3. Liga: Derbysiege für Burgdorf II, Dragons und Falken
Nils Röller und der TuS Dansenberg kamen zum deutlichen Sieg über den TVG Großsachsen. - Foto: TuS
13.09.2021 Männer

3. Liga: Derbysiege für Burgdorf II, Dragons und Falken

Zweiter Spieltag brachte knappe und hohe Siege - und die ersten Punkteteilungen

Das war er, der 2. Spieltag der 3. Liga 2021/2022. Hier sind alle Ergebnisse der sieben Staffeln:

Staffel A

Zweites Spiel, zweiter Erfolg für den TSV Altenholz und die HSG Ostsee. Nach den Auftaktsiegen jubelte das Duo auch am zweiten Wochenende in Serie. Doch die HSG tat sich hinten heraus schwerer als nötig, aus der deutlichen 15:9-Pausenführung bei Aufsteiger VfL Fredenbeck wurde am Ende noch eine Ein-Tore-Führung, doch der VfL schaffte den Ausgleich nicht – und somit im zweiten Spiel keinen Punktgewinn. „Wir haben mit unserem dezimierten Kader Charakter und Cleverness bewiesen; und das gegen ein Team aus Fredenbeck, das uns körperlich überlegen war“, erklärte Ostsee-Coach Jens Häusler. Auch die HSG Eider Harde bleibt weiter punktlos, immerhin schaffte das Team gegen Altenholz nach 13:18-Rückstand noch den 21:22-Anschluss und gestaltete die Schlussphase spannend – wenn auch ohne Ertrag am Ende. Den ersten Erfolg feierte indes die HG Hamburg Barmbek gegen die Füchse Berlin II. Das Duell wog hin und her, am Ende führten die Jungfüchse gar mit 27:26. Doch zwei Treffer sicherten den Hamburgern schlussendlich den 28:27-Auswärtssieg. Am Sonntag sicherte sich zudem der DHK Flensborg mit einem 26:24 bei den Mecklenburger Stieren den zweiten Saisonsieg.

Staffel B

Einen wahren Kantersieg landete der TuS Spenge im Topspiel zwischen Erstem und Zweitem gegen den ASV Hamm-Westfalen II. Die Ostwestfalen ließen beim 29:19-Erfolg keinen Zweifel am Ausgang des Spiels und der Wahrung der Tabellenführung. Auch der OHV Aurich, der ATSV Habenhausen und der Wilhelmshavener HV wahrten mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel ihre weiße Weste. Der OHV triumphierte auswärts beim TV Cloppenburg mit 32:27, der ATSV siegte mit 28:26 über die TSG Altenhagen-Heepen. Der WHV kam dank starker zweiter Halbzeit nach 12:12-Remis zum 33:26-Erfolg über die Ahlener SG. Den knappsten Sieg feierte HandbALL Lippe II am Freitagabend bei LIT II. Die Hausherren dominierten das Geschehen noch bis zum 22:22, ehe die Führung kippte und in einem knappen 31:30-Auswärtssieg der Lipper mündete. Nach der Auftaktniederlage holte sich am Sonntagnachmittag der TSV GWD Minden II mit einem 34:30 gegen den TV Bissendorf-Holte den ersten Sieg.

Staffel C

Der zweite Spieltag startete mit einem Derbysieg: Der TSV Burgdorf II bejubelte bei Handball Hannover-Burgwedel einen 27:24-Auswärtssieg. Matchwinner: Der zwölffache Torschütze Joel Wunsch. „Egal ob von Linksaußen, als Siebenmeterschütze oder im Rückraum – Joel hatte keinen Fehlwurf“, lobte auch Coach Heidmar Felixson. Ebenfalls erfolgreich waren der Northeimer HC gegen den SV Anhalt Bernburg (30:26) und der TuS Vinnhorst beim MTV Braunschweig (27:22), beide liegen mit jeweils 4:0 Punkten nach zwei Spieltagen im Spitzenfeld der Liga. Die erste Punkteteilung der Staffel ereignete sich zwischen dem HC Burgenland und dem HSV Hannover. Dabei hatten die Hausherren beim 24:24 lange Zeit Vorteile, in der Schlussphase aber der HSV die Nase leicht vorn. Philipp Große erzielte für Burgenland in der letzten Minute den Treffer zum Endstand. Für HSV-Coach Robin John liegt die Ursache für einen vergebenen Punkt in der Anfangsphase: „Wir waren offensichtlich überrascht von der Härte, obwohl wir wussten, was auf uns zukommt.“ Am Sonntag folgten zwei deutliche Siege für den SC Magdeburg II und Eintracht Hildesheim: Der SCM schlug den SC DHfK Leipzig II mit 31:20, die Eintracht besiegte den SV Plauen-Oberlosa mit 32:18.

Staffel D

Duelle der Gegensätze gab es in Longerich und Menden. Im Spiel zweiter Ligafavoriten unterlag der Longericher SG Köln trotz zwischenzeitlicher 23:20-Führung der HSG Krefeld Niederrhein knapp mit 26:27 – und hat damit nach zwei Spieltagen 0:4 Punkte, während die Krefelder makellose 4:0 Zähler vorweisen. „Am Ende muss man sagen: Sven Bartmann hat gerade zum Ende heraus fantastisch gehalten und uns damit den Sieg gerettet“, sagte HSG-Trainer Maik Pallach. Gleiches gilt für die SGSH Dragons, die das Sauerland-Derby bei den SG Menden Sauerland Wölfen mit 23:19 gewannen und ebenfalls 4:0 Punkte haben. Die Mendener liegen ebenfalls punktlos im unteren Ligabereich. Auch die GSV Eintracht Baunatal und der TuS Opladen holten bereits ihren zweiten Sieg – die Eintracht mit dem 29:27 bei der ESG Gensungen/Felsberg und Opladen beim 30:24-Auswärtserfolg beim TuS Volmetal. Ebenfalls mit 29:27 gewann auch der Leichlinger TV gegen den VfL Gummersbach II. Der Schlüssel hierfür lag in der Defensive: „Die Jungs haben eine überragende Abwehr gespielt und beide Torhüter haben wichtige Bälle gehalten“, resümierte LTV-Co-Trainer Achim Symannek. Im abschließenden Spiel am Sonntag feierten die Bergischen Panther einen 27:24-Auswärtssieg bei TuSEM Essen II.

Staffel E

Ärgerliches Ende für den TV Gelnhausen im Rhein-Main-Derby. Im zweiten Saisonspiel war der TVG gegen die HSG Bieberau-Modau bei 21:20 kurz vor dem ersten Punktgewinn – doch letztlich feierten die Gäste durch den 25:24-Siegtreffer in der Schlussminute den zweiten Sieg. „Das war ein echtes Derby, mit dem glücklichen Ausgang für uns“, bilanzierte Falken-Coach Schmid. Auch die HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II war erneut siegreich, während HaSpo Bayreuth durch die 23:34-Niederlage gegen die HSG punktlos bleibt. Erfreulich verlief der Saisonstart indes für die HSG Hanau, die ihr erstes Ligaspiel mit 30:17 durchaus deutlich beim HSC Bad Neustadt gewann. Der TV Kirchzell kam unterdessen zu einem 30:27-Heimsieg über den HSC Coburg II. Knapp am ersten Punktgewinn schrammten die DJK Sportfreunde Budenheim beim 25:26 gegen den HC Erlangen II vorbei.

Staffel F

Nach zwei Spieltagen teilt sich die F-Staffel stärker als andere in Gewinner und Verlierer – einzig das Unentschieden zwischen der SG Pforzheim/Eutingen und der HG Saarlouis (23:23) verzerrt das Bild ein wenig. „Dieser Punkt kann am Ende sehr wichtig werden“, mutmaßt HGS-Coach Philipp Kessler. Ansonsten feierten die Rhein-Neckar Löwen II beim 23:22 über die TGS Pforzheim ebenso erneut erfolgreich wie der TuS Dansenberg beim 34:23 über den TVG Großsachsen. „Das war der Start, den wir uns vorgenommen haben mit 4:0 Punkten“, bilanzierte Dansenbergs Trainer Kai Christmann. Der SV Zweibrücken holte mit dem 30:27-Auswärtssieg bei der TSG Haßloch die ersten Zähler, auch die mHSG Friesenheim-Hochdorf II (32:28 bei der SG Leutershausen) war zum ersten Mal siegreich. „Die Unterstützung der Fans war riesig und es hat allen viel Spaß gemacht. Umso enttäuschender ist für uns, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben“, sagte SGL-Kapitän Niklas Ruß. Mit einem 31:26-Auswärtssieg schloss der TSB Heilbronn-Horkheim den Spieltag bei der HG Oftersheim/Schwetzingen ab.

Staffel G

In Staffel G ist ein Quartett momentan das Maß aller Dinge. Ligafavorit HSG Konstanz holte auch den zweiten Sieg und fertigte den HC Oppenweiler/Backnang mit 40:31 ab. „Nach dem Seitenwechsel kam alles zusammen: Zeitstrafen, einfache Ballverluste, und am Ende war es – ohne die hervorragende Leistung der HSG schmälern zu wollen – auch etwas zu wenig Gegenwehr“, kritisierte HCOB-Coach Matthias Heineke. Auch der VfL Pfullingen holte den zweiten Erfolg und besiegte den SV Salamander Kornwestheim knapp mit 33:32 – obwohl die Hausherren kurz vor dem Ende noch mit 30:28 führten. „Die Moral meiner Mannschaft war einfach mega“, erklärte VfL-Trainer Daniel Brack. „Dass wir nach einem Sieben-Tore-Rückstand ein Comeback gefeiert haben, kommt nicht allzu oft vor.“ Auch HBW Balingen-Weilstetten II (30:25 beim TV Willstätt) und der TuS Fürstenfeldbruck (28:26 beim VfL Günzburg) können makellose 4:0-Punkte auf dem Konto vorweisen. „Wir hätten es zwar höher gestalten können, aber es war eine reife Leistung gegen einen etablierten Drittligisten“, urteilte Balingen-Coach Michael Thiemann. Die bislang einzige Punkteteilung gab es zwischen dem TSV Neuhausen/Filder und dem TV Plochingen beim 25:25. Der TSV Blaustein verlor indes sein Heimspiel gegen die TSG Söflingen mit 22:25. „Wer sieben Mal den Ausgleich nicht schafft, kann ein Derby nicht gewinnen“, zog TSV-Coach Jan Behr ein ernüchtertes Fazit.

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(ENI)

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