Badenstedt nimmt Kurs auf Achtelfinale
Badenstedt nimmt Kurs auf Achtelfinale
Die A-Juniorinnen der HSG Badenstedt setzten sich gegen den HC Leipzig mit 33:29 (18:15) sowie gegen den TSV Ratekau mit 33:16 (19:8) durch.
Am vergangenen Samstag stand das erste von zwei vermeintlichen Gruppenendspielen zwischen der HSG und dem Nachwuchs des Rekordmeisters HC Leipzig an. Beide Mannschaften begannen vor über 200 Zuschauern mit viel Tempo, allerdings auch jeder Menge Hektik. Gastgeber Badenstedt ging zwar zügig durch Treffer von Leonie Neuendorf, Saskia Rast und Lena Seehausen mit 3:1 (4.) in Front, brauchte aber etwas länger um die Anfangsnervosität zu überwinden und lief dem HC ab dem 3:4 (8.) einige Zeit hinterher. Ab dem 7:7 per Strafwurf durch Saskia Rast lief es dann aber runder bei den Badenstedterinnen, die beim 9:8 durch Lena Seehausen auch die Führungsarbeit wieder übernahmen. Fünf Minuten vor der Halbzeit gelang der HSG dank Treffern der eingewechselten Michelle Schäfer sowie einem weiteren Feldtor durch Esther Pollex ein drei Tore Vorsprung zum Pausentee, der bei etwas mehr Abschlussqualität auch höher hätte ausfallen können. Leipzig hatte mit Wiebke Detjen allerdings im ersten Abschnitt auch eine Klassefrau zwischen den Pfosten.
Hochkonzentriert kam die HSG ins Spiel zurück und hatte, als Saskia Rast einen ihrer insgesamt zehn verwandelten Strafwürfe zum 23:17 (36.) in die Maschen fegte, das Spiel endgültig im Griff. Beide Mannschaften lieferten sich nun einen offenen Schlagabtausch, in Reichweite kamen die Leipziger Gäste jedoch nicht mehr, da die HSG jetzt ihre Angriffe sicherer abschloss. „Ein Spiel auf recht hohem Niveau von beiden Mannschaften. Ich bin bis auf Kleinigkeiten mit meiner Mannschaft zufrieden“, sagte Badenstedts Coach Thomas Löw in einer ersten Stellungnahme.
Im zweiten Spiel des Tages setzte sich die TV Germania Kaiserau erst in den Schlussminuten mit 26:24 gegen den TSV Ratekau durch, nachdem die Westfälinnen das ganze Spiel nach einem 0:7-Fehlstart einem Rückstand hinterher liefen.
Wesentlich entspannter als am Vortag ging es für die Badenstedter Handballgirls 24 Stunden später gegen den TSV Ratekau zu. Bereits zur Halbzeit führte Badenstedt klar mit 19:8 und baute den Vorsprung direkt nach Wiederanpfiff durch Treffer von Lena Seehausen und Kathrin Pichlmeier zügig weiter aus. Am Ende stand ein klarer 33:16-Erfolg der HSG über die Holsteinerinnen, der bei besserer Chancenverwertung durchaus auch zehn Tore höher hätte ausfallen können.
Trainer Thomas Löw, der möglichst vielen Spielerinnen Einsatzzeiten geben wollte, war aber trotz der verpassten Chancen nicht unzufrieden. „Wir haben uns natürlich vor allem auf die schwere Partie gegen Leipzig vorbereitet. Das nach so einem anspruchsvollen Spiel gegen einen leichteren Gegner bei klarer Führung auch die Spannung mal verloren geht, ist normal. Insgesamt ein Superauftritt von uns an diesem Wochenende“, freute sich Löw über einen ordentlichen Schritt in Richtung Achtelfinale der Deutschen Meisterschaft.