Christian Schwarzer zum Länderpokal: „Intensiv und auf gutem Niveau”
Christian Schwarzer zum Länderpokal: „Intensiv und auf gutem Niveau”
In Rotenburg an der Fulda spielt die männliche Jugend an diesem Wochenende um den Länderpokal 2013. Christian Schwarzer, Jugend-Koordinator des Deutschen Handballbundes, wird wie seine Trainerkollegen die Talente der Jahrgänge 1996 und jünger aufmerksam beobachten. Schwarzer ist bereits am Donnerstag in Nordhessen eingetroffen. Die Spiele mit den Teams aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Baden, Württemberg, Hessen, Saar, Niedersachsen und Bayern beginnen am Freitag um 10.30 Uhr in Göbel Hotels Arena sowie in der Großsporthalle Albert-Schweitzer-Schule (Spielplan unten als PDF-Download).
Was erwarten Sie vom Länderpokal 2013?
Schwarzer: In erster Linie geht es nach den Vorturnieren um den inoffiziellen Titel des Deutschen Meisters, der für die Landesverbände sehr wichtig ist. Deshalb werden wir in Rotenburg an diesem Wochenende wie in den vergangenen Jahren wieder Jugendhandball in sehr intensiven Spielen und auf einem guten Niveau sehen. Für uns ist das Turnier ein Jahr nach der Sichtung des Jahrgangs 1996 eine weitere Überprüfung - zum einen der Jungs, die bereits in unserem Fokus sind, zum anderen neuer Spieler, die sich entwickelt haben.
Haben Sie einen Favoriten?
Schwarzer: Nein. Das Teilnehmerfeld ist sehr ausgeglichen. Ich kann nicht sagen, dass ein Team der Favorit schlechthin ist. Deshalb gehe ich von sehr spannenden Spielen aus. Einige Landesverbände sind zwar erfahrener in Endrunden, aber dieser Vorteil ist nicht so groß, dass ihn die Konkurrenz nicht sportlich ausgleichen könnte.
Vor allem geht es trotz des Titels um die individuelle Ausbildung. Wie ist der Stand?
Schwarzer: Das ist ein zweischneidiges Schwert, denn für die Landesverbände geht es im Länderpokal vor allem um absoluten Erfolg. Von diesem hängt die künftige Verteilung von Zuschüssen ab. Aber für mich ist die Formel einfach: Auch die Landesverbände sind an einer guten individuellen Ausbildung interessiert - wenn die stimmt, ergibt sich daraus zwangsläufig der mannschaftliche Erfolg. Von Seiten des DHB machen wir jedenfalls anders als in der Sichtung keine inhaltlichen Vorgaben: In Rotenburg können die Landesverbände zum Beispiel ihre Abwehrsysteme frei wählen.
Wie geht es mit den besten Jungs nach dem Länderpokal weiter?
Schwarzer: Wir haben in dieser Altersklasse etwa 50 bis 60 Talente im Blick. Aus denen bilden wir die künftige Jugend-Nationalmannschaft. Der Prozess ist bereits im Gang. In diesem Alter sind die Entwicklungssprünge so groß, dass sich da immer wieder Änderungen ergeben. Da spielen in der Entwicklung manchmal wenige Monate eine riesige Rolle. Insgesamt haben wir eine gute und auch breite Spitze.
Wer ist schon in der neuen Jugend-Nationalmannschaft der Jahrgänge 1996/97 präsent?
Schwarzer: Das Team war bisher erst einmal im vergangenen Sommer mit drei Länderspielen gegen Frankreich aktiv. Von den Jungs werden wir einige in Rotenburg wiedersehen, zum Beispiel die Torhüter Linus Mathes und Sebastian Arnold aus Württemberg, Sebastian Naumann aus Sachsen, Rico Keller aus Baden sowie Jerome Müller und Tim Suton aus dem Saarland. Und da haben wir noch weitere interessante Kandidaten.
Was sind die nächsten internationalen Aufgaben für die Jungs?
Schwarzer: Das Team der Jahrgänge 1996/97 nimmt vom 18. bis zum 20. April an einem Vier-Länder-Turnier in Saint Die des Vosges mit Spielen gegen die Schweiz, Rumänien und Gastgeber Frankreich teil. Und im Juni steht in Utrecht das europäische Jugendfestival auf dem Programm.