Elitekader
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19 Top-Talente im Fokus

12.03.2026 | Verband

 

Der DHB stellt die Eliteförderung mit den Mentoren Anja Althaus und Martin Heuberger neu auf 

Der Deutsche Handballbund entwickelt seine Eliteförderung weiter und stellt die individuelle Betreuung seiner größten Nachwuchstalente künftig unter eine neue sportliche Leitung. Anja Althaus und Martin Heuberger zeichnen seit Januar für die weiblichen und männlichen Top-Talente des deutschen Handballs verantwortlich und haben dabei aktuell 19 junge Frauen und Männer besonders im Fokus. Ziel der Eliteförderung ist es weiterhin, Spielerinnen und Spieler mit besonderem Potenzial noch gezielter auf ihrem Weg in den internationalen Spitzenhandball zu begleiten und sie dabei in ihrer sportlichen sowie persönlichen Entwicklung langfristig zu unterstützen. 

„Mit der Neuaufstellung der Eliteförderung investieren wir gezielt in die Zukunft des deutschen Handballs“, sagt Ingo Meckes, Vorstand Sport des Deutschen Handballbundes. „Unser Ziel ist es, die größten Talente frühzeitig und individuell zu begleiten. Dafür schaffen wir eine Struktur, die sportliche Entwicklung, persönliche Förderung und eine verlässliche Planung der dualen Karriere miteinander verbindet.“ 

Anja Althaus und Martin Heuberger haben nun in enger Absprache mit Ingo Meckes und den jeweils zuständigen Bundestrainern insgesamt 19 Top-Talente für die Eliteförderung nominiert. Diese sind:  

Eliteförderung weiblich: 

Marie Weiss (Tor, TuS Metzingen, 2004), Chiara Rohr (Linksaußen, TV Hannover-Badenstedt, 2007), Marlene Tucholke (Rückraum links, HC Leipzig, 2007), Lisa Lammich (Rückraum Mitte, HC Leipzig, 2008), Lara Däuble (Rückraum rechts, Frisch Auf Göppingen, 2006), Aylin Bornhardt (Kreis, SG Schozach/Bottwartal, 2006), Ida Petzold (Kreis, TuS Metzingen, 2005), Farrelle Njinkeu (Rechtsaußen, HSG Blomberg-Lippe, 2007), Jana Walther (Rechtsaußen, HC Leipzig, 2007)  

Eliteförderung männlich: 

Arnel Durmic (Tor, HSG Krefeld / VfL Gummersbach, 2006), Finn Knaack (Tor, TUSEM Essen, 2006), David Móré (Linksaußen, Rhein-Neckar Löwen, 2004), Jan Mudrow (Rückraum links, TBV Lemgo, 2007), Linus Schmid (Rückraum links, TSV Neuhausen/Filder / TVB Stuttgart, 2006), Rasmus Ankermann (Rückraum Mitte, THW Kiel / TSV Altenholz 2007), Bennet Strobel (Kreis, HBW Balingen-Weilstetten, 2006), Tim Schröder (Kreis, VfL Potsdam / Füchse Berlin, 2006), Julien Sprößig (Rechtsaußen, TSV Neuhausen/Filder / TVB Stuttgart, 2007), Tim Gömmel (Rechtsaußen, HC Erlangen, 2005) 

Im Mittelpunkt dieser Struktur steht eine noch konsequentere individuelle Förderung der Athletinnen und Athleten. Diese ergänzt die Ausbildung in den Vereinen sowie die Arbeit in den Nachwuchs-Nationalmannschaften. Durch gezielte Trainingsmaßnahmen, Videoanalysen, regelmäßige Entwicklungsgespräche sowie moderne Diagnostikverfahren sollen die Talente bestmöglich begleitet und auf weitere Karriereschritte vorbereitet werden. Ergänzende Bausteine der sportlichen Ausbildung sind spezifisches Athletiktraining, sportpsychologische Unterstützung sowie Angebote zur Persönlichkeitsentwicklung und zur Gestaltung der dualen Karriere. 

Eine zentrale Rolle kommt hierbei Anja Althaus und Martin Heuberger als erfahrenen Mentoren zu. Anja Althaus bestritt 243 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft. Die Kreisläuferin spielte unter anderem für die europäischen Topklubs Viborg HK und Győri ETO KC, mit denen sie dreimal die Champions League gewann. Seit der EHF EURO 2024 arbeitet Althaus  als Nationalmannschaftsmanagerin für den Deutschen Handballbund und bringt sich nun in weiterer Rolle in die Talententwicklung ein. 

Auch Martin Heuberger war selbst Handball-Nationalspieler und ist der erfolgreichste Nachwuchstrainer des Deutschen Handballbundes. Zu den Highlights zählen drei WM-Titel mit U21-Nationalmannschaften 2009, 2011 und 2023. Dabei bereitete er zahlreiche Talente auf den Weg in die A-Nationalmannschaften vor. Der Schutterwälder, der Co-Trainer von Heiner Brand beim WM-Triumph 2007 und später dessen Nachfolger war, kümmert sich als U20/21-Bundestrainer derzeit um die U-Nationalmannschaft der Jahrgänge 2006/07, die im vergangenen Jahr bereits die U19-WM gewann. 

Althaus und Heuberger übernehmen eine koordinierende Rolle zwischen Athleten, Vereinen, Bundestrainern, Heimtrainern sowie weiteren Partnern im Leistungssport. Sie unterstützen die Talente sowohl in sportlichen Fragen als auch bei schulischen oder beruflichen Entscheidungen. 

„Für junge Spielerinnen ist es enorm wichtig, frühzeitig professionelle Unterstützung zu bekommen. Es ist mir ein Herzensanliegen, den jungen Spielerinnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, aber auch den Vereinen der Top-Talente zu helfen“, sagt Anja Althaus. „Mit der Eliteförderung schaffen wir ein Umfeld, das sportliche Entwicklung, Persönlichkeitsbildung und duale Karriere miteinander verbindet. Unser Ziel ist es, die Spielerinnen in ihrer gesamten Entwicklung zu begleiten.“ 

Auch Martin Heuberger sieht in der individuellen Betreuung einen entscheidenden Faktor für den Weg in den Spitzenhandball: „Viele Spieler haben großes Potenzial, aber jeder entwickelt sich unterschiedlich und hat deshalb spezielle Bedürfnisse. Deshalb setzen wir in der Eliteförderung bewusst auf individuelle Betreuung, moderne Trainingsmethoden und eine enge Abstimmung mit den Vereinen.“ 

Die Eliteförderung ist Teil des umfassenden Leistungssport-Netzwerks des Deutschen Handballbundes. In enger Zusammenarbeit mit Vereinen, Bundestrainern, Heimtrainern, Olympiastützpunkten sowie weiteren Partnern im Spitzensport soll ein Umfeld entstehen, das optimale Bedingungen für die Entwicklung der größten Talente bietet. 

Viele Spielerinnen und Spieler, die heute in der Bundesliga oder in den A-Nationalmannschaften prägend auftreten, haben die Eliteförderung durchlaufen – darunter Emily Vogel, Viola Leuchter und Nieke Kühne oder Juri Knorr, Nils Lichtlein, David Späth, Renars Uscins und Justus Fischer.