Zahlenspiel Spieltag #12
Einer der Sieggaranten im Topspiel:marco Rhein. - Foto: HSG Rodgau Nieder-Roden
13.11.2019 Männer

Zahlenspiel Spieltag #12

Das Zuschauerinteresse an der 3. Liga der Männer wächst stetig. An mehreren Standorten durften de Heimvereine mehr als 1.000 Zuschauer begrüßen, nach Gelnhausen begleiteten 250 Fans die HSG Hanau. Anzeichen dafür, dass das Zuschauerinteresse im zehnten Jahr des Bestehens der 3.Liga nachhaltig anzieht. Ein Beleg für die tolle Arbeit der Vereine vor Ort. Ansonsten brachte der 12. Spieltag der 3. Liga der Männer auch wieder viele interessante Bestmarken und einen sehr interessanten Spieler des Spieltages hervor.

Kaum zu halten: Michael Malik.- Foto:Moritz Göbel

Spiele: 30.

Meiste Zuschauer: 2.031 bei der Partie TV Großwallstadt gegen den TV Kirchzell.

Heimsiege: 16.

Remis: 1.

Auswärtssiege: 13.

Tore gesamt: 1.614

Tore, Schnitt: 53,80.

Torreichste Staffel: Nord-Ost (458, Schnitt 57,25

Torärmste Staffel: Mitte (341, Schnitt 48,72).

Torreichste Partie: TV Gelnhausen - HSG Hanau (34:37, 71 Tore).

Torärmste Partie: HG Oftersheim/Schwetzingen -HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II (23:19, 41 Tore).

Höchster Sieg: Empor Rostock – SC Magdeburg II (35:23).

Erfolgreichster Torschütze: Michael Malik (14/4 // HSG Hanau beim 37:34-Auswärtssieg beim TV Gelnhausen).

Spieler des Spieltages

Der Spieler des 12. Spieltages kommt aus den Reihen des großen Gewinners des Spieltages in der Staffel Mitte: Torwart Marco Rhein von der HSG Rodgau Nieder-Roden. Die „Baggerseepiraten“ enterten mit dem 26:24-Heimsieg vor 600 begeisterten Zuschauern wieder die Tabellenspitze. Rhein war mit seinen teils spektakulären Paraden, darunter auch drei Strafwürfe, einer der Sieggaranten.  

„Er hat uns zusammen mit der Abwehrleistung im Spiel gehalten. Ich glaube, die Nußlocher waren am Ende echt gehemmt, weil Marco fast immer die Hand am Ball hatte. Auch bei den freien Würfen. Zudem hat er mit den Paraden auch das Publikum abgeholt. Gefühlt gab es bei gehaltenen Bällen mehr Jubel als bei eigenen Treffern. Nur so konnten wir den Sieg überhaupt schaffen“, sagte HSG-Pressesprecher René Marzo.

HSG-Trainer Jan Redmann fasste sich kurz, aber sein Statement zu Marco Rhein ist deshalb nicht weniger prägnant und mehr oder weniger direkt auf den Punkt: „Kapitän, Führungsspieler, immer motiviert, wichtiger Rückhalt, Antreiber, lebt für den Sport und die HSG.“

HSG ist eine Familienangelegenheit

Und das „lebt für die HSG“ ist, wenn man den Handballer Marco Rhein beschreibt, durchaus wörtlich zu nehmen. Der 32-Jährige stammt aus einer handballverrückten Familie. Sein Vater war ebenfalls Torwart und ist seit vielen Jahren erfolgreich Trainer im Damenbereich - aktuell die Landesliga-Damen der HSG tätig. Rheins Bruder ist ebenfalls noch als Torwart bei der HSG aktiv (Bezirksoberliga). Rhein selbst spielt seit der C-Jugend in Nieder-Roden (damals TGN) und ist logischerweise seit der HSG-Gründung von Anfang an dabei. Seit einigen Jahren ist er Kapitän, unumstrittener Torhüter Nummer 1, Ansprechpartner für die jungen Spieler, und noch vieles mehr.  Zudem wirkt er im Vorstand der HSG mit und macht den Lehrgang zum European Handball Manager.

Grenzen durch „EHM“ aufbrechen?

Nach seiner aktiven Karriere möchte der Bankangestellte dem Handball verbunden bleiben. Für die HSG könnte sich dieses Engagement nachhaltig auszahlen, auch wenn der große Rückhalt dann und wann einmal beim Training fehlt. „Wir als HSG sind mittlerweile in Dimensionen gewachsen, die uns an die Grenze des Leistbaren bringen. Da sind professionelle Ansätze für die immer neuen Aufgaben mehr als willkommen. Ich bin sicher, dass Marco dieses Studium erfolgreich abschließt und wir als Baggerseepiraten dann von seinem Wissen noch mehr profitieren, als wir es jetzt schon tun.“ Zur großen Belastung zwischen Beruf, Leistungshandball und Studium in Köln sagt der Keeper augenzwinkernd: „Andere Dinge? Nein. Mit Handball verbringe ich 99 Prozent meiner Zeit.“  

Da passen die aus dem Umfeld der HSG genannten Charakterzüge ja optimal: Erfolgsorientiert, zielstrebig, meinungs- und durchsetzungsstark. Die Leistungen auf dem Feld sprechen für sich, in gegnerischen Berichten wird mit allerhöchstem Respekt von ihm gesprochen.

cb/pm verein