HSG Varel-Friesland: Turbulentes Spiel gegen Gummersbach
HSG Varel-Friesland: Turbulentes Spiel gegen Gummersbach
Am Samstagabend erkämpfte die HSG Varel-Friesland gegen den VfL Gummersbach II in der 3. Liga West ein 25:25-Unentschieden. Vor 281 Zuschauern in Altjührden waren Niels Bötel (8/4) auf Vareler Seite und Andreas Schröder (6) beim Gast die erfolgreichsten Schützen.
Varel beginnt nervös, und es dauert etwas, bis Spieler von Andrzej Staszewski ins Spiel finden. Beim 6:5 in der 12. Minute ist die HSG auf Kurs, doch man schafft es nicht, sich gegen beherzt aufspielende Gummersbacher zu behaupten. So ziehen die Gäste Tor um Tor davon. Auch der Wechsel im Vareler Tor, als André Seefeldt nach 20 Minuten den glücklosen Hendrik Legler ersetzt, bringt keine Veränderung. So geht die HSG mit einem 11:16-Rückstand in die Pause.
Auch im zweiten Abschnitt zunächst das gleiche Bild: Varel müht sich, kann aber am Resultat nichts ändern. Eine Mischung aus Pech und Unvermögen steht den HSG-Spielern im Weg: Latte, Pfosten, Fehlpass und dann auch noch ein Lucas Puhl im Gummersbacher Tor - nichts will den Varelern gelingen. In der 49. Minute führt der VfL immer noch mit fünf Toren; der Knoten löst sich erst eine Minute später, als die Unparteiischen zwei Spieler jeder Mannschaft mit Zeitstrafen belegen. Als dann auch noch Niels Bötel eine Zwei-Minuten-Strafe bekommt, spielen drei Vareler gegen vier Gummersbacher. Mit den Zuschauern im Rücken ackern die Gastgeber jetzt mehr, doch auch sechs Minuten vor Schluss liegen sie immer noch mit vier Toren hinten. Kapitän Niels Bötel übernimmt jetzt Verantwortung und trifft dreimal in Folge, davon zweimal per Siebenmeter. Die HSG-Abwehr mit André Seefeldt im Tor lässt jetzt nichts mehr zu, und als sich Torben Lemke im Angriff zweimal ein Herz nimmt, wendet sich das Blatt. Varel führt jetzt 25:24, doch Gummersbach kann noch einmal ausgleichen. Ein Angriff bleibt den Varelern noch, doch der bringt nichts mehr ein: So endet das Spiel nach einer turbulenten Schlussphase mit 25:25.
„In der ersten Halbzeit stand unsere Deckung sehr kompakt, in der zweiten Halbzeit haben wir dann unnötige Zeitstrafen bekommen“, erklärte VfL-Trainer Georgi Sviridenko, der der HSG für ihren Kampfgeist Respekt zollte. So sah es auch Varels Trainer Andrzej Staszewski: „Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie 60 Minuten kämpfen kann.“
Am nächsten Wochenende steht das letzte Spiel des Jahres an: Am Samstag geht es zum Leichlinger TV. Anpfiff beim Tabellensechsten ist um 19.30 Uhr.
HSG Varel-Friesland: Seefeldt, Legler; Bötel (8/4), Bubalo, A. (2), Janßen, J. D., Schinnerer, Bubalo, P. (1), Linda, Staszewski (7/2), Toepler (1), Lemke (3), Libergs (3).