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Bericht über die 2. Wissenschaftliche Konferenz der EHF in Wien

30.11.2013
30.11.2013 · Trainer · Von: Stefan König / Dirk Büsch

Bericht über die 2. Wissenschaftliche Konferenz der EHF in Wien

Nach dem Auftakt 2011 anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens veranstaltete die EHF in diesem Jahr zum zweiten Mal eine wissenschaftliche Konferenz, die Trainern, Sportwissenschaftlern, Medizinern und weiteren Interessierten die Möglichkeit gab, sich in Wien über unterschiedlichste Themen und Forschungsprojekte in der Sportart Handball auszutauschen. Leitthema war am 22. und 23. November „Women in Handball: Scientific and Practical Approaches“, was zur Folge hatte, dass der leistungsorientierte Frauenhandball im Fokus der vielen Beiträge stand.

Eröffnet wurde die Veranstaltung am durch zwei einführende Hauptvorträge von Carmen Manchado (Spanien) zum Thema „Performance Factors in Women’s Team Handball. Physical and Physiological Aspects - A Review“ sowie von Frantisek Taborsky (EHF Lecturer) zu „The Genders Comparison of Cumulative Indicators of Team Playing Performance on Olympic Games Handball Tournaments 2008 and 2012”. Dem folgte ein Medical Mini-Symposium, das von dänischen Kolleginnen und Kollegen zum Thema „Verletzungen und Verletzungsprävention“ durchgeführt wurde; deutlich wurde in diesem Zusammenhang die unmittelbare Nähe von medizinischen und trainingswissenschaftlichen Ansprüchen. 

Nach dieser Plenarsitzung wurden am sechs Arbeitskreise mit insgesamt fast 40 Kurzvorträgen angeboten, die unterschiedlichste Fragestellungen aus dem Bereich des leistungsorientierten Handballspiels thematisierten. Dirk Büsch, Mitglied in der Leistungssportkommission männlich sowie in der AG Wissenschaft, referierte in Vertretung für eine seit 2008 aktive Arbeitsgruppe aus Wissenschaftlern und Trainern über die „Evaluation of the talent identification programme of the German Handball Federation“. Ergänzt wurden die Vorträge durch eine Posterpräsentation, in der neben einer größeren Anzahl trainingswissenschaftlicher Themen erfreulicherweise auch vereinzelt gesundheits- und schulsportorientierte Fragestellungen fokussiert wurden. Handball scheint auch hier „am Ball“ zu sein.

Insgesamt trugen Kolleginnen und Kollegen aus mehr als 20 Nationen zu einer gelungenen Veranstaltung bei, die - so der Vorsitzende Jerzy Eliasz in seiner abschließenden Würdigung - 2015 eine Fortsetzung finden soll.