Schmiden: Mit Biss, aber ohne Erfolg
Schmiden: Mit Biss, aber ohne Erfolg
Im letzten Hinrundenspiel in der Handball-Bundesliga mussten die A-Jugendlichen des HSC Schmiden/Oeffingen am Samstag gegen den SV Zweibrücken zuerst eine Rote Karte für ihren Trainer Jörg Kaaden verkraften und anschließend eine 25:29-Niederlage. „Die Jungs haben über weite Strecken sehr gut gespielt und hatten endlich mal wieder richtig Biss", sagte Jörg Kaadens Trainerkollege Paul Herbinger. Die Gäste aus Zweibrücken waren als Tabellenzweiter klar in der Favoritenrolle, doch zu Beginn war davon nichts zu spüren. Beide Teams spielten auf Augenhöhe. „Ich finde es bemerkenswert, wie gut wir größtenteils dagegengehalten haben", sagte Paul Herbinger.
Beim Spielstand von 9:11 für die Gäste bekam der HSC-Kapitän Tim Scholz von dem Schiedsrichtergespann Yannik Krauss/Matthias Schwing eine aus HSC-Sicht unberechtigte Zwei-Minuten-Zeitstrafe aufgebrummt. Daraufhin gab es einen Siebenmeter für den SV Zweibrücken, doch ehe Nils Wöschler diesen ausführen konnte, stoppten die Referees das Geschehen und zeigten Jörg Kaaden die Rote Karte – mit der Begründung, dass er sie beleidigt haben soll. „Jörg hat mir gesagt, dass er das nicht getan hat, außerdem stand der Schiedsrichter mit dem Rücken zu uns und konnte gar nicht sehen, wer und ob jemand etwas gesagt hat", sagte Paul Herbinger. Jörg Kaaden, der auch die Landesliga-Männer der TSF Ditzingen coacht, wird nun für mindestens ein A-Jugend-Spiel gesperrt. Der HSC Schmiden/Oeffingen hat dagegen Einspruch eingelegt.
Zur Pause führten die Gäste mit 12:9. Zu Beginn der zweiten Spielhälfte vergaben die Gastgeber wie zuletzt schon häufig zu viele freie Würfe, weshalb der SV Zweibrücken zwischenzeitlich auf sechs Tore davonziehen konnte (18:12). Dann kamen die Nachwuchshandballer des HSC um ihren präsenten Spielmacher Moritz Klenk durch mehrere Ballgewinne und Gegenstößen wieder bis auf zwei Tore heran (21:23). Es reichte für die Gastgeber jedoch nicht mehr, das Spiel zu drehen – und so blieben sie auch im sechsten Spiel nacheinander in der Bundesliga sieglos. „Das Ergebnis fiel am Ende dann etwas zu hoch aus, mit etwas Glück hätten wir auch einen Punkt holen können", sagte Paul Herbinger.
HSC Schmiden/Oeffingen:
Seeger, Mayringer – Klein (9/1), Scholz (5/2), Westner (4), Klenk (3), Engelhart (2), Lötzbeyer (1), Schmidberger (1), Probst, Claren, Bartsch.