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Inspirierende Fortbildung der Bundestrainer in Hennef

15.11.2013
15.11.2013 · Home, Trainer · Von: tok

Inspirierende Fortbildung der Bundestrainer in Hennef

Zuschauen, diskutieren und neue Ansätze finden: Der Deutsche Handballbund hatte Anfang dieser Woche zur Bundestrainer-Fortbildung in die Sportschule Hennef geladen. Drei Tage lang kamen Martin Heuberger (Männer), Heine Jensen (Frauen) und die weiteren DHB-Trainer zusammen und erlebten ein ebenso umfangreiches wie vielschichtiges Programm. Beispielsweise gab Volleyball-Bundestrainer Vital Heynen tiefe Einblicke in seine Arbeit, und Luka Panza und Tadej Siroka stellten detailliert die kroatische Nachwuchsschule vor. „Das war eine gelungene Veranstaltung mit einem in der Summe wertvollen Input für die weitere Arbeit. Wir haben das als sehr inspirierend empfunden”, sagte Jens Pfänder, Leistungssportreferent des DHB. Das empfand auch Heuberger so und sprach von „drei intensiven Tagen mit einem vielseitigen Programm”.

Provokant und mitreißend stellte der Belgier Vital Heynen seinen Zuhörern vor, wie er die deutschen Volleyballer aktiv am Trainingsbetrieb der Nationalmannschaft beteiligt. Michael Döring, Athletiktrainer der deutschen Volleyball-Nationalspielerinnen, referierte zum Sprungkrafttraining und dessen Transfer ins Spiel - auch für den Handballsport gab er praktische Beispiele.

Beeindruckt zeigten sich Pfänder und die Teilnehmer der Fortbildung vom Auftritt der kroatischen Gäste. Panza ist Jugendkoordinator des Spitzenklubs HC Zagreb und kümmert sich für den kroatischen Verband um die B-Jugend-Nationalmannschaft, Siroka arbeitet als Jugendkoordinator in Rijeka. Beide zeigten mit Hilfe des Demoteams - der Jugend-Nationalmannschaft der Jahrgänge 1996 und jünger - zum Teil penible Korrekturen und unterstrichen damit, welchen Wert sie auf saubere Techniken legen.

„Wir arbeiten wie die Kroaten ebenfalls sehr ausbildungsorientiert, aber mit Blick auf die optimale technische Entwicklung von individuellen technischen Angriffsfähigkeiten können wir uns noch einiges abschauen”, sagte Pfänder. „Im Vergleich zu uns fahren die Kroaten allerdings bereits in der Jugend unglaubliche Umfänge.” Dies dokumentiert sich auch in Zahlen: So arbeitet allein der HC Zagreb mit sieben festangestellten Jugendtrainern.

 

Neben solchen Vorträgen nahmen auch die Diskussionen untereinander einen breiten Raum ein. Heuberger: „Wir konnten auch inhaltlich weiter an unserem roten Faden arbeiten und sind da einen guten Schritt weitergekommen.”