team auch nach dem Sechstore-Rückstand nicht aufgab und noch einmal den Anschluss schaffte. Sein Fazit: „Die Chancen waren da. Wenn wir sie besser genutzt hätten, wäre es bis zum Schluss eng geblieben. So ist unsere Niederlage eindeutig zu hoch ausgefallen.“