Empor Rostock und ThSV Eisenach besitzen gute Karten
Martin Luther wurde emotional verabschiedet. - Foto: sportfoteisenach
12.05.2019 Männer

Empor Rostock und ThSV Eisenach besitzen gute Karten

Die Kulissen waren sogar Erstliga-reif. 2500 Zuschauer in Krefeld, annähernd 3000 in Eisenach. In diesen Zahlen drückt sich die derzeit herrschende Euphorie rund um die HSG Krefeld, den HC Empor Rostock, dem ThSV Eisenach und der HSG Konstanz aus. Zum Rückspiel in Rostock werden sogar mehr als 3500 Zuschauer erwartet. Zahlen, die belegen, dass die 3. Liga wirklich etwas zu bieten hat. Aus sportlicher Sicht halten der Norddeutsche Meister aus Rostock sowie der Ost-meister Eisenach nach den Hinspielen die besten Karten in der Hand, im ersten Anlauf den Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga zu realisieren. Die beiden Verlierer der 1. Runde der Aufstiegsrelegation spielen noch einen dritten Aufsteiger aus.

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HSG Krefeld gegen HC Empor Rostock im Relive

HSG Krefeld – HC Empor Rostock 23:24 (10:10).

Sie sprangen über das Spielfeld, sie tanzten und jubelten: Die Spieler des HC Empor Rostock freuten sich diebisch über den 24:23-Sieg bei der HSG Krefeld. Dabei sprach eine Viertelstunde vor Schluss viel für die Gastgeber, dass sie mit einem kleinen Polster nach Rostock reisen würden.  Doch die 18:15-Führung durch Henrik Schiffmann reichte nicht, weil Leon Witte, Janos Seidtmann und Michael Höwt für die Norddeutschen binnen zweieinhalb Minuten zum 218:18 zurückschlugen. Und nachdem Kevin-Christopher Brüren einen Siebenmeter vergab, legte Ole Schramm sogar den 19:18-Führung vor. Die HSG, im wichtigsten Heimspiel der Vereinsgeschichte von den lautstarken Fans angetrieben, ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen und antwortete ihrerseits mit einem 3:0-Lauf zum 21:19 und besaß sogar Überzahl. Die endete jedoch mit einem 1:0 für die Rostocker und als der 21:21-Ausgleich durch Philipp Asmussen fiel, begann die dramatische und Schlussphase, nach der die Empor-Handballer als Sieger das Parkett  verließen.

ThSV Eisenach - HSG Konstanz im Relive

ThSV Eisenach – HSG Konstanz 30:25 (15:10).

Eine deutliche Ausgangslage herrscht nach dem ersten Aufeinandertreffen zwischen dem ThSV Eisenach und der HSG Konstanz. Die Gastgeber erwischten den besseren Start und legten ein 3:0 vor. Es dauerte bis zum 4:5 aus Sicht der Konstanzer, bis die sich vor 3000 Zuschauern in die Partie eingefunden hatten und scheinbar nun auf Augenhöhe agierten. Aber auch nur scheinbar: Beim 8:4 in der 13. Minute waren die Hausherren wieder ein wenig enteilt. Die behaupteten auch bis zur Pause stets einen sicheren Vorsprung und dominierte auch die zweite Halbzeit. Näher als bis auf drei Treffer kam der Süddeutsche Meister nicht heran. Mann des Spiels war mit zehn Treffern Daniel Luther und der hatte nach dem Schlusspfiff noch einen großen, emotionalen Moment. Aufgrund des nahenden Karriereendes nach der Spielzeit wurde das Urgestein bereits im Heimspiel gegen Konstanz verabschiedet. Standing Ovations der Fans nach unzähligen Erst- und Zweitligaeinsätzen rührten auch den Mann, den alle nur „Eisen“ nennen dann zu Tränen. Derr waschechte Eisenacher möchte seine Laufbahn nur allzu gerne mit dem Wiederaufstieg beenden.