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24:23 gegen Gastgeber Frankreich und Turniersieger

20.04.2013
20.04.2013 · Home, Nationalteams, Jugend männlich Nationalteam · Von: tok

24:23 gegen Gastgeber Frankreich und Turniersieger

Schlecht gestartet, mit Einsatz und Leidenschaft zurückgefunden und letztlich gewonnen: Zum Abschluss des Vier-Nationen-Turniers in Saint Die des Vosges hat die männliche Jugend-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes am Samstagabend Gastgeber Frankreich mit 24:23 (7:10) geschlagen und damit Platz eins belegt. Zuvor hatte sich das Team von DHB-Trainer Christof Armbruster und DHB-Jugendkoordinator Christian Schwarzer bereits klar mit 28:19 gegen die Schweiz und 35:18 gegen Rumänien durchgesetzt.

„Das war eine superschöne Erfahrung für die Jungs”, sagte Schwarzer. „Ich habe ihnen vorher gesagt, dass es am meisten Spaß macht, so ein Finale gegen den Gastgeber zu gewinnen. Die Mannschaft hat sich in diesem Turnier von Spiel zu Spiel gesteigert und die Herausforderung angenommen.” Gegen Frankreich gelang Deutschland nach drei Vergleichen im vergangenen Sommer - damals hatte es in St. Brice Courcelles und Bagny sur Meuse mit 20:29 und 27:28 zwei Niederlagen sowie erneut in St. Brice Courcelles ein 31:31 gegeben - der erste Sieg.

Von der intensiven Partie in Saint Die des Vosges  verschaffte sich auch Bundestrainer Martin Heuberger einen Eindruck: „In der zweiten Halbzeit war der Spielfluss besser, und es gab zudem einige gute Einzelaktionen. Der Sieg war glücklich, aber nicht unverdient. Das war ein richtig gutes Lernspiel für die Jungs.”

Frankreich verteidigte nicht mit der erwarteten 5:1-Abwehr, sondern entschied sich überraschend für eine 6:0-Formation. Dieser taktische Kniff bereitete dem DHB-Team einige Probleme und provozierte überraschend viele technische Fehler. Unter anderem scheiterten immer wieder Versuche, den Kreis anzuspielen. Erst nach 20 Minuten kam mehr Bewegung in den deutschen Angriff, so dass der 3:10-Rückstand bis zur Pause auf 7:10 verringert werden konnte.

Nach dem Seitenwechsel verteidigten die DHB-Talente der Jahrgänge 1996 und jünger besser. Zudem lockerten sie den gegnerischen Abwehrverbund immer wieder mit gezieltem Kreuzen und Gegenkreuzen. In der Schlussphase war nicht nur Torwart Paul Porath mit Siebenmeterparade und einige abwehrten freien Bällen der Franzosen ein Trumpf - im linken Rückraum war mit Jari Lemke einer der Jüngsten entscheidend für den Erfolg. Der noch zum Jahrgang 1997 gehörende Rechtshänder war erst vor wenigen Wochen gesichtet und für das Turnier kurzfristig nachnominiert worden. Jari Lemke spielt für die HSG Schwanewede/Neuenkirchen und ist der jüngere Bruder von Junioren-Nationalspieler Finn Lemke, der seit dieser Saison fest zum Bundesligakader des TBV Lemgo zählt.

Die U17-Auswahl wird am 6. und 7. Mai auch als Demo-Mannschaft beim Trainersymposium der DKB Handball-Bundesliga in Kamen-Kaiserau präsent sein. Im Juni folgen dort ein weiterer Lehrgang, das Deutsch-Französische Jugendwerk sowie Mitte Juli das europäische olympische Jugendfestival in Utrecht.

 

Deutschland - Frankreich 24:23 (7:10)

Deutschland: Porath, Mathes; Weber (2), Müller (2), Mertens (2), Blos (1), Zintel (2), Claus, Zechel (2), Lemke (4), Schade (4), Ohlig, Metzner (4), Schliedermann, Haider, Maciejewski (1)